Naturschutz ist auf dem Lehrplan

 Zufriedene Gesichter: Die Teilnehmer des Unterrichtsfachs Naturschutz an der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Hauptschule sowie die Verantwortlichen der Schule selbst erhielten eine NABU-Auszeichnung für ihr einzigartiges Engagement. Foto: Timo Karl
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tika - Es ist ein außergewöhnliches Engagement. Eines, das seinesgleichen sucht. Mit dem Unterrichtsfach Naturschutz hat die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Hauptschule in Bad Berleburg neue Maßstäbe gesetzt. „Dieses Unterrichtsfach ist einzigartig für Nordrhein-Westfalen und vermutlich auch für Deutschland“, erklärte Marvin Fehn. Das Vorstandsmitglied der Naturschutzjugend Nordrhein-Westfalen war angetan von den Leistungen der Schüler der 9. und 10. Klasse, die sich den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben haben – und diesen aktiv praktizieren. Dafür erhielten die Akteure um Lehrer Teja Radenbach am Donnerstagabend den mit 1000 Euro dotierten Dr.-Hermann-Klingler-Preis.

Eine dreiköpfige Jury, bestehend aus der Tochter des verstorbenen Preisstifters, Dr. Marion Mittag, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen, Heinz Kowalski, und Marvin Fehn hatten das institutionalisierte Projekt in der Odebornstadt zum Sieger erklärt. „Ihr könnt hier gestalten, könnt rausgehen und unseren Lebensraum aktiv gestalten. Das wäre im Sinne meines Vaters gewesen – ihr seid die Zukunft“, erklärte Dr. Marion Mittag gegenüber den Schülern. Tatsächlich hatten die Schüler diesen Worten ihre Taten vorangestellt und im Naturschutzgebiet „An der Hörre“ in Raumland zum einen den Lebensraum der seltenen Schlingnatter erneuert sowie einen alten Stollen freigelegt – in diesem finden Fledermäuse nun wieder Lebensraum. „Diese Tiere sind unverzichtbar für die Biodiversität. Das ist echte Knochenarbeit, die ihr leistet – und eine wirklich besondere Arbeit. Ihr seid Vorbilder für andere Menschen und könnt zu Recht stolz sein“, erklärte Heinz Kowalski den Teilnehmern.

Denn: Mit ihrem Unterrichtsfach stellen sich die Akteure voll und ganz in den Dienst der Natur. „Uns geht es um die individuelle Entwicklung der Schüler mit und durch Naturschutz. Das ist Unterricht mal anders, die Schüler zeigen Einsatz und müssen anpacken“, erklärte Teja Radenbach, der dem Unterrichtsfach im vergangenen Jahr neues Leben eingehaucht hatte. Nicht nur er hob den pädagogisch wertvollen Aspekt des Unterrichtsfachs hervor. „Die Schüler vollbringen handlungsorientierte, ganzheitliche, selbstgesteuerte, eigenverantwortliche Arbeit – und dies in Kooperation mit vielen Partnern“, erklärte Christina Feige-Meyer aus der Schulleitung.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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