Mit verbesserten Tragen das Tragen leichter machen

DRK und Feuerwehr: Studie für Rettungsdienste erstellt

kk Siegen. Viele Deutsche werden von Rückenschmerzen geplagt. Besonders heftig fallen diese aus, müssen häufig schwere Lasten mit Muskelkraft bewegt werden. Das ist beispielsweise bei Krankentransporten der Fall. Die Tragen wiegen mitsamt Fahrgestell bis zu 50 kg und auch die Patienten sind nicht immer Leichtgewichte. Bleibt das Fahrgestell am Treppenabsatz zurück, haben die Träger in der Regel über 100 kg Gewicht zu halten und zu bewegen.

Wie genau es um die Belastung der Beschäftigten in diesem Berufsfeld bestellt ist und ob Tragen verschiedener Hersteller besondere Vorzüge oder Nachteile aufweisen, wollten der heimische Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Feuerwehr Siegen genauer wissen. Sie wandten sich ans Fachgebiet Ergonomie/Arbeitswissenschaft der Universität Siegen. Dessen Leiter, Prof. Dr.-Ing. Helmut Strasser, und Dr. Karsten Kluth wurden aktiv.

Sechs Monate lange wurden Situationen simuliert. Zwölf Testpersonen von DRK und Feuerwehr standen zur Verfügung. Es ging treppauf und treppab. Gemessen wurden sowohl die Herzfrequenz bei verschiedenen Tragetätigkeiten und Geschwindigkeiten als auch die Belastung von insgesamt sechs Muskelpartien. Ergebnis laut Kluth: »Tragen ist eine äußerst anstrengende Tätigkeit.« Unabhängig davon, von welchem Hersteller die benutzte Trage stammt.

Um Vor- und Nachteilen der Tragen auf die Spur zu kommen, mussten Experten wie Testpersonen ins Detail gehen. Schließlich war es Hauptziel der Studie, Verbesserungsmöglichkeiten an Tragen herauszukristallisieren und – in einem ersten Schritt – den Verantwortlichen beim Neukauf stichhaltige Entscheidungshilfen an die Hand zu geben. Drei Modelle standen für die Untersuchung zur Verfügung. Unter verschiedensten Gesichtspunkten wurde diesen auf den Zahn gefühlt. Es ging beispielsweise um die Gestaltung der Tragegriffe. Die einen waren rund und im wahrsten Sinne des Wortes handlich, der andere eher eckig und kantig. Zwei Tragen ließen sich recht komfortabel und mit geringer Belastung für die Träger in den Rettungswagen schieben, die andere verlangte den Einsatzkräften reichlich Kraftaufwand ab.

Die Ergebnisse der umfangreichen Studie wurden in Wort und Grafik festgehalten und sind sowohl bei der Feuerwehr Siegen als auch beim DRK-Kreisverband erhältlich.

DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Henze zur Studie, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: »Man muss nicht nur richtig tragen lernen, es kommt auch auf die Tragen an.« Über diese sind die Verantwortlichen der Rettungsdienste nun gut im Bild. Doch nicht nur bei Neubestellungen werden die Ergebnisse der Studie hilfreich sein. Vor allem die Hersteller können der Lektüre so manche Optimierungsvorschläge für ihr Produkt entnehmen. Die einen eben weniger, der andere eben mehr. Schließlich geht es nicht nur um die Gesundheit der Mitarbeiter der Rettungsdienste, sondern auch um die Sicherheit der Patienten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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