Nachschliffe von berühmten Diamanten ausgestellt

 Museumleiter Achim Heinz präsentiert den Cullinan I, das Replikat des derzeit größten geschliffenen Diamanten der Welt. Foto: rita
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rita - Diamanten sind für viele Menschen der Inbegriff von Reinheit, Beständigkeit und Hochwertigkeit. Der Schleifmeister Rudolf Dröschel aus Idar-Oberstein hatte es sich daher zur Aufgabe gemacht, die bekanntesten Diamanten aus Bergkristall nachzuschleifen. So entstand eine Sammlung perfekt geschliffener Replikate, die zu den größten der Welt zählt. Im Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen in Sassenroth ist diese Sammlung nun ausgestellt – und noch bis zum 3. August zu besichtigen.

Der größte und auffälligste von allen Stücken ist sicherlich der Cullinan I, von dem es noch weitere Geschwister-Exemplare gibt. Der Cullinan-Rohdiamant wurde 1905 in der „Premier Mine“ 30 Kilometer östlich von Pretoria in Südafrika gefunden und wies im Rohzustand 3106 Karat (621 Gramm) auf. Den Rohdiamanten bekam der britische König Edward VII. zum 66. Geburtstag geschenkt. Er übertrug der Firma Asscher Diamond Corporation in Amsterdam den Schleifauftrag. Als Joseph Asscher die Klinge ansetzte, um den Stein mit einem Schlag zu spalten, brach sie ab. Der zweite Versuch gelang – und Asscher fiel in Ohnmacht. Der Stein wurde in 105 lupenreine Diamanten bester Qualität zerteilt und geschliffen. Cullinan I – auch bekannt als „Der große Stern von Afrika“ – ist der bisher größte geschliffene Diamant der Welt, hat die Form eines Tropfens und weist 74 Facetten auf. Er wurde ins königlichen Zepter eingearbeitet und ist im Londoner Tower zu sehen.

Der Swan (Schwan), ein hellgelber Stein mit 36 Karat, stammt aus Indien und wurde einst von Königin Isabella von Spanien (1451 bis 1504) zur Finanzierung der vermeintlichen Seereise nach Indien von Christoph Kolumbus verpfändet. Der Stein gehörte zu den Kronjuwelen verschiedener europäischer Länder und ist heute im Besitz der kanadischen Firma Henry Morgan mit Sitz Montreal.

Diese – und viele weitere – Steine samt deren Geschichten faszinieren Museumsleiter Achim Heinz an dieser Ausstellung, die  eine Leihgabe des Kristallmuseums Riedenburg ist.

Außer montags kann die Ausstellung täglich von 10 bis 12 sowie von 14 bis 17 Uhr in Augenschein genommen werden. Die Geschichten zu den Steinen können die Besucher ebenfalls nachlesen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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