„Musik spielt in Arbeitsgruppen“

Über den Zweckverband wurde die Bewerbung für das LEADER-Programm maßgeblich nach vorne getrieben. Jetzt soll die Lokale Aktionsgruppe aber unabhängig agieren. Archivfoto: Björn Weyand
  • Über den Zweckverband wurde die Bewerbung für das LEADER-Programm maßgeblich nach vorne getrieben. Jetzt soll die Lokale Aktionsgruppe aber unabhängig agieren. Archivfoto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

bw - Noch ist die LAG, die Lokale Aktionsgruppe zur Umsetzung des LEADER-Programms in Wittgenstein, gar nicht gegründet, da scheint die Organisationsstruktur auf eine Menge Unverständnis zu stoßen. Nicht nur äußerten einige Kommunalpolitiker, vor allem aus dem Berleburger Raum, vor einer Woche in der Versammlung des Zweckverbandes ihren Unmut darüber, dass die Aktionsgruppe unabhängig von den politischen Gremien des Zweckverbands sowie der Kommunen agieren solle. „Wir dürfen zahlen, aber andere dürfen entscheiden“, brachte es Eberhard Friedrich (CDU) auf den Punkt.

Scheinbar wundern sich nicht nur Politiker über die Struktur der LAG, sondern auch Vereinsvertreter und Bürger, die sich im bisherigen Verlauf dafür engagiert haben, dass Wittgenstein als LEADER-Region ausgewählt worden ist – und eine Fördersumme von 2,3 Mill. Euro erhält, die sich aus anderen Töpfen noch steigern ließe. Auch die engagierten Bürger sollen im Leitungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe keinen Platz finden. Einem Vereinsvertreter stieß das recht übel auf: Die Bürger hätten sich in den Workshops stark eingesetzt, über die Projekte entscheiden dürften jetzt freilich andere. Da sei durchaus fraglich, was Verbandsvorsteher Karl Ludwig Völkel damit gemeint habe, wenn er betonte, die Umsetzung des LEADER-Programms müsse bürgerschaftlich vonstatten gehen.

Genau das präzisierte der Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück auf SZ-Anfrage. Jeder könne weiterhin in der Lokalen Aktionsgruppe mitarbeiten – zu jedem der vier Handlungsfelder werde, so Völkel weiter, ein Arbeitskreis gebildet. „Da spielt die Musik und es kann jeder mitmachen“, versicherte der Verbandsvorsteher. Allerdings müsse auch ein Entscheidungsgremium gebildet werden – und dort ist offenbar dann kein Platz für Ratsmitglieder oder Vereinsvertreter. Karl Ludwig Völkel nannte auch einen Grund dafür: Es sei schwierig, Ratsmitglied X und Vereinsvertreter X in dieses Leitungsgremium zu berufen, während Ratsmitglied Y und Vereinsmitglied Y nicht dabei wären. Denn zu groß soll die Lenkungsgruppe auch nicht werden.

Die werde statt dessen mit Vertretern von Institutionen besetzt: Sparkasse, Volksbank sowie Industrie- und Handelskammer, Diakonisches Werk und Kirchenkreis etc. Auch die drei Bürgermeister. Somit sei das Leitungsgremium mit den Vertretern besetzt, „die das Ganze im Blick haben müssen“. Entscheidungen in einer Art Vollversammlung mit Vertretern aus allen Dörfern und beteiligten Vereinen seien sicherlich schwieriger zu bewerkstelligen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.