Missstände in der Versorgung

 Martin Stoffel (r.) und Ann-Kathrin Kandel setzen sich mit ihrer Initiative „TheraNow“ für eine angemessene Versorgung seelisch erkrankter Menschen ein. Ihr Thema passte ins WiPs. Das Duo ist selbst betroffen. Und daher lauschte auch AWo-Einrichtungsleiter Jörg-Michael Bald (l.) den Ausführungen interessiert. Foto: Timo Karl
  • Martin Stoffel (r.) und Ann-Kathrin Kandel setzen sich mit ihrer Initiative „TheraNow“ für eine angemessene Versorgung seelisch erkrankter Menschen ein. Ihr Thema passte ins WiPs. Das Duo ist selbst betroffen. Und daher lauschte auch AWo-Einrichtungsleiter Jörg-Michael Bald (l.) den Ausführungen interessiert. Foto: Timo Karl
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tika - Es erfordert großen Mut, um aufzutreten wie Ann-Kathrin Kandel und Martin Stoffel. Das Siegerländer Duo leidet an psychischen Erkrankungen – und ist damit an die Öffentlichkeit gegangen. Um etwas zu bewegen. „Man hat natürlich Angst, sich zu öffnen, aber es muss authentisch sein, wenn man etwas erreichen will“, erklärte Stoffel am Freitag bei der Tagung des „Wittgensteiner Psychosoziales Forum“ – kurz: WiPs –, das sich für die Gleichberechtigung psychisch erkrankter Menschen in Wittgenstein einsetzt.

Seit exakt einem Jahr besteht das Forum, das in der Hand vieler Träger – darunter die Arbeiterwohlfahrt, das Sozialwerk St. Georg, die Diakonie und die evangelischen Kirchengemeinde Raumland – liegt. In regelmäßigen Abständen trifft sich das Forum mit seinen Trägern, mit Professionellen und Betroffenen zum Austausch und zum Dialog – am Freitag in den Räumlichkeiten des Wittgensteiner Technik-Service in Schameder. Auf diese Weise ist ein florierendes Netzwerk entstanden, in das die Beiträge von Stoffel und Kandel zu gut passten. Das Siegener Duo setzt sich im Rahmen von „TheraNow – Initiative für angemessene Versorgung seelisch erkrankter Menschen“ für adäquate und vor allem schnelle Therapien.

Tatsächlich ist die Lage bedenklich. Derzeit kommen auf 100.000 Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein nur 16,4 Psychotherapeuten – dies ist die schlechteste Quote in Nordrhein-Westfalen. Die Behandlungsrate liegt derzeit bei gerade einmal knapp 20 Prozent. Anders ausgedrückt: Nur jeder Fünfte bekommt die Therapie, die er eigentlich dringend benötigen würde.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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