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Für ältere und eingeschränkte Menschen
Mit der Rikscha durch Siegen

Beatrix Dango von der Bürgerstiftung Siegen machte eine Probefahrt mit der ehrenamtlichen Pilotin Manuela Frettlöh.
  • Beatrix Dango von der Bürgerstiftung Siegen machte eine Probefahrt mit der ehrenamtlichen Pilotin Manuela Frettlöh.
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sp Siegen. Einsteigen, anschnallen, und los gehts: Im Siegerland sind jetzt für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität Fahrten mit einer Rikscha möglich. Die Idee ins Rollen gebracht hat der Verein Alter aktiv Siegen-Wittgenstein, der sich der weltweiten Initiative „Radeln ohne Alter“ angeschlossen hat. Das Motto: „Jeder hat ein Recht auf Wind im Haar.“
Ein bisschen Mut, Vertrauen und Abenteuerlust braucht es für eine Tour mit der Rikscha. Dank eines Motors kann nämlich ordentlich Fahrt aufgenommen werden, damit dann wirklich der Wind in den Haaren zu spüren ist. Auch die Siegerländer Berge sind damit kein Hindernis.

sp Siegen. Einsteigen, anschnallen, und los gehts: Im Siegerland sind jetzt für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität Fahrten mit einer Rikscha möglich. Die Idee ins Rollen gebracht hat der Verein Alter aktiv Siegen-Wittgenstein, der sich der weltweiten Initiative „Radeln ohne Alter“ angeschlossen hat. Das Motto: „Jeder hat ein Recht auf Wind im Haar.“
Ein bisschen Mut, Vertrauen und Abenteuerlust braucht es für eine Tour mit der Rikscha. Dank eines Motors kann nämlich ordentlich Fahrt aufgenommen werden, damit dann wirklich der Wind in den Haaren zu spüren ist. Auch die Siegerländer Berge sind damit kein Hindernis. Ein bisschen sportlich sollten die Piloten – so werden die Personen genannt, die in die Pedale treten – aber sein, sagt Klaus Reifenrath, Projektverantwortlicher von Alter aktiv.
Kommunikativ sollten die Piloten ebenfalls sein, denn die Rikscha soll nicht nur Fahrspaß bieten, sondern auch Gespräche und einen Austausch mit den Passagieren ermöglichen. Ganz nebenbei haben diese auch die Gelegenheit, von ihrem Sitz aus die Stadt Siegen und die Umgebung zu erkunden. Vor Wind, Sonne und Regen geschützt werden die Mitfahrer durch eine Haube.

Passagiere sollen sich wohl und sicher fühlen

Es handele sich zudem um eine „therapeutische Rikscha“, erklärt Reifenrath bei der offiziellen Vorstellung des Gefährts, eine Sonderanfertigung, die beispielsweise das Einsteigen erleichtert. Anschnallgurte sorgen für Sicherheit. Die Passagiere, ältere oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen, sollen sich wohl und sicher fühlen. Es geht in erster Linie um schöne und unterhaltsame Ausfahrten, um eine Auszeit vom Alltag. Das Ziel kann zum Beispiel ein Park, ein Café oder eine Kirche sein. Grenzen setzen nur die zwei Akkus für den Motor, sie haben eine Reichweite von insgesamt 60 Kilometern.
In Siegen haben bereits zwei Senioren- und Pflegeeinrichtungen Interesse an der Initiative gezeigt und Privatpersonen Bedarf angemeldet. Die Fahrten werden für die Passagiere kostenfrei sein. Wer sich in der Rikscha den Wind um die Nase wehen lassen will, der kann sich unter Tel. (01 71) 8 82 14 20 melden. Da die Rikscha in Siegen „geparkt“ wird, steht ein Shuttle-Service zur Verfügung, der Passagiere aus anderen Orten zu ihr bringt.

Ausschließlich für den guten und sozialen Zweck 

Frisch verliebte Pärchen, Touristen oder Studenten, die den Berg zur Uni auf diese besondere Weise hochfahren wollen, sind allerdings nicht die Zielgruppe. „Wir wollen keine Hochzeitsfahrten und haben kein kommerzielles Interesse“, betont der Projektverantwortliche. Der gute Zweck steht im Fokus.
Bislang haben sich neun Piloten gemeldet, die ehrenamtlich die Fahrten übernehmen wollen. Geschult werden sie in der Handhabung der Rikscha, im Umgang mit den Senioren und, wenn Bedarf besteht, auch in erster Hilfe. Manuela Frettlöh ist so eine Pilotin. Sie war Trainerin der Frauenmannschaft der Sportfreunde Siegen. Die sportlichen Voraussetzungen bringt sie also mit. „Ich fahre gerne Fahrrad und kann das eigene Hobby mit sozialem Engagement verbinden“, sagt Frettlöh zu dem Ehrenamt. Und: „Ich kenne Klaus seit 20 Jahren und habe seine vielen sozialen Projekte mitverfolgt.“ Jetzt habe sie die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten und mitzumachen.
Die Gesamtkosten für die erste Siegener Rikscha belaufen sich auf rund 10 700 Euro. Die Finanzierung wurde von der Bürgerstiftung Siegen übernommen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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