Netphen: Neuwahlen im September

 Enttäuscht von der unverhofften Wahlwende ist vor allem Annette Scholl (SPD). Da im Bezirk 14 neu gewählt wird, muss sie wieder um ihr Direktmandat zittern. Foto: ihm
  • Enttäuscht von der unverhofften Wahlwende ist vor allem Annette Scholl (SPD). Da im Bezirk 14 neu gewählt wird, muss sie wieder um ihr Direktmandat zittern. Foto: ihm
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ihm - Eigentlich wollten die Netphener Sozialdemokraten die Wahlpanne in Walpersdorf, wo 80 Wähler keine Stimmzettel für die Kommunalwahl bekommen hatten, auf kleiner Flamme ausbügeln. Nur in Walpersdorf, wo der Lapsus passiert war, sollte nach SPD-Vorstellungen neu gewählt werden, sagte Annette Scholl am Dienstag im Wahlausschuss. Die Stimmen in Grissenbach und Nenkersdorf seien regulär abgegeben worden und seien deswegen gültig.

Man habe sich aber von Fachleuten eines Besseren belehren lassen müssen, räumte Scholl sichtlich enttäuscht ein. Für die Neuwahl muss der gesamte Bezirk wieder an die Urnen. Und damit kann die Stimmverteilung auch gänzlich anders aussehen als am vergangenen Sonntag, als Annette Scholl gegen ihren CDU-Konkurrenten Rüdiger Bradtka mit 99 Stimmen Vorsprung das Direktmandat errang.

Klaus Brenner, beim Kreis Siegen-Wittgenstein für die Wahlen zuständig, bestätigte die Erkenntnisse von Scholl. Er schlug als Wahltermin den 21. September vor. Dabei müssen sich die gleichen Kandidaten zur Wahl stellen wie jetzt, und auch die Wählerverzeichnisse gelten weiter. Das bedeutet: 15-Jährige, deren 16. Geburtstag vor dem neuen Wahltermin liegt, dürfen nicht abstimmen. Bürger, die in den kommenden vier Monaten wegziehen, dürfen dagegen mitwählen.

Der Rat wird sich trotz der anstehenden Neuwahl konstituieren können, sagte Brenner. Auch die Ausschüsse könnten gebildet werden. Sollten durch die Wahlwiederholung im oberen Siegtal andere Personen in den Rat einziehen, müsse eben die Ausschusszusammensetzung unter Umständen neu bestimmt werden. Auch die Ortsbürgermeister sitzen noch nicht fest im Sattel. Die Partei, die in einem Dorf die meisten Stimmen bekommt, schlägt den Ortsbürgermeister vor. Das ist nach dem Sonntagswahlergebnis in Walpersdorf und Nenkersdorf die CDU, in Grissenbach die SPD. Bei neuen Mehrheiten „werden sie nachher wieder rausgekickt“, formulierte Bürgermeister Paul Wagener flapsig, aber deutlich.

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