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Hygieniker Dr. Andreas Farnschläder
Mund-Nasen-Schutz hat nach wie vor höchste Priorität

Dr. Andreas Farnschläder, Hygieniker am St.-Marien-Krankenhaus in Siegen, sieht im Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die größte Sicherheit, um sich nicht mit dem Corona-Virus anzustecken.
  • Dr. Andreas Farnschläder, Hygieniker am St.-Marien-Krankenhaus in Siegen, sieht im Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die größte Sicherheit, um sich nicht mit dem Corona-Virus anzustecken.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

kalle Siegen. „AHA“. Das ist seit Beginn der Coronakrise im Frühjahr nicht mehr nur ein Ausruf der Verwunderung, sondern vielmehr die Abkürzung für die wichtigsten Schutzregeln mitten in der Pandemie: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Alltagsmaske tragen. Erst vor kurzem erweiterte Gesundheitsminister Jens Spahn das Regel-Trio um einen vierten, elementaren Schutzbaustein: So ist bei „AHAL“ das L für regelmäßiges Lüften von großer Bedeutung für jeden, der sich in geschlossenen Räumen aufhält.
Mund-Nasen-Schutz sinnvolles Mittel gegen Corona
Klar, hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus gibt es nicht. Aber mit einfachen „AHAL“-Maßnahmen lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich senken. Wichtig zu wissen: Das Coronavirus überträgt sich als Tröpfchen-Infektion.

kalle Siegen. „AHA“. Das ist seit Beginn der Coronakrise im Frühjahr nicht mehr nur ein Ausruf der Verwunderung, sondern vielmehr die Abkürzung für die wichtigsten Schutzregeln mitten in der Pandemie: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Alltagsmaske tragen. Erst vor kurzem erweiterte Gesundheitsminister Jens Spahn das Regel-Trio um einen vierten, elementaren Schutzbaustein: So ist bei „AHAL“ das L für regelmäßiges Lüften von großer Bedeutung für jeden, der sich in geschlossenen Räumen aufhält.

Mund-Nasen-Schutz sinnvolles Mittel gegen Corona

Klar, hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus gibt es nicht. Aber mit einfachen „AHAL“-Maßnahmen lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich senken. Wichtig zu wissen: Das Coronavirus überträgt sich als Tröpfchen-Infektion. Beim Niesen, Husten und Sprechen werden kleinste Tröpfchen ausgestoßen. Wenn sie mit Atemschleimhäuten anderer Menschen in Kontakt kommen, können sie die Krankheit übertragen.
Das höchste Risiko besteht bei direktem Kontakt zwischen Menschen – und den besten Schutz für den Fall der Fälle bietet noch immer der Mund-Nasen-Schutz, so Dr. Andreas Farnschläder, Krankenhaushygieniker am St.-Marien-Krankenhaus, mit dem die SZ über sinnvolle, einfach umzusetzende Hygienemaßnahmen für den Alltag sprach.
Für Dr. Farnschläder spielt das Tragen der Maske die größte Rolle für einen guten Eigenschutz: Der Mund-Nasen-Schutz senkt die Wahrscheinlichkeit stark, dass man jemanden ansteckt oder auch angesteckt wird.
Die Ausrede, so der Hygieniker weiter, dass man, wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr, schlecht an schützende Masken komme, zieht nicht mehr. Mittlerweile seien die Vorräte längst aufgefüllt, und jedermann bekommt in Drogerien, Apotheken und selbst beim Discounter die Schutzmasken in allen Farben und Formen. Sich zeitig und ausreichend zu bevorraten, „ist nun wirklich sehr einfach zu bewerkstelligen!“

Aerosol-Teilchen schweben Stunden bis Tage in der Luft

Dr. Farnschläder kann auch aus medizinischer Sicht die Vorbehalte in Teilen der Bevölkerung gegen die Maske nur schwer nachvollziehen bzw. das Negieren der Maskenpflicht ganz klar nicht nicht tolerieren. Außer es würden gesundheitliche Risiken dagegen sprechen.
Der Mediziner betont, dass auch bei großen Menschenansammlungen das Tragen der Schutzmasken sehr sinnvoll sei, „etwa in belebten Fußgängerzonen“. Auch Dr. Farnschläder drängt also auf Abstand: Genügend Entfernung zueinander gelte es immer und überall einzuhalten, um besagter Tröpfcheninfektion entgegenzuwirken. „Die Aerosole werden an der frischen Luft quasi vom Winde verweht, was eine Ansteckung unwahrscheinlicher macht.“ Und umgekehrt: „Jetzt im Herbst, wenn die Menschen sich wieder mehr in den Räumen aufhalten, es kälter wird und die Fenster geschlossen bleiben, steigt das Ansteckungsrisiko“.
Mittlerweile, fasst zum Beispiel die Deutsche Apotheken-Zeitung in einem aktuellen Corona-Bericht zusammen, sei das Gros der Forschergemeinde der Überzeugung, dass neben Schmierinfektionen – etwa beim Nutzen derselben Türklinke – Tröpfchen und die noch kleineren Aerosol-Partikel die entscheidende Rolle bei der Übertragung von Sars-CoV-2 spielen. Die Aerosol-Teilchen können Stunden bis Tage in der Luft schweben.
Er selbst, so Dr. Farnschläder abschließend, sieht „gerade in unserer Region eine große Disziplin bei den Menschen. Es wäre ratsam, diese Disziplin aufrecht zu erhalten, bis ein Impfstoff am Markt ist!“

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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