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Spatenstich für Campus der Uni Siegen in drei Jahren
Mit dem Aufzug in die Oberstadt

Unverkennbar, die beliebten Zierkirschen am Löhrtor-Hallenbad sollen erhalten werden, ein neues Haus der Künste könnte an diesem Standort realisiert werden.
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  • Unverkennbar, die beliebten Zierkirschen am Löhrtor-Hallenbad sollen erhalten werden, ein neues Haus der Künste könnte an diesem Standort realisiert werden.
  • Foto: Uni
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mir Siegen. Die Uni kommt in die City, der Prozess bekommt Konturen: In etwa drei Jahren wird es den ersten Spatenstich geben für den (Teil-)Campus Friedrichstraße und den (Teil-)Campus Löhrtor. Kostenpunkt: ein dreistelliger Millionenbetrag. Details konnte und wollte Uni-Kanzler Ulf Richter nicht nennen. Am Freitag rang eine zwölfköpfige Jury im Gläsersaal den ganzen Tag mit sich und 13 anonymisierten Entwürfen, bis gegen 17.30 Uhr der Sieger mit der Nr. 1201 feststand.
Büro Machleidt auf dem 1. PlatzOb reiner Zufall oder nicht, hinter der Zahl verbirgt sich das Architekturbüro Machleidt aus Berlin, es ist der Uni Siegen bestens bekannt und hat schon den Bebauungsplan für den AR-Campus am Haardter Berg entwickelt und begleitet.

mir Siegen. Die Uni kommt in die City, der Prozess bekommt Konturen: In etwa drei Jahren wird es den ersten Spatenstich geben für den (Teil-)Campus Friedrichstraße und den (Teil-)Campus Löhrtor. Kostenpunkt: ein dreistelliger Millionenbetrag. Details konnte und wollte Uni-Kanzler Ulf Richter nicht nennen. Am Freitag rang eine zwölfköpfige Jury im Gläsersaal den ganzen Tag mit sich und 13 anonymisierten Entwürfen, bis gegen 17.30 Uhr der Sieger mit der Nr. 1201 feststand.

Büro Machleidt auf dem 1. Platz

Ob reiner Zufall oder nicht, hinter der Zahl verbirgt sich das Architekturbüro Machleidt aus Berlin, es ist der Uni Siegen bestens bekannt und hat schon den Bebauungsplan für den AR-Campus am Haardter Berg entwickelt und begleitet. Von daher dürften die Chancen einer Realisierung gestiegen sein. Im Vorfeld war geunkt worden, genau das werde nicht der Fall sein. Dem Büro Machleidt wird es egal sein, die preisgekrönte Arbeit wird mit 30.000 Euro honoriert.

Aufzug in die Oberstadt

Unter den zwölf Preisrichtern führte Prof. Andreas Fritzen (Stadtplaner/Architekt aus Köln) den Vorsitz. Wie verknüpfen sich die Wege durch die Stadt? Genau diese gute Verbindung zwischen der Friedrichstraße und der Oberstadt schaffe der Sieger-Entwurf, ein Aufzug wird Studenten und sonstige Fußgänger zum Theater Bruchwerk (früher Hettlage) befördern. Einen Anger ohne jeglichen Verkehr wird es geben, dort soll sich besonders intensiv universitäres Leben entfalten. Dazu gibt es noch eine breite, große Treppe. Fritzen: „Gerade dieser Teil des Entwurfs ist hervorragend umzusetzen und bringt der Entwicklung der Siegener Innenstadt enorme Vorteile.“

Aufenthalt an der Weiß

Der zweite Campus am Löhrtor wird ein besonderes Flair zur offenen Weiß hin entwickeln, gepaart mit Wegen und viel Landschaft. Fritzen: „An vielen Stellen wird die Versiegelung aufgebrochen. Wir sind sehr eindeutig für diese Idee gewesen.“ Am Standort des jetzigen Hallenbades sieht der Sieger-Entwurf ein mehrstöckiges Uni-Gebäude vor, von der Höhe her ähnlich wie das jetzige Bad gestaltet. Auf einen ganz wichtigen Aspekt machte Bürgermeister Steffen Mues aufmerksam: „Die blühenden Bäume hinter dem Bad und die alten Kastanien an der Einmündung zum Häutebachweg werden auf jeden Fall erhalten bleiben.“

Bäume am Löhrtorbad erhalten

Der 2. Platz – dotiert mit 20.000 Euro – hatte offenbar ebenfalls eine besondere Qualität, nach mehreren Beratungsrunden soll im „Fotofinish“ entschieden worden sei, ließ Richter verlauten. Auch dieser Entwurf überzeugt mit einer großen, öffentlichen Treppe, dazu einem Hochschulplatz und kleinen Gassen von der Friedrichstraße aus. Zweites Merkmal: Dieser Planer möchte ebenfalls die alte Baumstruktur am Löhrtor-Bad und gegenüber bei der jetzigen Kreishandwerkerschaft erhalten.

Haus der Künste statt Hallenbad

Überraschung: Einen der beiden dritten Plätze (je 10.000 Euro) belegte das Siegener Architekturbüro Christine Loth, beheimatet am Marburger Tor. Ihre Idee fürs Löhrtor: Ein komplexes Haus der Künste am Standort des Bades, auf der anderen Straßenseite bis zum alten SZ-Druckhaus mehrere vieleckige Bauten mit begehbaren Treppenstufen an der Weiß wie am Siegufer.
Auch auf der Seite des Löhrtor-Gymnasiums sieht diese Bildungslandschaft an der Weiß eine erlebbare Treppenanlage vor. Ein Café soll integriert werden, erreichbar vom Häutebachweg, davor könnte es einen Campusplatz geben.

Masterplan für Campus der Uni entwickeln

Wie geht es weiter? Stadtbaurat Henrik Schumann hat die Erwartung, „dass wir sehr wahrscheinlich mit dem Sieger den Masterplan weiterentwickeln und aktualisieren werden“. Ulf Richter und sein Team werden in den nächsten Tagen eruieren, wie im Sieger-Entwurf die räumlichen Bedarfe der Universität untergebracht werden können. Außerdem will die Uni in den kommenden Monaten eine Markterkundung durchführen und in einem öffentlichen Verfahren Unternehmen ansprechen, um möglichst wirtschaftlich bauen zu können. Anschließend erfolgt die städtische Bauleitplanung.
Für Bürgermeister Steffen Mues hat der städtebauliche Wettbewerb am Freitag einen Vorteil zutage gebracht: „Barrierefrei mit einem Aufzug von der Friedrichstraße in die Oberstadt zu gelangen, finde ich richtig gut.“

Unverkennbar, die beliebten Zierkirschen am Löhrtor-Hallenbad sollen erhalten werden, ein neues Haus der Künste könnte an diesem Standort realisiert werden.
An der Friedrichstraße wird die philosophische Fakultät angesiedelt, neben einer Treppe soll es einen Aufzug bis zum jetzigen Theater Bruchwerk (ehemals Hettlage) geben.
Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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