Millionen für die Uni-Sanierung

 Der Gebäudekomplex auf dem Haardter Berg mit dem markanten blauen Turm wird für 65 Mill. Euro kernsaniert. Foto: Archiv
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ch Seit Mittwoch liegt der Vertrag in Düsseldorf beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes, am Dienstag setzte die Leitung der heimischen Hochschule die Unterschrift auf das Stück Papier: Die umfangreichen Sanierungsarbeiten des großen Gebäudekomplexes an der Adolf-Reichwein-Straße samt Erneuerung der Bibliothek und der Mensa können anlaufen, die bereits zugesagten 65 Mill. Euro in den Betonbau aus der 70er-Jahren verbaut werden. 17.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche werden bis 2019 kernsaniert, alle Gebäude müssen bereits ab dem kommenden Jahr geräumt werden, berichtete Kanzler Ulf Richter am Rande eines Pressegesprächs der Universität Siegen.

Das Geld aus dem Hochschulbaukonsolidierungsprogramm betrachtet die Universität als Lohn für reichlich Mühe: In den vergangenen Jahren habe sich die Universität Siegen sowohl in der Forschung wie in der Lehre gut aufgestellt, Düsseldorf sehe und honoriere durchaus die positive Entwicklung der Hochschule, so Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart. Die gute Entwicklung der Studentenzahlen, das erfolgreiche Einwerben von Drittmitteln und Fördergeldern – Burckhart: „Beinahe jeder zusätzliche Euro geht bei uns in gutes wissenschaftliches Personal“ –, die Internationalisierung der Hochschule, der Sonderforschungsbereich „Medien in der Kooperation“, der Auftrag an die beiden Unis in Siegen und Bremen seitens des deutschen Akkreditierungsrates, neue, für ganz Deutschland geltende und für Europa vorbildliche Formen der Qualitätssicherung in Studium und Lehre zu finden – all dies seien Beispiele und zugleich Belege für einen „rasanten Fortschritt“ und eine „einzigartige Dynamik“.

Diesen Schwung möchte der Rektor bis zum Ende seiner Amtszeit (2019) ausnutzen, um die Uni zukunftsfest zu machen: „Trotz der aktuell 19.400 Studierenden und trotz der Prognosen, dass die Uni Siegen im Jahr 2030 vermutlich 15.000 Studenten und Studentinnen betreuen wird, sehe ich immerzu das Gespenst, dass wir wieder auf 10.000 Studierende zurückfallen könnten. Da kommen wir her. Und da müssen wir spätestens heute gegensteuern!“

Burckhart betrachte die Uni Siegen als „regionale Uni“ mit einer Verantwortung für die Region, die den Menschen als sogenannte Volluniversität ein „komplettes Angebot“ unterbreiten müsse: „Dazu gehört die Einrichtung der medizinischen Fakultät. Ich weiß, dass die Chancen für eine solche Fakultät bei 10 zu 90 stehen, aber wir haben schon ganz andere Projekte gestemmt“, gab sich Burckhart selbstbewusst. In den kommenden sechs Monaten werde ein Konzept für das Medizin-Angebot erstellt; bis das NRW-Bildungsministerium nach einer externen Begutachtung des Konzepts den Daumen heben oder senken wird, werden noch zwei Jahre vergehen. Schneller und einfacher könnte es bei der Ausbildung von Juristen gehen. „Die Wirtschaftsjuristen sind etabliert, darauf könnte eine juristische Fakultät aufsetzen!“

Zurück zur Sanierung des „blauen Turms“ auf dem Haardter Berg. Sie ist Symbol der baulichen Entwicklung der Universität, die sich parallel zum inhaltlichen Fortschritt vollzieht. Mit der Erneuerung des Komplexes Adolf-Reichwein-Straße setzt die Uni Schritt für Schritt ihren „Masterplan Bau“ um – und steht mit Blick auf die dringend sanierungsbedürftigen Gebäude an der Paul-Bonatz-Straße und an der Hölderlin-Straße vor der wichtigsten Entscheidung seit Jahrzehnten. Nach dem Umzug der Wirtschaftswissenschaften ins Untere Schloss – das wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Personal hat seine Büros bezogen – diskutiert die Hochschule entweder die Erweiterung der Uni auf dem Haardter Berg oder die Verlagerung zweier Fakultäten in die Innenstadt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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