Montaplast-Streit eskaliert

 Die Diskussion um die Firma Montaplast hat eine neue Dimension erreicht: Bürgermeister Brato unterstellt den Morsbachern, dass ihre Pläne nur heiße Luft sind. Foto: thor
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thor - Von einem Paukenschlag zu sprechen, wäre in diesem Fall allein deshalb eine Untertreibung, weil es gleich zwei sind: Die Firma Montaplast, die seit Monaten wegen ihres Logistiklagers und des damit verbundenen Lkw-Verkehrs in der Kritik steht, hat am Donnerstag verkündet, in Bruche einen Produktionsstandort mit rund 400 Arbeitsplätzen aufbauen zu wollen. Parallel dazu hat Bürgermeister Bernd Brato diese Verlautbarung buchstäblich in ihre Einzelteile zerrissen: „Dummes Zeug.“ Wenn das zutreffe, „dann kündige ich Ihnen hiermit an, dass ich nächste Woche in der Oberliga Fußball spiele“, so der Betzdorfer Verwaltungschef gegenüber der SZ.

Dabei liest sich die offizielle Pressemitteilung von Montaplast wie die Lösung aller Probleme. Im Rahmen einer Neustrukturierung der Arbeitsprozesse sei die Verlagerung von Teilen der Produktion vom Hauptstandort Morsbach an den Standort Betzdorf geplant. In den ehemaligen Hallen von Wolf-Garten soll sukzessive eine Ersatzteil- und Kleinserienproduktion aufgebaut werden, heißt es in dem Schreiben. Dazu habe man am Mittwoch eine neue Bauvoranfrage eingereicht. Zudem sollen ab August keine Nachtfahrten von Lkw mehr stattfinden.

Bratos Bemerkungen im Gespräch mit der SZ sind nun allein deshalb schon sehr bemerkenswert, weil er sich selbst für seine Verhältnisse sehr weit aus dem Fenster lehnt. Jedenfalls ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, dass er den Verantwortlichen von Montaplast noch nicht einmal von seinem Stuhl bis zur Schreibtischkante traut: „Das ist alles nur Geblase.“ Ein ausführlicher Bericht findet sich in der Freitagsausgabe der SZ.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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