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"Christoph 25" landet ab sofort in 60 Metern Höhe
Modernster Hubschrauber-Landeplatz Europas

Der „Christoph 25“ wird im Dreiländereck NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz eingesetzt – an 365 Tagen im Jahr.
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  • Der „Christoph 25“ wird im Dreiländereck NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz eingesetzt – an 365 Tagen im Jahr.
  • Foto: Hartmut Reeh
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

kay Siegen. Der seit über 35 Jahren am Siegener Diakonie-Klinikum stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 25“ hat ein neues Zuhause. Der Standort für das bekannte, blitzgelbe Fluggerät der ADAC-Luftrettung befindet sich ab sofort in 60 Metern Höhe – eben auf dem Dach des Jung-Stilling-Krankenhauses an der Wichernstraße. Immerhin 6,3 Millionen Euro wurden in den derzeit modernsten Hubschrauber-Landeplatz Europas investiert.

Geld, das in die Hand genommen werden musste, wie Pilot und Stationsleiter Markus Scheld der SZ erklärt: Das 1982 auf dem Rosterberg in Betrieb genommene Luftrettungszentrum oberhalb des Krankenhauses war in die Jahre gekommen, entsprach nicht mehr den baulichen Mindestanforderungen und den damit einhergehenden Standards eines modernen Luftrettungszentrums.

kay Siegen. Der seit über 35 Jahren am Siegener Diakonie-Klinikum stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 25“ hat ein neues Zuhause. Der Standort für das bekannte, blitzgelbe Fluggerät der ADAC-Luftrettung befindet sich ab sofort in 60 Metern Höhe – eben auf dem Dach des Jung-Stilling-Krankenhauses an der Wichernstraße. Immerhin 6,3 Millionen Euro wurden in den derzeit modernsten Hubschrauber-Landeplatz Europas investiert.

Geld, das in die Hand genommen werden musste, wie Pilot und Stationsleiter Markus Scheld der SZ erklärt: Das 1982 auf dem Rosterberg in Betrieb genommene Luftrettungszentrum oberhalb des Krankenhauses war in die Jahre gekommen, entsprach nicht mehr den baulichen Mindestanforderungen und den damit einhergehenden Standards eines modernen Luftrettungszentrums. Zuletzt, 2017, bröckelten sogar Verbundsteine aus der Landefläche. Eine Lösung musste her. „Aufgrund einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2009 war der bisherige Standort von den Aufsichtsbehörden nur noch geduldet“, so Scheld. Nach der Auswertung einer Machbarkeitsstudie fiel die Entscheidung zugunsten des Neubaus der Station auf dem Krankenhausdach. Landedeck, Hangar, Betankungsanlage, Löschanlage, Unterkünfte für die Crew und alle weiteren Standortbereiche entsprechen nun, nach knapp zwei Jahren Bauzeit und Provisorium, den Paragrafen.

Wege erheblich kürzer geworden

Mehr noch: Gut 230 Tonnen Stahl und Aluminium wurden verbaut, das 44 Meter lange und 28 Meter breite „Christoph 25“-Domizil mit 1200 Quadratmetern Nutzfläche ist ein solides Fundament dafür, dass die Crew ihren Job noch besser und schneller erledigen kann. Die Wege für Patienten, Ärzte und Rettungssanitäter zwischen Landeplatz und neu gebautem Aufzug zum Inneren des Krankenhauses sind erheblich kürzer geworden. Wichtig mit Blick auf den Faktor Zeit.

Die hat das „Christoph 25“-Team nämlich so gut wie nie. Die in Schichten arbeitende, wechselnde Crew hat drei Arbeitgeber: Die drei Piloten werden von der ADAC-Luftrettung gestellt, die in Summe 14 mitfliegenden Notärzte arbeiten beim Diakonie-Klinikum, Abteilung Anästhesie, und die neun begleitenden Luftrettungs-Assistenten werden von der hauptamtlichen Wache der Siegener Feuerwehr gestellt. Eine bunte Truppe, zugleich eine hochprofessionelle, eingespielte Mannschaft. Die jede Menge zu tun hat.

1300 bis 1400 Einsätze pro Jahr

Seit Indienststellung hat der „Christoph 25“ abertausende Male schnelle Hilfe von oben gebracht. Scheld: „Im Schnitt werden von der Wichernstraße aus pro Jahr 1300 bis 1400 Einsätze geflogen.“ Der Hubschrauber wird über die Grenzen der Bundesländer hinweg in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz eingesetzt – an 365 Tagen im Jahr besteht Einsatzbereitschaft, von früh morgens um sieben Uhr bis Sonnenuntergang. Scheld: „In vielen Notsituationen ist der Helikopter das schnellste und mitunter einzige Rettungsmittel, um rasche Hilfe leisten zu können!“

Also noch einmal der Faktor Zeit: „In lediglich zwei Minuten ist die Crew bei sogenannten Notfalleinsätzen startklar und kann zum Einsatzort abheben“, so Markus Scheld weiter. Wertvolle Minuten werden so eingespart, „die über Leben oder Tod des Patienten entscheiden können“.

Flüge zwischen Kliniken

Und: Da sind die Flüge zwischen den Kliniken, bei denen Organe, Blutkonserven oder wichtige Medikamente transportiert werden müssen. Die Flugzeiten können sich dabei wahrlich sehen lassen: Ziele in einer Entfernung von 70 Kilometern Luftlinie werden in 20 Minuten erreicht, für eine Strecke von 50 Kilometern benötigt „Christoph 25“ etwa 15 Minuten.

Der „Christoph 25“ wird im Dreiländereck NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz eingesetzt – an 365 Tagen im Jahr.
Der „Christoph 25“ wird im Dreiländereck NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz eingesetzt – an 365 Tagen im Jahr.
Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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