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Für Krankenhäuser
Ministerium deckelt Bestellungen von Corona-Impfstoff

Die Krankenhäuser bekommen höchstens Lieferungen für 50 Prozent ihrer Belegschaft.
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juka Siegen/Olpe. Das Gesundheitsministerium des Landes NRW hat die Impfstoffbestellungen der Krankenhäuser für die Woche vom 1. bis 7. Februar kontingentiert. Das geht aus einem Erlass hervor, der der SZ vorliegt. So kann keine Klinik in diesem Zeitraum mehr als 50 Prozent seiner Mitarbeiter impfen. Sollten Krankenhäuser mehr Dosen als für die Hälfte seiner Belegschaft geordert haben, wird die Bestellung entsprechend reduziert. Zudem wird die Menge noch einmal um die Zahl der Mitarbeiter verringert, die bereits vor dem abrupten Ende der Zulieferungen am 18. und 19. Januar ihre erste Dosis erhalten hatten.
Keine Lieferung am MittwochDarüber hinaus werden am Mittwoch, 3. Februar, keine Lieferungen erfolgen und die Auslieferungen müssen gleichmäßig über die Tage verteilt werden.

juka Siegen/Olpe. Das Gesundheitsministerium des Landes NRW hat die Impfstoffbestellungen der Krankenhäuser für die Woche vom 1. bis 7. Februar kontingentiert. Das geht aus einem Erlass hervor, der der SZ vorliegt. So kann keine Klinik in diesem Zeitraum mehr als 50 Prozent seiner Mitarbeiter impfen. Sollten Krankenhäuser mehr Dosen als für die Hälfte seiner Belegschaft geordert haben, wird die Bestellung entsprechend reduziert. Zudem wird die Menge noch einmal um die Zahl der Mitarbeiter verringert, die bereits vor dem abrupten Ende der Zulieferungen am 18. und 19. Januar ihre erste Dosis erhalten hatten.

Keine Lieferung am Mittwoch

Darüber hinaus werden am Mittwoch, 3. Februar, keine Lieferungen erfolgen und die Auslieferungen müssen gleichmäßig über die Tage verteilt werden. Massenimpfungen an einzelnen Tagen sind so nicht möglich. Offiziell begründet das Land diese Entscheidung mit Lieferschwierigkeiten beim Impfstoffhersteller. Aus diesem Grund waren am 20. Januar die Impfungen in den Kliniken und zwei Tage später in den Alten- und Pflegeheimen eingestellt worden.  Aber auch große Bestellungen von einzelnen Häusern hätten dabei eine Rolle gespielt. Denn in erster Linie sollen nach Angaben des Ministeriums momentan unter anderem Mitarbeiter geimpft werden, die beispielsweise direkten Kontakt zu Covid-Patienten haben oder regelmäßig Personen behandeln, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion besteht. Darunter falle insbesondere die Onkologie oder die Transplantationsmedizin.

Großbestellungen sind "unsolidarisch"

Vor diesem Hintergrund habe das Ministerium alle Kliniken über den Bedarf für diese Gruppe abgefragt, der in der Regel bei unter 50 Prozent gelegen hätte. Andere Häuser hätten jedoch bis zu 100 Prozent gemeldet.  „Aus Sicht des Ministeriums ist dies nicht plausibel und zudem aufgrund der begrenzten Impfstoffmengen unsolidarisch“, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber der SZ. Daher habe man sich dazu entschieden, die Lieferungen auf höchstens 50 Prozent zu begrenzen. „So ist unter den Rahmenbedingungen eine faire und nachvollziehbare Verteilung sichergestellt."

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Denn schon bei der ersten Runde war Kritik an einzelnen Kliniken aufgekommen, die Mitarbeiter über die erste Priorisierungsgruppe hinaus geimpft hatten. Auch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) waren solche Vorgänge bekannt, bei einer Sitzung des Landtages in Düsseldorf in der vergangenen Woche bezeichnete der 63-Jährige ein solches Vorgehen als „unsolidarisch“. Dem wurde durch die Entscheidung nun ein Riegel vorgeschoben.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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