Neuen Altar feierlich konsekriert

Erzbischof Hans-Josef Becker weihte liturgisches Zentrum der Geisweider Marienkirche

Geisweid. Voll besetzt präsentierte sich am Sonntagmorgen in strahlender Wintersonne die kath. Kirchengemeinde St. Marien im Geisweider Wenscht. Schnell noch einmal ein Zurechtrücken der Stühle, letzte Anweisungen für alle Aktiven der Kirchengemeinde – von Kommunionkindern, über Messdiener bis zu den Senioren – ein letztes Räuspern. Eine Feier zur Altarkonsekration bildet auch im Jahr 2003 eine Seltenheit und Besonderheit katholischen Pfarrgemeindelebens. Mit bald 40 Jahren war sie äußerlich schon etwas in die Jahre gekommen, die Kirche St. Marien am Hans-Böckler-Platz. So war eine Renovierung unumgänglich geworden (die SZ berichtete ausführlich über die in den vergangenen sechs Monaten durchgeführten Arbeiten unter der Regie des Siegener Architekten Willibrord Sonntag).

Um 11 Uhr, bei einsetzenden Orgelklängen war es dann soweit: Empfang des Paderborner Erzbischofs Hans-Josef Becker am Kirchenportal., der dann feierlich in die Kirche einzog. Lang war die anschließende Liste der Gäste, die St. Mariens Pfarrer Karl-Heinz Köhle begrüßte, darunter zahlreiche Mitbrüder aus dem Pastoralverbund und auch Präfekt Gregor Tuczynski, der bis vor zwei Jahren Vikar an Siegens St. Michael war.

Ein besonderer Gruß galt ferner den ehemaligen Seelsorgern der Gemeinde: Pater Bernd Hartwig, der die Planung der Renovierung vor gut zwei Jahren begonnen hatte, sowie Pastor Herbert Korfmacher. Des weiteren auf der Begrüßungsliste ganz oben: Helmut Bäumer, stellv. Vors. des Kirchenvorstandes, der sowohl die Finanzierung als auch sämtliche Arbeiten für die Renovierung koordiniert hatte. Unter den Gottesdienstbesuchern befand sich auch der Landrat des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein und Katholik Paul Breuer, der mit seiner Familie in der dortigen St.-Marien-Gemeinde zu Hause ist.

Was danach in der Liturgie dieses Gottesdienstes zur Altarweihe folgte, angefangen mit der Weihwasserweihe und der Besprengung der Gemeinde mit Weihwasser durch den Erzbischof, mag dem einen oder anderen Gottesdienstbesucher leichte Schauer über den Rücken laufen gelassen haben. Spiegelte sie doch die lange Tradition der römisch-katholischen Kirche wider, die in Zeiten immer unregelmäßigerer Teilnahme am Gottesdienst nicht mehr jedem präsent ist. Und für die vielen anwesenden evangelischen Gottesdienstbesucher war die Altarweihe-Liturgie ohnehin Neuland. Seit ihren Anfängen ist die Marienfgemeinde um ein gutes Verhältnis mit der ev. Wenschtgemeinde bemüht. Und Ökumene soll auch in Zukunft ganz groß geschrieben werden.

Neben all den anderen Weihehandlungen erwarteten die Gemeindemitgliedern wohl am meisten den Augenblick, in dem der Erzbischof kniend den Altar mit den Reliquien versah. Diese Tradition geht auf die Zeit zurpck, als die Christen begannen, über Märtyrergräbern Kirchen zu errichten. Im Anschluss daran erfolgte die Besprengung des Altars mit Weihwasser, die Salbung des Steintischs mit Chrisamöl sowie das Verbrennen von Weihrauch auf dem Altar. Anschließend wurde das neue Tabernakel gesegnet.

Alles in allem eine Feier von gut zwei Stunden. Doch dies war noch nicht alles. Weiter ging es im angrenzenden Pfarrgemeindehaus bei Stehempfang und gemeinsamen Mittagessen, bei dem es für alle Gemeindemitglieder ausreichend Gelegenheit gab, einmal vis-à-vis mit dem Paderborner Erzbischof über alle Belange in der Gemeinde zu reden. Am Nachmittag standen Architekt Sonntag und die beteiligten Renovierungsfirmen allen Interessierten zur Verfügung. Um 16 Uhr gab es dann noch einmal einen ökumenischen Gottesdienst zusammen mit Pastor Hubert Siemon.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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