„Mocki“ gewann viel Respekt

 Miguel Rigau gab alles, aber am Ende fehlte eine Zehntelsekunde. Foto: birke

sz - Sabrina Mockenhaupt wollte kein „Hasenfuß“ sein und stellte sich nur neun Wochen nach ihrer Mittelfuß-Operation in Heidelberg und erst drei Wochen nach Wiederaufnahme des Trainings tapfer der Konkurrenz über 5000 m bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Nürnberg. In dem Lauf konnte sie nicht gewinnen, aber gewonnen hat die laut „Süddeutscher Zeitung“ immerhin „populärste deutsche Langstrecklerin“ trotzdem jede Menge: vor allem nämlich Respekt vor dieser charakterlichen Leistung. Nach dem Lauf nahm die Obersdorferin die neue Meisterin Alina Reh vom TSV Erbach mit auf die Ehrenrunde und gratulierte von Herzen: „Da ich Alina als eine ganz tolle Athletin ansehe und mich freue, dass wir endlich nochmal ein so tolles Nachwuchstalent in Deutschland haben, habe ich mich auch gestern als faire Verliererin verhalten.“ Doch nach nur einem Testrennen über 10 km und erst drei Trainingswochen fehlte der für die LG Sieg startenden Multi-Championesse am Samstag einfach noch die nötige Tempo-Härte. Immerhin hielt sie im Spurt den Rest des Feldes auf Distanz und holte sich in 16:10,16 Minuten die Silbermedaille.

Doch Wachablösungen wird es irgendwann immer mal geben. So dominierte auf der 3000-m-Hindernisstrecke die aus Ehringshausen im Dillkreis stammende Gesa Felicitas Krause souverän mit großem Vorsprung und pulverisierte in 9:32,20 Minuten zudem den 13 Jahre alten Meisterschaftsrekord. Gesa Felicitas Krause, die jetzt für Eintracht Frankfurt startet, reiste direkt aus einem Höhentrainingslager in der Schweiz ins Frankenland an. Die 22-jährige rechnet sich bei der EM in Peking Endlaufchancen aus. 2012 war sie bei der Leichtathletik-EM in Helsinki (nachträglich) Dritte und bei den Olympischen Spielen in London Achte geworden.

Ansonsten waren sowohl Teilnahme als auch Ausbeute heimischer Leichtathleten dünn gesät. Der seit vielen Jahren für LT DSHS Köln startende Miguel Rigau, der die Leichtathletik nur noch im „Nebenjob“ betreibt, verpasste als Neunter in den 400-m-Vorläufen knapp das Finale. 47,13 Sekunden waren genau eine Zehntelsekunde zu langsam für eine Endkampfqualifikation. Aber der gebürtige Dahlbrucher stellte sich trotzdem in den Dienst des Vereins und belegte mit der 4x100-m-Staffel der Kölner Platz 12 (41,17 Sek.) und mit der 4x400-m-Staffel Platz 4 (3:13,47 Min.). Zum 400-m-Vorlauf sei auch noch Jonas Mockenhaupt von der LG Sieg erwähnt, dessen 48,07 Sekunden zum 15. Platz reichten.

Bei den Staffeln trumpften auch die schnellen Mädchen des CLV Siegerland auf. Verena Klein, Nina Braun, Jennifer Köhne und Schlussläuferin Laura-Sophie Großhaus löschten mit 46,37 Sekunden den 22 Jahre alten Kreisrekord der LG Kindelsberg Kreuztal um genau fünf Hundertstelsekunden aus. Das bedeutete in der Addition der Zeitendläufe den sehr guten 6. Platz. Nicht minder stark waren die Sprinterinnen des SC Olpe! Johanna Heuel, Julia Springob, Marie Ries und Sophia Werthenbach wurden in 47,21 Sekunden achtbeste Staffel in Nürnberg!

Ebenfalls Achte bei den Männern wurden die Sprinter der LG Kindelsberg Kreuztal, die in 40,86 Sekunden Saisonbestzeit erreichten. Am Start waren Nils Löcher, Yannik Loth, Andre Rumpf und Gassimou Kake. Den 9. Platz verbuchte derweil das 4x400-m-Quartett der LG Sieg. Michelle Schneider, Lena Kühn, Julia Trapp und Sarah Eichenauer erreichten nach 4:38,84 Minuten das Ziel.

Nicht so zufrieden mit dem Abschneiden in Nürnberg war die SG Wenden, die mit drei Läufern ins Frankenland gereist waren, die jedoch allesamt hinter ihren Möglichkeiten blieben. Florian Herr blieb im 800-m-Vorlauf in 1:54,57 Minuten um über drei Sekunden hinter seiner Bestzeit zurück und belegte so nur Platz 23. Über 5000 m erreichte Niklas Bühner in 14:50,01 Minuten ebenfalls nur Platz 19, und Vereinskollege Ejob Solomun musste nach rund 3000 Metern sogar aufgeben. Auch Trainer Egon Bröcher hatte kurz nach dem Rennen noch keine Erklärung parat.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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