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Die wichtigsten Fragen und Antworten
Neue Quarantäneregelungen in NRW

Seit Montag gelten bei einer Corona-Infektion in NRW für die Quarantäne neue Bestimmungen.
  • Seit Montag gelten bei einer Corona-Infektion in NRW für die Quarantäne neue Bestimmungen.
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tin Siegen. Die neue Quarantäneverordnung in NRW gilt seit Montag. Wer sich wann und für wie lange isolieren muss, hat sich grundlegend geändert. Und das sorgt für gehörig Verwirrung bei den Bürgern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema sind diese:

Wann muss ich in Quarantäne?
►Sobald ein Schnelltest oder PCR-Test positiv ausfällt, muss der oder die Getestete sich isolieren. Das gilt ebenso für Kontaktpersonen aus dem Haushalt der getesteten Person. Die müssen die Quarantäne auch ohne Test mitmachen, außer sie sind „geboostert“ – also dreimal geimpft. Doppelt geimpfte Menschen müssen auch nicht mit in Isolation, wenn die Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Genau so ist es bei Genesenen.

Wer schickt mich in Quarantäne?

tin Siegen. Die neue Quarantäneverordnung in NRW gilt seit Montag. Wer sich wann und für wie lange isolieren muss, hat sich grundlegend geändert. Und das sorgt für gehörig Verwirrung bei den Bürgern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema sind diese:

Wann muss ich in Quarantäne?
►Sobald ein Schnelltest oder PCR-Test positiv ausfällt, muss der oder die Getestete sich isolieren. Das gilt ebenso für Kontaktpersonen aus dem Haushalt der getesteten Person. Die müssen die Quarantäne auch ohne Test mitmachen, außer sie sind „geboostert“ – also dreimal geimpft. Doppelt geimpfte Menschen müssen auch nicht mit in Isolation, wenn die Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Genau so ist es bei Genesenen.

Wer schickt mich in Quarantäne?
►Das ist wohl die größte Neuerung: Nicht mehr das Gesundheitsamt, sondern man selbst. Das hat die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder so beschlossen, um die Ämter in der Omikron-Welle zu entlasten. In einzelnen Fällen melden sich die Gesundheitsämter zwar noch bei den Infizierten – zwangsläufig ist das aber nicht mehr der Fall.

Was muss ich tun, wenn ich infiziert bin?
►Das Wichtigste: zu Hause bleiben. Infizierte sind aber nun dazu aufgefordert, selbstständig alle möglichen Kontaktpersonen der vergangenen Tage über den Positiv-Test zu informieren. Ein Arzt muss nicht kontaktiert werden. Der kommt nur dann ins Spiel, wenn die infizierte Person Symptome bekommt.

Wie lang muss ich in Quarantäne bleiben?
►Die Quarantäne dauert zehn Tage ab dem Zeitpunkt des positiven Tests beziehungsweise dem ersten Auftauchen von Symptomen. Die Isolationszeit kann aber eigenständig auf sieben Tage verkürzt werden. Das geht jedoch nur, wenn die infizierte Person für mindestens 48 Stunden frei von Symptomen ist: also ab dem fünften Quarantäne-Tag. Ist das der Fall, genügt ein PCR-Test oder sogar ein Schnelltest von einer offiziellen Stelle an Tag sieben.

Was passiert mit den Kontaktpersonen?
►Kontaktpersonen, also zum Beispiel ein Freund, mit dem der Infizierte einen Tag zuvor gemeinsam Sport gemacht hat, müssen jetzt nicht mehr in Quarantäne. Trotzdem sollten sie über die Infektion informiert werden, damit sie sich selbst testen lassen – und sich bei Positiv-Testung dann selbst eigenverantwortlich in Quarantäne begeben.

Was sage ich dem Arbeitgeber?
►Der Arbeitgeber muss über die Quarantäne informiert werden. Dazu gilt nun der schriftliche Nachweis einer offiziellen Teststelle über das Ergebnis. Eine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes muss nicht mehr vorgelegt werden. Wer sich zu Hause isoliert, ist übrigens nicht zwangsläufig arbeitsunfähig. Eine solche Bescheinigung kann nur ein Arzt ausstellen – wie die Krankenkasse AOK schreibt, geht das bis zum 31. März noch telefonisch. Positiv Getestete ohne Symptome sollen, sofern dies möglich ist, im Homeoffice arbeiten.

Was ist, wenn ein Kollege infiziert ist?
►Kommt man am Arbeitsplatz mit einer Corona-positiven Person zusammen, muss man ähnlich wie bei Kontaktpersonen im Privaten jetzt nicht mehr in Quarantäne. Arbeitgeber können aber natürlich eigene Regeln treffen, wie sie mit solchen Fällen umgehen wollen. Es geht ja schließlich um die Gesundheit der Belegschaft.

Birgt die neue Verordnung Probleme?
►Problematisch werden könnte es für Haushaltsangehörige von infizierten Personen. Haben die nämlich gar keinen oder einen veralteten Impfschutz, müssen sie mit in Quarantäne – haben aber kein Dokument als Nachweis. In dem Fall müssten sie also die Positiv-Testung des Haushaltsangehörigen an ihren Arbeitgeber senden. Das ist datenschutzrechtlich bedenklich.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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