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Masken gefragt wie nie - und nirgends zu bekommen
Mundschutz läuft beim Waschen ein

Versuche, beispielsweise in einem Siegener Krankenhaus, Mundschutzmasken nach dem Gebrauch zu waschen und zurück in den normalen Kreislauf zu geben, scheiterten. Der Mundschutz lief einfach ein.
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  • Versuche, beispielsweise in einem Siegener Krankenhaus, Mundschutzmasken nach dem Gebrauch zu waschen und zurück in den normalen Kreislauf zu geben, scheiterten. Der Mundschutz lief einfach ein.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Karl-Hermann Schlabach (Redakteur)

kalle Siegen. Der Mundschutz in Coronazeiten ist so wichtig wie die Butter auf dem Brot. Immer häufiger sieht man Menschen mit Masken durch die Stadt huschen. So schützen sie sich selbst – und sie schützen andere. Eine sinnvolle Maßnahme. Denn beim Sprechen, Husten oder Niesen werden Tröpfchen freigesetzt. Wenn man etwa ein Stück Tuch vor dem Mund hat, werden die großen Tröpfchen abgefangen. Doch woher bekommt man einen passenden Mundschutz? In der Hirsch-Apotheke an der Koblenzer Straße hängt ein Schild im Fenster. Darauf wird verwiesen, dass man keinen Mundschutz im Angebot hat. Auch bei der Drogerie Müller in der City-Galerie winkt man ab. Zwar tragen die Mitarbeiter alle einen Mundschutz, ansonsten ist der Laden leergefegt. Die begehrten Masken sind nicht zu haben.

kalle Siegen. Der Mundschutz in Coronazeiten ist so wichtig wie die Butter auf dem Brot. Immer häufiger sieht man Menschen mit Masken durch die Stadt huschen. So schützen sie sich selbst – und sie schützen andere. Eine sinnvolle Maßnahme. Denn beim Sprechen, Husten oder Niesen werden Tröpfchen freigesetzt. Wenn man etwa ein Stück Tuch vor dem Mund hat, werden die großen Tröpfchen abgefangen. Doch woher bekommt man einen passenden Mundschutz? In der Hirsch-Apotheke an der Koblenzer Straße hängt ein Schild im Fenster. Darauf wird verwiesen, dass man keinen Mundschutz im Angebot hat. Auch bei der Drogerie Müller in der City-Galerie winkt man ab. Zwar tragen die Mitarbeiter alle einen Mundschutz, ansonsten ist der Laden leergefegt. Die begehrten Masken sind nicht zu haben. Bei „dm“ an der Siegbrücke kann man sich schon gar nicht mehr erinnern, wann man den letzten Mundschutz im Angebot hatte.

Doch was tun in der Notlage? Einen Versuch, den Mundschutz häufiger nutzen zu können, hat man bei einigen Krankenhäusern in der Krönchenstadt initiiert. Dabei konnten, so erfuhr die SZ, keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden. Aus einem Mundschutz für Erwachsene wurde nach der Wäsche bei über 100 Grad ein Mundschutz für Kinder. Die Dinger sind schlicht und einfach eingelaufen.

Desinfektionsmittel riecht "katastrophal"

Auch bei einem anderen Thema hatte man Hoffnung, im Selbstversuch professionelle Lösungen zu produzieren, etwa Desinfektionsmittel. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte zum Beispiel dem St.-Marien-Krankenhaus 1000 Liter Alkohol spendiert. Daraus sollte die Krankenhausapotheke Desinfektionsmittel herstellen. Die Versuche sind angelaufen. Wie in einer Alchemistenküche wurden die Ingredienzien gemischt. Das Ergebnis: Die zusammengebraute Mischung desinfiziert zwar, riecht aber so katastrophal schlecht, dass man es nicht einsetzen kann. Wie aus dem Apothekenumfeld zu hören war, sei es eher als „Brechmittel“ einsetzbar.

Übrigens: Scherzbolde hatten auch die beiden Siegener Traditionsfiguren Henner und Frieder auf der Oberstadtbrücke jeweils mit einem Mundschutz versehen. Da hatten die Fußgänger wenigsten für ein paar Sekunden ein Lächeln auf dem Gesicht.

WHO stellt Nutzen des Mundschutzes infrage

Dagegen ein ernst gemeinter Nachtrag: Die Weltgesundheitsorganisation teilte jetzt mit, dass sie im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus keinen Nutzen im allgemeinen Tragen eines Mundschutzes sieht. Bleibt die Frage: Was soll man denn nun machen?

Versuche, beispielsweise in einem Siegener Krankenhaus, Mundschutzmasken nach dem Gebrauch zu waschen und zurück in den normalen Kreislauf zu geben, scheiterten. Der Mundschutz lief einfach ein.
Auf der Oberstadtbrücke in Siegen waren bis Montag Henner und Frieder (Foto) mit einem Mundschutz ausgestattet.
Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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