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Keine Mitarbeiter in Kurzarbeit
Möbelriese setzt auf "Click-and-Collect"

Wo vor der Pandemie noch die Menschen in langen Schlangen vor den Kassen standen, stehen nun die fertig konfektionierten Bestellungen parat, bevor diese zur Abholung durch die Kunden in Richtung Warenausgang gebracht werden.
  • Wo vor der Pandemie noch die Menschen in langen Schlangen vor den Kassen standen, stehen nun die fertig konfektionierten Bestellungen parat, bevor diese zur Abholung durch die Kunden in Richtung Warenausgang gebracht werden.
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kay Siegen. In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Zahlen von Online-Käufen weltweit in die Höhe geschnellt, die globalen Marktführer wie Amazon und Co. verbuchen enorme Gewinnsteigerungen. Davon kann der lokale Einzelhandel nur träumen – größtenteils mussten die Ladenlokale zu Beginn des neuerlichen Lockdowns ihre Pforten schließen. Vereinzelt besteht für den Kunden die Möglichkeit, Waren vorzubestellen, sich zusenden zu lassen oder kontaktlos abzuholen.

Auf Letzteres setzt auch die vom Lockdown betroffene Ikea-Filiale des Möbelriesen mit ihrem „Click-and-Collect“-Angebot. Waren können gegen eine Service-Gebühr über die Webseite online eingekauft und die Bestellungen zum Wunschtermin im Einrichtungshaus abgeholt werden.

kay Siegen. In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Zahlen von Online-Käufen weltweit in die Höhe geschnellt, die globalen Marktführer wie Amazon und Co. verbuchen enorme Gewinnsteigerungen. Davon kann der lokale Einzelhandel nur träumen – größtenteils mussten die Ladenlokale zu Beginn des neuerlichen Lockdowns ihre Pforten schließen. Vereinzelt besteht für den Kunden die Möglichkeit, Waren vorzubestellen, sich zusenden zu lassen oder kontaktlos abzuholen.

Auf Letzteres setzt auch die vom Lockdown betroffene Ikea-Filiale des Möbelriesen mit ihrem „Click-and-Collect“-Angebot. Waren können gegen eine Service-Gebühr über die Webseite online eingekauft und die Bestellungen zum Wunschtermin im Einrichtungshaus abgeholt werden. Die Ikea-Mitarbeiter stellen vor der Abholung die Artikel für die Kunden zusammen und bereiten alles so vor, dass die Bestellung nahezu kontaktlos in Empfang genommen werden kann – das spart Zeit und ist sicher. Den Service bot das Unternehmen bereits vor der Corona-Pandemie an. Seit den ersten Geschäftsschließungen im vorigen Jahr und aktuell während des zweiten Lockdowns wird das Angebot immer stärker in Anspruch genommen.

Die Siegener Zeitung hat bei dem Möbelriesen auf dem Heidenberg vorbeigeschaut und nachgefragt. „Uns liegt sehr viel an der Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter. Wir wollen durch unser Click-and-Collect-Angebot eine mögliche Infektion mit Covid-19 minimieren“, so IKEA-Vertriebsleiter Shenja Gerlitz. Man kann heute für den laufenden Tag buchen oder für einen Termin in den nächsten Tagen. Um 8 Uhr wird begonnen, die Ware rauszugeben, das letzte Zeitfenster für eine Abholung liegt zwischen 18 und 19 Uhr. Und die Nachfrage nach Waren des Möbel-Giganten ist groß. Von kleinen Einrichtungs- und Dekorationsartikeln und Küchenzubehör bis hin zu Möbelstücken alles ist dabei.

Viele Menschen haben die Zeit des Lockdowns genutzt, um zu Hause Ordnung zu schaffen, neue Einrichtungsideen umzusetzen und ihr heimisches Umfeld neu zu gestalten. Aber auch das Thema Homeoffice war besonders groß – deutschlandweit haben viele Arbeitnehmer ihr häusliches Arbeitsumfeld neu einrichten müssen oder je nach Anforderung optimiert. Bei einem Rundgang durch das Einrichtungshaus wurde sofort sichtbar, dass tatsächlich großer Wert auf Infektionsschutz und die Sicherheit der Mitarbeiter gelegt wird. Es herrschte emsiges Treiben, mit Schutzmasken und Warnwesten ausgestattete Mitarbeiter eilten durch die Gänge und zwischen den meterhohen Regalen umher – alles ohne direkten Kontakt zu den Kollegen.

"Wir machen das Beste aus der Situation"

Inga Zieseniß, Chefin der Siegener Ikea-Niederlassung, zeigte sich ein wenig stolz und trotz der widrigen Bedingungen zufrieden mit der momentanen Situation: „Wir sind froh, dass wir alle Mitarbeiter weiter beschäftigen können und uns nicht in Kurzarbeit befinden – alle haben etwas zu tun, die Umsätze passen.“ Das 1943 in Schweden gegründete Möbelhaus hat weltweit mit seinen 433 Filialen davon abgesehen, Sozialleistungen für seine 211 000 Mitarbeiter in Anspruch zu nehmen. „Und so soll das nach Möglichkeit auch bleiben“, fügte Inga Zieseniß hinzu. „Die Zeit heute ist eine ganz andere als vor der Pandemie. Mitarbeiter, die noch vor einem Jahr beispielsweise im Verkauf tätig waren, werden jetzt übergreifend auch in anderen Bereichen eingesetzt – an Arbeit mangelt es für niemanden“, erläuterte Shenja Gerlitz im Gespräch. War ein Mitarbeiter vor Corona noch im hauseigenen Restaurant beschäftigt, so hat dieser nun neue Aufgaben, wie zum Beispiel das „Einkaufen“ und Zusammenstellen der Waren für den Kunden. Von Stillstand keine Spur. Die Zeit wird genutzt, um kleinere Renovierungsarbeiten durchzuführen, die in der Vergangenheit zu kurz gekommen sind. 

Die Chefin des Einrichtungshauses blickt trotz allem positiv in die Zukunft: „Wir machen das Beste aus der Situation. Wir sammeln neue Erfahrungen und passen diese an die momentane Lage an.“ Dauerhaft abfinden wird man sich mit der Situation natürlich nicht – die Planungen für eine baldige Wiederöffnung sind in vollem Gange. Hier hofft man auf den 1. Februar, wenn es die Corona-Lage zulässt.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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