Neue Wege und eben kein alter Hut

 Und Action! Bei Hut-Schneider wird eine Win-Win-Situation produziert: Das Modehaus mit Inhaberin Susanne Meyer (5.v.l.) setzt künftig auch auf eine jüngere Kundschaft, das Studenten-Team aus Köln mit Maxi Meyer (4.v.l.) macht das publik und setzt so bisher Gelerntes in die Praxis um. Foto: Nicole Klappert
  • Und Action! Bei Hut-Schneider wird eine Win-Win-Situation produziert: Das Modehaus mit Inhaberin Susanne Meyer (5.v.l.) setzt künftig auch auf eine jüngere Kundschaft, das Studenten-Team aus Köln mit Maxi Meyer (4.v.l.) macht das publik und setzt so bisher Gelerntes in die Praxis um. Foto: Nicole Klappert
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nik - In den Medien wie in der Mode muss man neue Wege gehen wollen. Traditionen sind das Fundament, eine alleinige Daseinsberechtigung sind sie nicht mehr. Um ein Geschäft mit Geschichte handelt es sich beim Bad Berleburger Modehaus Hut-Schneider mit seiner stilvollen, ein wenig wie aus der Zeit gefallenen Inneneinrichtung ganz ohne Zweifel. Schon der Name rührt noch aus einer Zeit, als die Kopfbedeckung der Dame wesentlicher Bestandteil ihrer Kleidung war, aufwändig und von Hand gestaltet. „Angefangen hat meine Urgroßmutter als Modistin“, erzählt Maxi Meyer.

Gemeinsam mit sechs Kommilitonen und ihrem Dozenten Dr. Frank Hilgenfeld hat die 23-jährige Studentin am Montag erstmals das Modehaus an der Poststraße in Beschlag genommen. Zufall war das nicht. Maxi Meyer ist die Tochter von Susanne Meyer, die das Unternehmen in der dritten Generation führt. Sie weiß, dass sie es, um zukunftsfähig zu bleiben, auch einer neuen Zielgruppe erschließen muss und möchte deshalb künftig, in Ergänzung zum bestehenden Sortiment, qualitäts- und trendbewusste Frauen ab dem Alter ihrer Tochter ansprechen. Die möchte in der Medienbranche Fuß fassen, studiert im sechsten Semester Journalismus und Unternehmenskommunikation in Köln und macht eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton – zum Familienunternehmen hat sie, obschon sie nicht selbst „eingestiegen“ ist, eine enge Bindung.

Und vor allem weiß Maxi Meyer, dass die schickste Hose, das schönste Top hängen bleiben, wo sie hängen, wenn man niemandem oder auf die falsche Weise von ihnen erzählt. „Kaufen, kaufen, kaufen“ – diese Botschaft nerve die Menschen nur, erklärt Maxis Mitstudent Tanju Genc. Werbung muss heute mehr können, als den Käufer anzuschreien „Nimm mich mit, ich bin toll“. Sie kommt auf Umwegen und bleibt bestenfalls wie nebenbei in den Köpfen hängen. Wie, das lernen Tanju, Patricia Biela, Maxi Meyer, Alexandra Becker, Dilay Yaman, Lukas Güttes und Alexander Winkelnkemper während ihres Studiums im Kurs „Content Marketing“: Werbung soll Probleme lösen, Fragen beantworten, unterhalten und informieren – und hier verschwimmen sie dann, die Grenzen zwischen Public Relations und Journalismus.

In ihrem Berleburger Projekt können sich die Studenten, ausgerüstet mit Kamera und Ton, ausprobieren, Hut-Schneider kommt so an einen von Profis gemachten Internetauftritt. Sie drehen an verschiedenen Orten in Maxi Meyers Heimatstadt, widmen sich diversen Themenschwerpunkten und stellen dabei das eigentlich Objekt, also das Modegeschäft mit seinem verjüngten Sortiment, als Teil der Stadt dar. Es gehe darum, Inhalte zu vermitteln, erklärt Tanju. „Wir möchten der Zielgruppe einen Mehrwert bieten“, ergänzt Maxi.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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