Neuer Besitzer gefunden

 Es deutet einiges darauf hin, dass die Brandruine am Dödesberg bald der Geschichte angehören könnte. Ein Unternehmer aus dem Rheinland hat das frühere Traditionslokal erworben – zum symbolischen Preis von einem Euro. Foto: pet
  • Es deutet einiges darauf hin, dass die Brandruine am Dödesberg bald der Geschichte angehören könnte. Ein Unternehmer aus dem Rheinland hat das frühere Traditionslokal erworben – zum symbolischen Preis von einem Euro. Foto: pet
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vö - Ist das der von vielen Anwohnern erhoffte Durchbruch? Es sieht ganz danach aus. Das frühere Forsthaus Dödesberg an der Bundesstraße 480 zwischen Bad Berleburg und Albrechtsplatz – besser gesagt, was nach dem Brand und einem Teileinsturz noch davon übrig geblieben ist – hat einen neuen Besitzer. Wilfried Sonneborn, langjähriger Eigentümer der Immobilie, bestätigte im Gespräch mit der Siegener Zeitung den Verkauf des früheren Traditionslokals. „Ich bin froh, dass der Verkauf über die Bühne gegangen ist. Die laufenden Kosten waren eine enorme Belastung.“

Der Wittgensteiner machte kein Geheimnis daraus, dass die Immobilie zu einem symbolischen Preis von einem Euro über die Ladentheke gegangen sei. Mehr sei auch nicht mehr möglich gewesen. „Mir ist der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.“ Zur Erinnerung: Wilfried Sonneborn hatte die ehemalige Gaststätte – allerdings vor dem Teileinsturz – vor Jahren an einen Handwerksmeister aus Winterberg verkauft. Der war aber über Monate die vereinbarte Kaufsumme schuldig geblieben, der Verkäufer hatte von dem sogar sechsstelligen Betrag auch nicht einen einzigen Euro gesehen. Mittlerweile wurde der Winterberger, der sich aus gesundheitlichen Gründen komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, aus dem Grundbuch gelöscht. Wilfried Sonneborn: „Sonst wäre der aktuelle Verkauf nicht möglich gewesen.“

Er wisse, dass der neue Eigentümer schon in Kürze mit den Aufräumarbeiten starten wolle. Das deutete der Unternehmer aus dem Rheinland auch im Gespräch mit der SZ an – allerdings habe man zuvor noch einige Hürden zu nehmen. „So viel darf man zum jetzigen Zeitpunkt sagen: Es ist richtig Bewegung in die Sache gekommen.“ Über Ideen nach einem möglichen Neuaufbau des Hauses dürfe man zwar nachdenken, spruchreif sei das aber definitiv noch nicht.

Neben einem landwirtschaftlichen Anwesen in Girkhausen hat der Rheinländer überdies das ehemalige Atelier Kreutter – direkt neben der Brandruine am Dödesberg – gekauft. Das Dach sei bereits erneuert worden, um größeren Schaden zu verhindern. Allerdings sei der Reparaturstau weiterhin beträchtlich, hier müsse der ein oder andere Euro in die Hand genommen werden. Der Unternehmer brachte für diesen Standort Großferienwohnungen ins Gespräch: „Dafür gibt es zu 100 Prozent einen Bedarf.“ Aber selbst diese Planungen seien nicht in Stein gemeißelt, es gebe keine Denkverbote.

Wolfgang Acker-Marx, Fachbereichsleiter im Bad Berleburger Rathaus, unterstrich, „dass wir als Kommune zunächst einmal daran interessiert sind, dass die Ruine weg kommt. Das stört uns natürlich auch“. Deshalb wolle man den Investor gerne unterstützen und vermittelnd tätig sein. Mit dem neuen Eigentümer sei auch bereits gesprochen worden. Gemeinsam müsse man dann schauen, was das Baugesetzbuch für diesen Standort hergebe.

Gesprächsbereitschaft signalisierte der Kreis Siegen-Wittgenstein. Es habe bereits ein Gespräch mit dem neuen Eigentümer gegeben, sagte Stefanie Stoltenberg von der Pressestelle der Kreisverwaltung. In Siegen gehen man davon aus, dass zunächst der Bauschutt beseitigt werde. „Danach muss man genau schauen, was dort realisiert werden soll.“ Spannend dürfte nach SZ-Informationen auch die Frage sein, was mit finanziellen Altlasten passiert – beispielsweise noch ausstehenden Grundbesitzabgaben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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