Moderate Erhöhung

Ensembleprobe an der Fritz-Busch-Musikschule, deren Angebot durchweg als qualitativ und quantitativ hochwertig angesehen wird. Gestritten wurde gestern im Kulturausschuss über das Maß der kommenden Entgelterhöhung. Foto: ciu
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ciu Siegen. Zum 1. August sollen die Entgelte für Angebote der Fritz-Busch-Musikschule Siegen erhöht werden. Und zwar so, wie Leiterin Angelika Braumann gestern im städtischen Kulturausschuss sagte, dass „der monatliche Sprung für niemanden zu hoch“ werde. Bewusst habe man sich daher gegen eine pauschale Erhöhung in Prozenten entschieden, auch um gerade den Einzelunterricht nicht zu teuer werden zu lassen. Vermieden werden solle damit auch, dass auf die Entgelterhöhung (nach vier Jahren zum ersten Mal wieder) eine vermehrte Zahl von Abmeldungen aus finanziellen Gründen folge.

Durch die Erhöhung, heißt es in der entsprechenden Verwaltungsvorlage, würden für 2010 Mehreinnahmen von 5000 Euro und für 2011 von 12 000 Euro erwartet. Zu wenig, meinte die CDU und beantragte eine Entgelterhöhung von durchweg 10 Prozent.

Ein Vorschlag, den auch Ingrid Tielsch (UWG) „mittragen könnte“, wie sie sagte; schließlich wolle die Stadt auch künftig das gesamte Angebot der Musikschule erhalten. Eigentlich von der Fraktion gebunden, der Vorlage zuzustimmen, sprach sich FDP-Mann Frieder Stöcker für die 10-Prozent-Erhöhung aus – aus haushaltspolitischen Gründen und auch aus der Sorge heraus, die Musikschule könne „vor dem Aus“ stehen.

Indessen: Der CDU-Antrag scheiterte, wenn auch knapp. Dagegen stimmten die Vertreter von SPD, Grünen und Linken, die sich zuvor in ihren Redebeiträgen auf die Seite der Verwaltung geschlagen hatten. So unterstrichen sowohl die Sozialdemokratin Traute Fries als auch der Grüne Raimund Klauser als auch der Linke Bernhard Nolz, wie wichtig es sei, auch Kindern und Jugendlichen aus finanzschwächeren Familien den Zugang zur Musikschule leicht zu machen und eben nicht pauschal zu erhöhen.

Angelika Braumann warb für die moderate Anhebung der Entgelte auch mit diesem Argument: Sollten Schüler aus finanziellen Gründen vom Einzelunterricht abgemeldet werden, blieben die Personalkosten („90 Prozent der Gesamtkosten“) unverändert hoch. Einfach kündigen – das gehe nicht, seien doch viele Lehrende seit 20, 25 Jahren bei der Stadt beschäftigt. „Das wäre dann ein doppeltes Minus.“Abschließend beschlossen wird die neue Entgeltordnung am 19. Mai im Rat; am 5. Mai wird der Haupt- und Finanzausschuss seine Empfehlung abgeben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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