Appell der Kreisverwaltung
Mund-Nasen-Schutz ab Jahrgangsstufe 5

Auch wenn es hinderlich ist: Die Schüler der weiterführenden Schulen soll am besten zum ihrem Schutz und zum Schutz anderer die Maske tragen.
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  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Siegen/Bad Berleburg. Die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein empfiehlt dringend allen Schülern ab der Jahrgangsstufe 5, im Unterricht ab sofort wiedereine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen: „Während in der ersten Phase der Pandemie ab Ende Februar vor allem ältere Menschen sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, stellen wir in der aktuellen Situation fest, dass gerade auch viele Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter positiv auf das Corona-Virus getestet werden“, begründet Landrat Andreas Müller den Appell: „Das hat gravierende Auswirkungen auf den regulären Schulbetrieb, aber auch auf die Arbeit des Kreisgesundheitsamts.“

Risiko einer Corona-Ansteckung minimieren

Seitdem die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht aufgehoben wurde, ist das Kreisgesundheitsamt gezwungen, im Fall einer Infektion eines einzelnen Schülers den ganzen Klassenverband in Quarantäne zu schicken. „Das“, so Amtsleiter Dr. Christoph Grabe, „entspricht auch der aktuellen Empfehlung des RKI, Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation im Fall einer bestätigten Corona-Infektion unabhängig von der individuellen Risiko-Ermittlung unter Quarantäne zu stellen.“
Durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht sei das nicht mehr nötig. „Damit wird auf der einen Seite das Ansteckungsrisiko vermindert. Auf der anderen Seite müssen wir dann nicht mehr die gesamte Klasse, sondern lediglich die Sitznachbarn im direkten Umfeld – also enge Kontaktpersonen – unter Quarantäne stellen“, betont Dr. Grabe.
„Damit wird der reguläre Unterricht deutlich weniger beeinträchtigt, als das im Moment der Fall ist“, ergänzt Andreas Müller. Zugleich werde damit die Zahl der Personen deutlich verringert, die sich unter Überwachung des Kreisgesundheitsamts befinden. „Das entlastet die Kolleginnen und Kollegen und ermöglicht ihnen, sich auf ihre vordringlichen Aufgaben wie die Ermittlung von Kontaktpersonen von Infizierten zu konzentrieren“, so der Landrat.

Landrat Andreas Müller hofft auf Verantwortungsbewusstsein

Andreas Müller hatte am Donnerstagmittag die Bürgermeister über seine geplante Empfehlung informiert. Er macht zudem noch einmal deutlich, dass es sich bei seinem Appell zum jetzigen Zeitpunkt nicht um eine verpflichtende Verordnung im Sinne des Infektionsschutz-Gesetzes handele, sondern um eine sehr dringende Empfehlung: „Ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der Schulen und Schülerinnen und Schüler. Wir haben in den letzten Wochen festgestellt, dass Dutzende Schulklassen und damit hunderte Schülerinnen und Schüler unter Quarantäne gestellt werden mussten. Durch umsichtiges Handeln – gerade unserer älteren Schülerinnen und Schüler – können wir das künftig vermeiden. Deshalb setze ich auf ihre Einsicht und würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele ältere Kinder und Jugendliche diesem wirklich dringenden Appell folgen.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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