Neuer Belag am Kornmarkt

dima - Hell und ohne Stolperfallen, eben wie eine Tischplatte: Der neue Kornmarkt lädt zum Flanieren ein. Außerdem leuchtet er beinahe wie ein karibischer Sandstrand. Fehlt nur noch die Cocktailbar. Wer jetzt schon Pläne hegt: Sandburgen lassen sich vor der Tür des Rathauses trotzdem keine bauen. Denn die Decke des Kornmarktes besteht aus Granitsplitt, der mit Epoxidharz gebunden wurde, ähnlich wie auf Sieg- und Oberstadtbrücke. So erhält man eine sehr belastbare, weil flexible Decke, versprach am Montag Bürgermeister Steffen Mues – kurz bevor er das obligatorische Flatterband durchtrennte. Seine Mitarbeiter zeigten sich vormittags optimistisch, dass die ersten Autos bereits am Montagnachmittag Richtung Altstadt rollen könnten. Denn der Kornmarkt ist nicht nur Marktplatz, sondern auch eine von zwei Zugangsstraßen zur historischen Siegener Altstadt.

Mit einigen Markierungen auf den Parkplätzen werde aber noch gewartet, erst einmal müsse dazu der Platz trocknen. Und das steht angesichts der Wetterprognosen erst einmal nicht in Aussicht. Die gute Nachricht: Zukünftig können 20 Autos auf dem Platz parken, eines mehr als bisher. Die Parkplätze selbst werden mit Aluminiumkappen gekennzeichnet. Die gesamte Aktion habe rund 200.000 Euro gekostet, so Mues. Und sei wesentlich früher fertig geworden als geplant. Den Baufortschritt habe er jeden Tag von seinem Rathausbüro aus beobachten können. Eigentlich hätte der Marktplatz erst Ende Mai fertig werden sollen.

Die Sanierung wurde notwendig, weil viele der ursprünglichen Grauwackeplatten beschädigt oder unansehnlich waren, so Mues weiter. Stolperfallen und Flickwerk seien jetzt passé. Der neue, helle Granitsplitt passe sich optisch hervorragend an das Pflaster an, der Kornmarkt sehe nun wieder gepflegt aus. Direkt vor der Häuserzeile am Kornmarkt bleibt ein schmaler Streifen mit Grauwackesteinen erhalten. Auch die farbig abgesetzte Struktur des Sternenmusters konnte mit in die Gestaltung eingebunden werden. Dazu hat man die Strahlen im Belag des neuen Straßenabschnittes mit einem etwas anderen Ton farblich abgesetzt. Die historische Altstadt habe mit der neuen Fahrspur auf dem Kornmarkt eine runderneuerte, wichtige Anbindung erhalten, so der Verwaltungschef. Von der Einmündung Löhrstraße bis zum Beginn der Donzenbachstraße sei der sanierte Abschnitt 100 Meter lang und sechs Meter breit.

Im Bereich der neuen Fahrspur seien mehr Natursteine beschädigt gewesen als zunächst angenommen. Der überwiegende Teil der Platten sei laut Verwaltung mehrfach horizontal gespalten gewesen, was die schlechte Qualität der Platten zeige, die im Jahr 2000 bei der Neugestaltung des Platzes verlegt worden seien. „Ein echtes Ärgernis von Anfang an“, so Steffen Mues. Rund 40 Quadratmeter der Platten habe man aus dem alten Belag der Straße retten können. Damit wurden beschädigte Stellen auf dem Marktplatz repariert. Rund zehn Quadratmeter passgenauer Natursteinplatten habe man für 3500 Euro nachbestellt. Diese würden bis zum Sommer nach und nach verlegt. Das weitere Marktgeschehen werde davon aber nicht beeinträchtigt, so Steffen Mues. Dirk Manderbach

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