Mindestens sechs Betrugsversuche an einem Tag

sz - Wie viele Versuche es gab, darüber
kann die Polizei nur rätseln. Am Montag meldeten sich jedenfalls
gleich sechs ältere Personen bei der Polizei in Siegen. Alle gaben
an, dass unbekannte Betrüger versucht hätten, sich als Verwandte
oder Bekannte auszugeben, um Hilfe in einer finanziellen Notlage zu
erhalten.

Das nicht bezahlte Motorrad

Fälle 1 & 2: Gegen 12 Uhr meldete sich telefonisch
bei einer 92-jährigen Frau aus Siegen ein Mann und behauptete im
Gespräch, die Dame hätte ein vor über 70 Jahren bei ihm gekauftes
Motorrad nicht bezahlt und solle dies nun nachholen. Ebenfalls in
Siegen erhielt gegen 13 Uhr eine 71-jährige Dame einen Anruf von
einem unbekannten Mann, der sich als alter Bekannter ausgab und
19.000 Euro benötigte.

Fälle 3 & 4: Zu fast derselben Zeit, um kurz nach 13
Uhr, rief diesmal eine Frau bei einer 72-jährigen Siegenerin an, die
sich als Nichte ausgab und dringend Bargeld benötigte. Einen
ähnlichen Anruf bekam gegen 14.45 Uhr eine 86-jährige Kreuztalerin.
Hier gab sich der Mann als Verwandter aus, der unverschuldet in
finanzielle Not geraten sei.

Aus einem Pkw angesprochen

Fälle 5 & 6: Die gleiche Masche versuchte gegen
15.45 Uhr ebenfalls bei einer 86-jährigen Dame aus Kreuztal ein
Mann, der sich als "der Helmut" ausgab und 35.000 Euro
benötigte. In Müsen schließlich wurde ein 61-Jähriger von zwei
Männern aus einen Pkw angesprochen, die sich als alte Bekannte
ausgaben. Ohne jedoch auf ein Gespräch einzugehen, ging der Müsener
weiter.

Polizei rät weiter zur Vorsicht

In allen Fällen haben die Betroffenen
richtig gehandelt und sich nicht auf ein Gespräch oder auf die
erfundenen Geschichten eingelassen und die Polizei verständigt.
Allerdings zeigen die Fälle nach Ansicht der Polizei auch, dass die
Täter mit immer neuen Maschen zu Werke gehen und versuchen, meist
älteren Personen unter Ausnutzung der Hilfsbereitschaft oder des
vermeintlichen Verwandtschaftsverhältnisses, Geld aus der Tasche zu
ziehen.

Einfache Verhaltensregeln können hier
helfen, um nicht Opfer dieser "Enkeltrickmasche" zu werden.
Die Polizei rät: "Rufen Sie die Verwandten selbst zurück, die von
Ihnen Geld erbitten oder treffen Sie sich mit diesen persönlich,
bevor Sie das Geld von der Bank holen. Übergeben Sie das Geld keinem
Fremden, egal für wen er sich auch ausgibt Informieren Sie beim
kleinsten Verdacht die Polizei über 110."

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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