Musik macht glücklich

Afrikanische Einflüsse: „The Very Best Of Black Gospel“ gingen den Ursprüngen ihrer Musik nach. Foto: ba
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ba Siegen. „Are you ready for gospel music?“ Welch eine Frage! Natürlich waren die rund 250 Zuschauer, die Samstagabend den Weg in den Leonhard-Gläser-Saal der Siegerlandhalle gefunden hatten, bereit für das mitreißende Konzert eines der besten Gospelchöre der Welt. Und während draußen wieder die Schneeflocken wirbelten, heizten „The Very Best Of Black Gospel“ ihrem Publikum so richtig ein.

Die Botschaft von der „Guten Nachricht“, dem „Good Spell“ (Gospel), stand im Vordergrund der weltweit besten Gospelsängerinnen und -sänger, die sich entschlossen haben, gemeinsam ihre Leidenschaft und Hingabe zu Gott und zur Musik zu leben. So dauerte es auch nicht lange, bis der Funke übergesprungen war, und bereits bei „He’s Got The Whole World In His Hand“, einem Klassiker der Gospelmusik, sang das Publikum begeistert mit und ließ sich auf einen kleinen internen Wettstreit der Saalhälften ein. „Who is better?“, wollte Ron Jackson wissen, der durchaus Entertainerqualität bewies und das letzte Sängerpotenzial aus den Siegenern herauskitzeln wollte.

Doch Show allein ist nicht alles, was „The Very Best Of Black Gospel“ zeigen wollten. Zwar bebte die Bühne beim absoluten Power-Song „Down By The River“, aber in erster Linie ging es darum, ein spirituelles Erlebnis mit dem Publikum zu teilen. So glänzte Steve Spradley mit den gefühlvollen Songs „Amazing Grace“ und „Nobody Knows The Trouble I’ve Seen“.

Black Gospel – das sollte an diesem Abend auf der Bühne gelebt werden. Und das ging natürlich nicht ohne afrikanische Inspirationen. Mit farbenfrohen Kostümen und viel Schwung rissen die Musiker unter der musikalischen Leitung von Gregory M. Kelly ihre Zuhörer mit und überzeugten durch enormes Stimmvolumen und außergewöhnliches A-cappella-Talent. Immer wieder blitzte auch der Humor der Interpreten hervor, die das Publikum stets in das musikalische Geschehen einbezogen.

Trotz aller Freude wurde auch ein Blick zurück auf die problematischen Zeiten im Zusammenleben von Schwarzen und Weißen geworfen. Zeiten, in denen ein fröhlicher gemeinsamer Abend wie dieser nicht möglich gewesen wäre. Deshalb erinnerte Ron Jackson mit dem Protestsong „We Shall Overcome“ an jene Männer, die für die amerikanischen Bürgerrechte Hoffnungsträger waren und sind: Martin Luther King Jr. und Barack Obama.Hoffnung, Freude und Liebe – drei Dinge, die wichtig sind im Leben. Drei Dinge, die „The Very Best Of Black Gospel“ zum Abschluss ihres zweistündigen Konzerts ihrem Publikum mit auf den Weg geben wollten. Mit „Oh Happy Day“ und einem Lied über die Liebe beendeten sie ihr Gospelkonzert, gingen durch die Zuschauerreihen und schüttelten ihrem Publikum zum Abschied die Hände. Schön! Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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