Mit Emma nach Kummerland

 Der Kaiser von China (Thomas Kahle, M.) gibt Jim Knopf (Ferdi Özten) und Lukas (Christian Steinborn, l.) einen Tipp, wo seine von der Piratenbande entführte Tochter Li Si sein könnte. Das Junge Theater Bonn präsentierte in zwei Vorstellungen im Apollo-Theater die Michael-Ende-Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.Foto: la
  • Der Kaiser von China (Thomas Kahle, M.) gibt Jim Knopf (Ferdi Özten) und Lukas (Christian Steinborn, l.) einen Tipp, wo seine von der Piratenbande entführte Tochter Li Si sein könnte. Das Junge Theater Bonn präsentierte in zwei Vorstellungen im Apollo-Theater die Michael-Ende-Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.Foto: la
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la - Es gibt Abenteuergeschichten, die faszinieren Kinder von drei bis zehn Jahren, und bei den Erwachsenen rufen sie Erinnerungen an die eigene Jugendzeit hervor. Die Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, von Michael Ende vor fast 50 Jahren geschrieben, gehört dazu. Ein Kinderbuchklassiker, der in 25 Sprachen übersetzt wurde und den die Augsburger Puppenkiste im TV zu einem Quotenrenner machte.

Moritz Seibert, Intendant des Jungen Theaters Bonn, schrieb die Bühnenbearbeitung der Geschichte vom Jungen Jim, der mit seinem Freund, dem Lokomotivführer Lukas, die Tochter des Kaisers von China, Li Si, aus der Drachenstadt Kummerland befreit. Und die beiden sichern der Lokomotive Emma eine Zukunft auf Lummerland. Die Inszenierung gastierte am Sonntagnachmittag im Siegener Apollo-Theater. Und der Andrang zur ersten Vorstellung war so groß, dass noch eine zweite angesetzt wurde. Intendant Moritz Seibert und Regisseur Andreas Lachnit hielten sich sehr eng an die Buchvorlage, was den großen Vorteil hatte, dass die meisten Kinder die Geschichte kannten und sich nicht vorm bösen Drachen Frau Mahlzahn fürchten mussten. Die Bonner, nicht zum ersten Mal im Apollo-Theater, kamen mit einer Bühnenversion, die sehr klar herausarbeitete, worum es dem Autor ging: um Mut, um Freundschaft und zum Schluss Jims Erkenntnis, dass es nicht darauf ankommt, zu erfahren, wer seine Mutter ist, sondern dass er von Frau Waas geliebt wird.

Die Mischung aus Schauspiel und Gesang (musikalische Leitung und Choreografie Bernard Niemeyer) war ganz auf das sehr junge Publikum zugeschnitten. Mit relativ einfachen Mitteln und Licht- und Diaeffekten schuf die rumänische Bühnenbildnerin Laurentiu Tuturuga eine Kulisse, die mal Lummerland, mal Chinas Hauptstadt Ping war und dann der Vulkan, auf dem der kleine Drache Nepomuk und der Scheinriese Tur Tur wohnten. Ferdi Özten war der Junge Jim Knopf, der auf der Suche nach seiner Identität war, sein Freund, Lukas der Lokomotivführer, Christian Steinborn. Gleich in mehreren Rollen waren zu erleben: Jan Hermann (König Alfons, Frau Mahlzahn, PiPaPo), Thomas Kahle (Kaiser von China, Herr Ärmel), Andrea Brunetti (Frau Waas, Nepomuk), Katharina Felschen (Prinzessin Li Si, Ausrufer) und Sandra Kernenbach (Herr Tur Tur). Ein spielfreudiges Ensemble, das sich den reichlichen Schlussapplaus mehr als verdient hatte. Und weil in jeder Geschichte das Gute nicht fehlen darf, dankte der Drache Frau Mahlzahn Jim und Lukas dafür, dass sie ihn nicht getötet hatten, um die Prinzessin zu befreien. Denn er durfte nun zum goldenen Drachen der Weisheit werden. Aus dem Bösen wurde der Gute.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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