Natürliche Geburt fördern

Dr. Thomas Schäfer (Mitte) und Hebamme Hannelore Groos-Azzolina (r.) sahen sich mit Jenny Langenbach (l.) und ihrem vier Tage alten Sohn Finn einen der neuen Kreißsäle an.  Foto: tiho
  • Dr. Thomas Schäfer (Mitte) und Hebamme Hannelore Groos-Azzolina (r.) sahen sich mit Jenny Langenbach (l.) und ihrem vier Tage alten Sohn Finn einen der neuen Kreißsäle an. Foto: tiho
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tiho Siegen. Die 2006 begonnene Neustrukturierung und Erweiterung des Untersuchungs- und Behandlungsbereichs im St.-Marien-Krankenhaus ist nun fast abgeschlossen. Im neuen Anbau wurde neben dem Zentral-Operationsbereich, der Zentral-Endoskopie und der zentralen Notaufnahme auch der Bereich Geburtshilfe mit mehreren Kreißsälen und Kaiserschnitt-OP vollständig erneuert. Wo sich früher die „normalen“ Operationssäle befanden, wurde alles komplett entkernt, um Platz für die neue Entbindungsstation zu schaffen.

Die Geburtshilfe hat eine lange Tradition im St.-Marien-Krankenhaus. Rund 700 Babys erblicken dort jährlich das Licht der Welt. „Für eine sichere Geburt bedarf es einer zeitgemäßen High-Tech-Medizin im Hintergrund. Dabei ist es uns sehr wichtig, natürliche Geburten zu fördern“, erklärte Dr. Thomas Schäfer, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie im St.-Marien-Krankenhaus Siegen.

Seit der Erneuerung der Abteilung für Geburtshilfe verfügt das Krankenhaus über drei freundliche und moderne Entbindungszimmer, in denen Entspannungsmusik und gedämpftes Licht für eine beruhigende Stimmung sorgen. Werdende Mütter können hier zwischen verschiedenen Entbindungsvarianten entscheiden. So sind sowohl eine Wassergeburt in der Entbindungswanne als auch eine Entbindung auf dem neuen Gebärhocker möglich. Im Elternzimmer, das direkt neben dem Kreißsaal liegt, haben die werdenden Eltern die Möglichkeit, während der Wehen zusammen auf die Geburt ihres Kindes zu warten.

„Die Kosten für die neuen Geräte der Geburtshilfestation belaufen sich auf rund 250 000 Euro“, erklärte Chefarzt Dr. Schäfer. So ist jeder Raum mit einem PC ausgestattet, auf dem die Hebamme die über CTG aufgezeichneten Herztöne des Kindes überwachen kann. „Hierdurch ist es der Hebamme auch wenn sie sich nicht im Raum befindet möglich, Mutter und Kind zu überwachen und so eine hohe Sicherheit zu gewährleisten“, so Schäfer weiter.

Ein weiterer Vorteil: Durch die Umstrukturierung müssen Ärzte und Patientinnen nicht mehr so lange Wege zurück- legen. „Da sich die gesamte Frauenklinik nun komplett auf einer Ebene befindet und wir dort eigens für Kaiserschnitte einen OP besitzen, müssen die Patientinnen in Notfällen nicht erst in einen OP auf einer anderen Station transportiert werden“, berichtete Thomas Schäfer.Auch das sogenannte „Still-Café“ wurde in die Geburtshilfestation integriert. Hier können sich die werdenden Mütter schon vor der Geburt vorstellen und damit erste Kontakte zu den Hebammen knüpfen.Am Samstag, 28. November, findet von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür in der neuen Geburtshilfe statt. Neben Informationen rund um die Geburt, besteht für Schwangere die Möglichkeit, als Erinnerung an die Zeit der Schwangerschaft, einen Gipsabdruck vom Babybauch anfertigen zu lassen. In Betrieb genommen werden soll die neue Entbindungsstation voraussichtlich Anfang Dezember.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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