Musik für Kinder in Not

Ansteckend begeisternd: der Gospelchor Go Spirit. Foto: soph

soph Siegen. Die Kindernothilfe feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dies nahm sich der Arbeitskreis Siegerland zum Anlass und veranstaltete am Sonntag ein Jubiläumskonzert in der Martinikirche Siegen. Der Gospelchor Go Spirit unter Leitung von Johannes Kabilka und der brasilianische Barocktrompeter Dirceu Braz, begleitet von Christine Keller am Piano, sorgten für ein unterhaltsames musikalisches Programm.

Mit barocken Klängen, zum Teil modern inszeniert, begeisterte Braz vom ersten Stück an. Mit wunderbar reinen, klaren Tönen brachte er die Stücke der alten Meister wie Händel und Mozart in die gut besuchte Martinikirche. Louis Armstrong trifft in einer Interpretation auf Händel, und Braz sorgt mit kehlig gesungenem Klang für einige Lacher im Publikum, während der „Dialogue d’amour“ einmal ganz anders zu hören ist. Nebenbei erzählt der brasilianische Musiker von seinem Straßenkinderprojekt, das mit dem Erlös aus der Veranstaltung gefördert werden soll: „Wenn man einem Kind hilft, dann hilft man Generationen.“

Wolfgang Hobinka vom Arbeitskreis Kindernothilfe Siegen berichtete von der Arbeit der Kindernothilfe. Mittlerweile werde weltweit 568 000 Kindern in über 1000 Projekten geholfen, eines davon ist „Kinder des Bürgerkrieges“ in Ruanda, das mit dem Konzert unterstützt werden sollte. Durch Selbsthilfegruppen wird dort das zerstörte Verhältnis der Menschen untereinander wieder verbessert. Um die Spendenbereitschaft der Besucher zu steigern, legten sich die Mitglieder von Go Spirit mächtig ins Zeug. Bereits nach dem ersten Stück war das Eis gebrochen – der Klassiker „Amazing Grace“ wurde einfach schön gesungen, mit einem tollen Solo von Andrea Müller. Einige englische Texte wurden für das Publikum übersetzt, um den Inhalt der Stücke zu verdeutlichen. Bei „Celebrate“ merkte man den Sängern den Spaß allein durch den Körpereinsatz an. Bei einem Medley aus drei alten Spirituals kitzelte der Chor die Musikalität der Siegerländer heraus. Sopran, Alt und Bass übernahmen je ein Lied, und das Publikum wurde kurzerhand ebenfalls den drei Stimmlagen zugeteilt – das gewagte Experiment funktionierte tatsächlich, der Funke war längst übergesprungen!

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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