Mit Entspannung gegen Isolation

Verein für interkulturellen Austausch von Deutschen aus Russland ins Leben gerufen

Siegen. Das von Deutschen aus Russland organisierte Familientreffen »Erlebnisse in der Natur« war die erste öffentliche Veranstaltung des neu gegründeten »Vereins für interkulturellen Austausch«. Dieses Treffen wurde im Rahmen des Programms zum friedlichen Zusammenleben (Stadt Siegen) gefördert. Es handelt sich um eine Veranstaltung, bei der die Familien verschiedener Herkunft sich bei der friedlichen, unbeschwerten und gleichzeitig sinnvollen Freizeitgestaltung begegneten. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sport, Spiel und der ganzen Bandbreite der kulturellen Möglichkeiten bestimmte den Charakter dieses Angebotes, wobei jede Familie durch Ideen und Anregungen ihre eigenen Wünsche mit einbringen konnte.

Das sorgfältig geplante Programm setzte sich aus zwei Hauptteilen zusammen, wobei sich die Teilnehmer ihr Können und Wissen in sportlicher und kreativer Hinsicht zu Nutze machten. Doch zuvor bekamen sie professionelle Unterstützung von aus verschiedenen Städten Deutschlands angereisten Überlebenstrainern. Im intensiven Training wurden die Handlungskompetenzen bei der aktiven Gestaltung der Freizeit vermittelt. Nach einer Ruhepause ging es hart zur Sache: die Teilnehmer mussten alles geben, um zu zeigen, wie gut sie Feuer legen, ein Zelt aufbauen, klettern, Knoten binden, sich mit Karte und Kompass orientieren und einem Verletzten Erster Hilfe leisten können.

Nach dem Abendessen ging es zum kulturellen Teil über. »Leben einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald – das ist unsere Sehnsucht« – so lautete das Motto des Abends. An dieser Stelle war die künstlerische Gabe der Familien und einzelner Teilnehmer gefragt, die man in kleineren Darbietungen aller Art (Singen, Tanzen, Gedichte, Witze, kleine Theaterstücke) bewundern konnte. Danach folgte die Siegerehrung für die besten Ergebnisse der sportlichen und kulturellen Leistungen. Abgeschlossen wurde der Tag mit dem Musikabend des Akkordeon-Viruosen Alexander Schmidt und der Disco »Auf den Wellen meiner Erinnerungen«, bei der sich Jung und Alt auf die größten Hits aller Zeiten freuen durften. Die Familien genossen den abwechslungsreichen Tag in vollen Zügen. Der Verein für interkulturellen Austausch versteht sich als eine Form der gesellschaftlichen Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlichster Herkunft zur Verhinderung der Isolation der Einwanderer und für vollständige Integration der neuen deutschen Bürger durch eigene Initiative und gemeinschaftliche Hilfe. Die Mitglieder des Vereins setzen sich vor allem ein für ein glückliches Zusammenleben in der Bundesrepublik. Das Ziel soll erreicht werden durch die Förderung des kulturellen Austauschs mit dem Zweck, die Begegnung zwischen Kulturen zu einem Prozess der gegenseitigen geistigen Bereicherung zu machen.

Für 2001 stehen Bildungsseminare, Theaterbesuche, Musikabende, Kanutouren und ein Selbstbehauptungstraining auf dem Plan. Zudem bietet der Verein die Möglichkeit, in seinem Sprachclub die Kommunikation in deutscher Sprache zu verbessern. Außerdem können die Einwanderer die Beratung bei der beruflichen Orientierung in Anspruch nehmen. Die Interessenten können sich an die Beratungsstelle für Aussiedler beim Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (Sandstraße 12, 57072 Siegen) wenden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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