Mihambo, «Kleiner» Harting und Roleder in Peking stark

Peking (dpa) - Licht und Schatten im «Vogelnest». Die deutschen Leichtathleten haben in den Vorkämpfen überzeugt - aber es gab auch Ausfälle. Schwer enttäuscht trottete Weitspringerin Sosthene Moguenara durch die Katakomben des Stadions.

Hier ein Überblick:

STARKE MIHAMBO AUF DEM SPRUNG:

Sie kam, sprang - und landete im Finale: Perfekter WM-Start für Weitpsringerin Malaika Mihambo. Mit 6,84 Metern gleich im ersten Versuch buchte die 21-Jährige das Finalticket. «Das war mein Ziel. Der Sprung war noch nicht optimal.» Frustriert packten Sosthene Moguenara und Lena Malkus ihre Taschen. Platz 27 und 22 und deutlich unter ihrem Leistungsvermögen - da war mehr drin.

DER KLEINE HARTING KANN ES AUCH:

64,23 Meter - Christoph Harting kann den ersten Haken machen. Der Bruder von Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting hat sein Ziel erreicht, er steht erstmals in einem WM-Finale. «Alles, was jetzt kommt, ist Bonus», sagte der 25-Jährige nach der Qualifikation in Peking. Im Finale am Samstagabend ist er deutscher Einzelkämpfer, denn Daniel Jasinski (15.) und Martin Wierig (19.) schieden aus.

ROLEDER NIMMT DIE ERSTE(N) HÜRDE(N):

Zweiter Vorlauf, erster Platz, Halbfinale: Hürdensprinterin Cindy Roleder hat einen perfekten WM-Start erwischt. 12,86 Sekunden - das ist sogar Saisonbestzeit. «Das war optimal, so kann eine WM losgehen», sagte die deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden. Beachtlich, denn die Polizeimeisterin hat sich auch dem Siebenkampf verschrieben. Einen spontanen Dank schickte sie an ihren Trainer Wolfgang Kühne, der sie in Halle optimal vorbereitet hat.

SAUBERE SERIE FÜR JUNGFLEISCH: 

1,80 Meter, 1,85, 1,89, 1,92 Meter. Und das alles im ersten Versuch. Dank einer sauberen Serie hat Hochspringerein Marie-Laurence Jungfleisch das Finale erreicht. Die deutsche Meisterin aus Tübingen machte ihre Sache gut. Im Finale am Samstag will sie die Anfangshöhe «erst einmal überstehen, und dann hoffe ich auf eine neue Bestleistung». Die steht bei 1,97 Meter - und bei dieser Höhe beginnt der Kampf um die Medaillen erst richtig.

ZWEITES GOLD VOR AUGEN: 

Einmal Gold ist ihr nicht genug - Äthiopiens Laufstar Genzebe Dibaba will sich in Peking ihren zweiten Titel holen. Die Weltmeisterin und Weltrekordlerin über 1500 Meter zählt auch im 5000er zu den Favoritinnen. Als Vorlauf-Vierte in 15:20,82 Minuten ließ sie es noch ruhig angehen: Kräfte sparen für das Double. Große Gold-Favoritin wie über 1500 Meter ist Dibaba diesmal allerdings nicht: Denn ihre äthiopische Teamkollegin Almaz Ayana war im WM-Jahr mit 14:14,32 Minuten die Schnellste und auch im Vorlauf die Beste.

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Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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