Möwen an Siegens neuen Ufern

Eine eindrucksvolle Flugschau zeigten die beiden Möwen im Bereich der Oberstadtbrücke. Die Artbestimmung ist bei Möwen nicht ganz einfach. Gleich mehrere Möwen-Experten wurden von der SZ befragt. Der Jungvogel im dunklen Gefieder gehört wahrscheinlich auch zu den Silbermöwen. Foto: Dirk ManderbachBei dem erwachsenen Vogel handelt es sich um eine Silbermöwe. Foto: Dirk Manderbach
  • Eine eindrucksvolle Flugschau zeigten die beiden Möwen im Bereich der Oberstadtbrücke. Die Artbestimmung ist bei Möwen nicht ganz einfach. Gleich mehrere Möwen-Experten wurden von der SZ befragt. Der Jungvogel im dunklen Gefieder gehört wahrscheinlich auch zu den Silbermöwen. Foto: Dirk ManderbachBei dem erwachsenen Vogel handelt es sich um eine Silbermöwe. Foto: Dirk Manderbach
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dima - Eisvögel, Gebirgs- und Bachstelzen, Graureiher und Stockenten zählen mittlerweile zwischen Oberstadtbrücke und Reichwaldsecke zum gefiederten Stammpersonal. Am Mittwoch konnte man aber eine neue und sogar maritime Vogelart mit großer Flügelspannweite und kräftigem Schnabel an Siegens neuen Ufern beobachten. Zwei bussardgroße Silbermöwen zogen ihre Kreise über der Sieg, flogen mit Taubenschwärmen zwischen Oberstadtbrücke und Reichwaldsecke, kreisten über dem Herrengarten und landeten schließlich auf den neuen Inseln inmitten des Fließgewässers.

Diese Vögel fachgerecht „anzusprechen“, also ihre Artnamen herauszufinden, ist bei Möwen nicht immer ganz einfach. Außerhalb der Brutzeit präsentieren sie sich im schlichten „Ruhekleid“, und Jungvögel sehen ihren Eltern in den ersten Jahren nur entfernt ähnlich. Das Federkleid eines adulten, also erwachsenen Tieres trug nur einer von beiden Vögeln. Gelbe Beine, hellgraue Oberseite, roter Fleck auf dem Unterschnabel: Das ist eine Silbermöwe.

Wesentlich komplizierter war die Bestimmung der dunkel gefärbten Möwe. Die SZ wandte sich an Michael Frede von der Biologischen Station des Kreises, der wiederum weitere Möwen-Experten befragte. Ergebnis bis Redaktionsschluss: Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine junge Silbermöwe. Aber auch eine Mittelmeermöwe sei noch im Gespräch, so Frede. Dunkle Schwanzbinde, lange Beine und einen schwarzen Schnabel zählte der Ornithologe als deren Erkennungsmerkmale auf. Mittelmeermöwen werden erst seit den 1990er-Jahren als eigene Art von anderen Möwenarten unterschieden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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