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Weihnachtsbaumverkauf boomt
Nachfrage bereits zu frühem Zeitpunkt extrem hoch

Der Weihnachtsbaumverkauf ist in diesem Jahr gut angelaufen, die heimischen Verkäufer haben alle Hände voll zu tun.
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juka Siegen/Olpe. Echte Nadeln oder Plastik, Nordmanntanne oder Fichte, selbst geschlagen oder gekauft? Die Wahl des richtigen Weihnachtsbaums ist oft schon eine Art Glaubensfrage. Und besonders in diesem Jahr dürfte dieser Thematik eine große Bedeutung zukommen. Schließlich werden Winterurlaube aufgrund der Situation die absolute Ausnahme bleiben und somit mehr Zeit in den eigenen Wänden herbeiführen.Und da möchten es sich viele natürlich so gemütlich wie möglich machen. Das merken auch die heimischen Weihnachtsbaumhändler, die gut zweieinhalb Wochen vor dem Fest alle Hände voll zu tun haben. „Der Verkauf ist sehr gut angelaufen“, freut sich Klaus Reichling von Weihnachtsbaum Reichling in Elben (Gemeinde Wenden). Besonders am 2. Advent sei bereits richtig was los gewesen.

juka Siegen/Olpe. Echte Nadeln oder Plastik, Nordmanntanne oder Fichte, selbst geschlagen oder gekauft? Die Wahl des richtigen Weihnachtsbaums ist oft schon eine Art Glaubensfrage. Und besonders in diesem Jahr dürfte dieser Thematik eine große Bedeutung zukommen. Schließlich werden Winterurlaube aufgrund der Situation die absolute Ausnahme bleiben und somit mehr Zeit in den eigenen Wänden herbeiführen.Und da möchten es sich viele natürlich so gemütlich wie möglich machen. Das merken auch die heimischen Weihnachtsbaumhändler, die gut zweieinhalb Wochen vor dem Fest alle Hände voll zu tun haben. „Der Verkauf ist sehr gut angelaufen“, freut sich Klaus Reichling von Weihnachtsbaum Reichling in Elben (Gemeinde Wenden). Besonders am 2. Advent sei bereits richtig was los gewesen. Im Vergleich zu den Vorjahren ein eher untypischer Zeitpunkt. „Da ging es so um den 10. Dezember und den 3. Advent erst richtig los. Aber man merkt, dass die Leute auch jetzt schon teilweise ihre Bäume aufstellen“, hat Reichling, der das Geschäft zusammen mit seinem Vater Franz-Josef (81) führt, festgestellt. Er geht zudem insgesamt davon aus, in diesem Jahr mehr Bäume an Privatkunden zu verkaufen als im Vorjahr.

Fehlender Urlaub steigert Nachfrage

Eine Begründung hat der Fachmann auch parat. „Es gab immer viele Menschen, die über Weihnachten oder Silvester verreist sind und für die es sich nicht gelohnt hat, für zwei Tage einen Baum aufzustellen. Das ist in diesem Jahr anders“, führt Reichling die große Nachfrage auf Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück. Besonders bei Familien mit kleineren Kindern sei die Vorfreude auf Weihnachten groß. „Das ist schön zu sehen.“Auf den Verkauf an sich hat Corona derweil keinen großen Einfluss. „Die Kunden sind sehr diszipliniert, halten sich gut an die Regeln“, zeigt Reichling auf. Einzig der normalerweise obligatorische Verkauf von Glühwein und Waffeln muss ausfallen. Um beim sich anbahnenden Zulauf an den Wochenenden Abstände zu gewährleisten, weicht das Geschäft freitags (ab 15 Uhr) bis sonntags zudem auf den knapp 500 Meter entfernten Schützenplatz in Elben aus.

Nordmanntanne bleibt an der Spitze

Der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen bleibt dabei die Nordmanntanne. Laut des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger (BVWE) nimmt der 80 Prozent des Marktanteils in Anspruch, dahinter folgt mit 15 Prozent die Blaufichte. Eine Einschätzung, die sich auch mit den Erfahrungen von Klaus Reichling deckt. Die Rotfichte und weitere Arten landen abgeschlagen dahinter. Doch warum ist die im Vergleich zu anderen Möglichkeiten teurere Nordmanntanne so beliebt? „Sie ist vor allem deshalb populär, weil sie sehr gleichmäßig wächst und die besonders gefragte Dichte an Ästen aufweist“, erklärt Weihnachtsbaumerzeuger Benedikt Schneebecke. „Ihr besonderes Merkmal ist aber die lange Haltbarkeit, sie verliert selbst nach mehreren Wochen in beheizten Räumen nur wenige Nadeln“, so Schneebecke.

Weihnachtsbaum im Topf

Wer eine kleinere Lösung bevorzugt, kann auch auf Weihnachtsbäume im Topf setzen. „Je kleiner der Baum, desto weniger Wurzeln werden verletzt und umso größer ist die Anwuchschance“, erklärt Martin Rometsch vom BVWE gegenüber der SZ. Die meisten Bäume seien allerdings nur ausgestochen, sodass die Wurzeln durchtrennt seien. „Besonders gut eignen sich daher Blaufichten als sogenannte Flachwurzler, da hier die Wurzeln, im Gegensatz zur Nordmanntanne, ohne allzu großen Schaden mit dem Spaten abgetrennt werden können“, erläutert Rometsch. Allerdings müsse ein Baum im Topf permanent gewässert und gepflegt werden. Gelingt dies, sei er aber auch mehrere Jahre haltbar, hält Rometsch fest. Aber unabhängig von Zahlen und Fakten bleibt die Suche nach dem passenden Weihnachtsbaum eben auch besagte Glaubensfrage...

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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