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Weihnachtsgeschenke-Flop
Nach dem Fest ist vor dem Umtausch

Olga Morash hält einen dicken Stapel mit Geschenkgutscheinen in der Hand. Die gingen kurz vor Weihnachten nicht so gut weg wie in den Jahren vor Corona. „Wir haben in der City-Galerie deutlich weniger Gutscheine vor Weihnachten verkauft als sonst“, sagt Centermanager Wladimir Senkewitsch. Online sei der Gutschein-Verkauf hingegen deutlich besser gelaufen.
  • Olga Morash hält einen dicken Stapel mit Geschenkgutscheinen in der Hand. Die gingen kurz vor Weihnachten nicht so gut weg wie in den Jahren vor Corona. „Wir haben in der City-Galerie deutlich weniger Gutscheine vor Weihnachten verkauft als sonst“, sagt Centermanager Wladimir Senkewitsch. Online sei der Gutschein-Verkauf hingegen deutlich besser gelaufen.
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ap Siegen. Mit Bedacht und Liebe ausgesucht – und doch passiert es nicht selten, dass ein Weihnachtspräsent nicht gefällt. „Ein generelles Umtauschrecht gibt es in diesem Falle nicht“, betont Julian Sturm von der Verbraucherzentrale Siegen. Vielmehr seien Käufer auf die Kulanz des Händlers angewiesen.
Keine Pflicht zum Umtausch
Der Umtausch ist gesetzlich klar geregelt: Wer trotz der Einschränkungen die Weihnachtsgeschenke auch in diesem Jahr lieber im stationären Handel besorgt hat, muss bei Rückgaben auf freundliches Entgegenkommen hoffen. Denn Händler sind nicht verpflichtet, im Laden gekaufte Waren zurückzunehmen, wenn sie nicht beschädigt sind. Heißt: Gefällt ein Geschenk einfach nicht, ist das kein ausreichender Grund.

ap Siegen. Mit Bedacht und Liebe ausgesucht – und doch passiert es nicht selten, dass ein Weihnachtspräsent nicht gefällt. „Ein generelles Umtauschrecht gibt es in diesem Falle nicht“, betont Julian Sturm von der Verbraucherzentrale Siegen. Vielmehr seien Käufer auf die Kulanz des Händlers angewiesen.

Keine Pflicht zum Umtausch

Der Umtausch ist gesetzlich klar geregelt: Wer trotz der Einschränkungen die Weihnachtsgeschenke auch in diesem Jahr lieber im stationären Handel besorgt hat, muss bei Rückgaben auf freundliches Entgegenkommen hoffen. Denn Händler sind nicht verpflichtet, im Laden gekaufte Waren zurückzunehmen, wenn sie nicht beschädigt sind. Heißt: Gefällt ein Geschenk einfach nicht, ist das kein ausreichender Grund.

„Viele Geschäfte nehmen die Ware trotzdem zurück, um ihre Kunden nicht zu verlieren“, weiß Sturm. Auf welche Art sie ihren Kunden dann entgegenkommen, kann aber ganz individuell sein – beispielsweise in Form eines Gutscheins oder Ersatzware, im besten Fall gibt es das Geld zurück.
Der Tipp der Verbraucherzentrale: Vor dem Kauf genau absprechen, ob die Ware zurückgegeben werden kann, wenn sie nicht gefällt. Am besten lässt man sich das auf dem Kassenzettel schriftlich festhalten. „Dann hat man eine vertragliche Vereinbarung, worauf man sich beziehen kann“, so Sturm.

Was brauche ich für einen Umtausch?

Wenn ein Händler das ungeliebte Geschenk auf Kulanzbasis zurücknimmt, wird in der Regel ein Kassenzettel verlangt. Selbst wenn die Ware mangelhaft ist (Reklamation), muss ein Nachweis erbracht werden, dass die Ware in dem jeweiligen Geschäft erworben wurde. Das muss aber nicht unbedingt ein Kassenbeleg sein. „Auch ein Nachweis über die Kreditkartenabrechnung ist beispielsweise zulässig.“

Was kann nicht umgetauscht werden?

Es gibt verschiedene Geschenke, die grundsätzlich nicht umgetauscht werden können. „Klassiker, die vom Widerruf ausgeschlossen sind, sind Sachen, die individuell für einen Kunden angefertigt wurden“, weiß der Leiter der heimischen Verbraucherberatung. Das kann zum Beispiel ein selbstbedrucktes T-Shirt oder ein Maßanzug sein. Auch verderbliche Ware, Hygieneartikel und Präsente, bei denen die Versiegelung zerstört wurde oder Gebrauchsspuren ersichtlich sind, sind vom Umtausch ausgeschlossen.

Das gilt für Online-Käufe

Wurde das Präsent im Internet gekauft, ist die Rückgabe deutlich einfacher als im Geschäft. „Wichtig ist hierbei, dass man schnell ist“, betont Sturm. Fast jeder online abgeschlossene Vertrag kann nämlich innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, indem die Ware zurückgeschickt wird.

... und wie sieht es aus mit Gutscheinen?

Wer sich den Umtausch-Ärger ersparen will, greift gerne zu Gutscheinen. So können sich die Beschenkten selbst etwas aussuchen. Doch einen kleinen Haken hat auch dieses Präsent: Gutscheine sind nicht ewig gültig. „Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gilt in der Regel eine allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren“, erklärt Sturm.

Ist die Frist abgelaufen, kann man zwar nicht mehr die Einlösung des Gutscheins verlangen, hat aber laut Verbraucherzentrale einen Anspruch darauf, dass der Geldwert des Gutscheins (gegebenenfalls abzüglich entgangenen Gewinns des Händlers) erstattet wird.

Geht der Anbieter hingegen pleite – was in der Pandemiezeit nicht selten vorkommt –, haben Gutscheinbesitzer einfach nur einen hübschen Zettel. Sturm: „Bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann ein Gutschein nicht mehr eingelöst werden.“ Zwar könne man eine Forderung anmelden – jedoch mit ungewissem Ausgang, ob und wie viel man zurückbekommt.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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