Mordkommission aufgestockt

 Der Regionalzug der Hessischen Landesbahn steht momentan in einer Werkstatt in Siegen und wird dort untersucht (l.). Mindestens einer der Gully-Deckel durchschlug am Samstagmorgen in Raumland die Frontscheibe des Schienenfahrzeugs (r.). Fotos: dpa   Der Regionalzug der Hessischen Landesbahn steht momentan in einer Werkstatt in Siegen und wird dort untersucht (l.). Mindestens einer der Gully-Deckel durchschlug am Samstagmorgen in Raumland die Frontscheibe des Schienenfahrzeugs (r.). Fotos: dpa
  • Der Regionalzug der Hessischen Landesbahn steht momentan in einer Werkstatt in Siegen und wird dort untersucht (l.). Mindestens einer der Gully-Deckel durchschlug am Samstagmorgen in Raumland die Frontscheibe des Schienenfahrzeugs (r.). Fotos: dpa Der Regionalzug der Hessischen Landesbahn steht momentan in einer Werkstatt in Siegen und wird dort untersucht (l.). Mindestens einer der Gully-Deckel durchschlug am Samstagmorgen in Raumland die Frontscheibe des Schienenfahrzeugs (r.). Fotos: dpa
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vö - Die feige Gully-Deckel-Attacke auf einen Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) in Raumland stellt die Ermittler, das Unternehmen und nicht zuletzt die Bevölkerung in Bad Berleburg weiter vor große Rätsel. Denn: Noch fehlt eine heiße Spur zu den Tätern. „Der entscheidende Hinweis war aus jetziger Sicht noch nicht dabei“, sagte Thomas Hess von der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein auf SZ-Anfrage.

Um den Fahndungsdruck zu erhöhen, sei die ermittelnde Mordkommission auf 20 Beamte aufgestockt worden, teilte Thomas Hess mit. Zudem seien Kollegen des Landeskriminalamtes (LKA) hinzugezogen worden, um weitere Spuren am Tatort zu sichern und um bereits gesicherte Spuren auszuwerten. Thomas Hess betonte aber diesem Zusammenhang, dass weiterhin keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag oder einen politischen Hintergrund vorlägen. Dies war eine von mehreren Theorien, über die die „Bild-Zeitung“ in ihrer Montags-Ausgabe spekuliert hatte. Wie aus Ermittlerkreisen durchsickerte, erscheint die Terrorismus-Variante ebenso unwahrscheinlich wie ein sogenannter Dumme-Jungen-Streich – irgendwo dazwischen bewegen sich Polizei und Staatsanwaltschaft.

„Wir ermitteln weiter in alle Richtungen und haben derzeit keinerlei Hinweise, dass es eine politisch motivierte Tat wäre“, sagte auch Staatsanwalt Philipp Scharfenbaum auf Anfrage. Die Hoffnung auf Zeugen habe man längst nicht aufgegeben. „Jeder Hinweis kann uns weiterbringen.“ Die Behörden gehen weiterhin von einem Mordversuch in Raumland aus.

Auch die Hessische Landesbahn (HLB), die die Bahnstrecke zwischen Erndtebrück und Siegen nach Betzdorf im Auftrag des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) bedient, bezog am Montag deutlich Position: „Das war ein ungeheuerlicher Anschlag, bei dem bewusst der Tod eines Menschen in Kauf genommen wurde. Es handelt sich um keinen sogenannten Dumme-Jungen-Streich. Da ist jemand geplant und mit krimineller Energie vorgegangen. Wir sind sehr betroffen und erschrocken“, sagte HLB-Sprecherin Sabrina Walter auf Anfrage. „Wir würden gern wissen, ob es uns zufällig getroffen hat oder die HLB bewusst geschädigt werden sollte.“ Ein Erpresser- oder Bekennerschreiben liege aber nicht vor.

Der Lokführer erlitt laut HLB einen mittelschweren Schock. Er sei krankgeschrieben und erhole sich derzeit zu Hause. Betreut werde er vom Notfall-Management des Unternehmens.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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