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Umdenken bei bezahlbarem Wohnraum
Mietenstopp für sechs Jahre

Mit einem Banner am Haus der Wohnungslosenhilfe macht das Siegener Bündnis auf den Aktionstag aufmerksam.
  • Mit einem Banner am Haus der Wohnungslosenhilfe macht das Siegener Bündnis auf den Aktionstag aufmerksam.
  • Foto: Aktionsbündnis
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juka Siegen. Früher oder später kommt wohl Jeder einmal in diese Situation. In absehbarer Zeit steht ein Umzug an, die Suche nach einer geeigneten Wohnung beginnt. Ein wichtiges und mit entscheidendes Kriterium: der Preis. Und weil die Mietpreise auch in der Region immer weiter steigen, fordert ein Siegener Bündnis nun ein Umsteuern auf dem Wohnungsmarkt.

Im Rahme

juka Siegen. Früher oder später kommt wohl Jeder einmal in diese Situation. In absehbarer Zeit steht ein Umzug an, die Suche nach einer geeigneten Wohnung beginnt. Ein wichtiges und mit entscheidendes Kriterium: der Preis. Und weil die Mietpreise auch in der Region immer weiter steigen, fordert ein Siegener Bündnis nun ein Umsteuern auf dem Wohnungsmarkt.

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags am Samstag, 19. Juni, fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Siegen, der Deutsche Mieterbund Siegen und die Wohlfahrtsverbände AWo, Caritas, Diakonie und Paritätischer, die Mieten für einen Zeitraum von sechs Jahren auf dem jetzigen Stand einzufrieren. Zudem will das Bündnis eine Obergrenze bei Wiedervermietungen, verstärkte
Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau und mehr bezahlbare, barrierearme Wohnungen.

"Wir brauchen eine Pause,
bis wieder ein ausreichendes
Wohnungsangebot besteht."

Marco Karsten
Deutscher Mieterbund Siegerland

„Immer mehr Menschen werden durch hohe Mieten zunehmend belastet und müssen zu viel Geld für Wohnen ausgeben“, moniert Björn Eckert vom DGB-Kreisverband Siegen-Wittgenstein. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung würden in Siegen 27 Prozent der Mieter mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben. „Ein Prozentsatz von über 30 Prozent ist ein Alarmzeichen“, stellt Eckert klar. Das Bündnis führt Zahlen der empirica-Preisdatenbank auf Basis der Value-Marktdaten an, nach denen 2016 für einen Quadratmeter von 6,51 Euro verlangt wurden, Anfang 2021 dann bereits 7,71 Euro. „Dieser Trend wird mittelfristig weiter auf die Durchschnittsmieten im Bestand durchschlagen“, ist sich Marco Karsten vom Deutschen Mieterbund Siegerland sicher. Diese könnten dann als Grundlage für Mieterhöhungen bei bestehenden Mietverhältnissen dienen. Der zuletzt auf sechs Jahre erweiterte Betrachtungszeitraum zur Bestimmung der ortsüblichen Vergleichsmiete sei nicht ausreichend, um die Aufwärtsspirale zu stoppen. „Wir brauchen eine Pause, bis wieder ein ausreichendes Wohnungsangebot besteht“, betont Karsten.

Preisanstieg der Marktsituation geschuldet

Der Anstieg der Preise sei der Marktsituation geschuldet, es gebe einfach zu wenig Wohnungen. Nachholbedarf gibt es laut Bündnis insbesondere im Bereich des sozialen Wohnungsbaus. „Hier wird seit Jahren zu wenig getan. Derzeit fallen mehr Wohnungen aus der Preisbindung heraus, als neue hinzukommen“, kritisiert Horst Löwenberg von Der Paritätische Siegen-Wittgenstein.

„Die Anzahl der Sozialwohnungen in Siegen liegt aktuell bei ungefähr 2800. Im Jahr 1986 waren es noch gut 8700.“ Man habe die Entwicklung verschlafen und geglaubt, dass der demografische Wandel eine vermehrte Wohnungsnachfrage nicht entstehen lassen würde. Das veränderte Wohnverhalten mit mehr Singlewohnungen sowie die Verstädterung aufgrund des besseren Infrastrukturangebots und die Zuwanderungen seien nicht bedacht worden.

Uni-Umzug bereitet Sorgen

Sorgen bereitet dem Bündnis auch der geplante Umzug der Universität in die Innenstadt. „Durch das Projekt wird sich der Wettbewerb um die zu wenigen bezahlbaren Wohnungen in der Innenstadt weiter verschärfen“, so Löwenberg. Auch auf diese Thematiken möchte das Bündnis am Aktionstag mit einem Stand auf der Siegbrücke (11 bis 13 Uhr) hinweisen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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