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Auch Motorradfahrer im Visier
Neuer Zweifach-Blitzer nimmt Raser in die Mangel

Testeinsatz an der Eiserfelder Straße am Dienstag. Wenn der Doppelblitzer fertig kalibriert ist, kommt er noch in dieser Woche zum Einsatz.
  • Testeinsatz an der Eiserfelder Straße am Dienstag. Wenn der Doppelblitzer fertig kalibriert ist, kommt er noch in dieser Woche zum Einsatz.
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ch/kay Siegen. Vorne kein Kennzeichen, das Gesicht ist durch den Helm unkenntlich gemacht – Motorradfahrer hatten bislang ziemlich gute Chancen, unerkannt an Radarfallen vorbei zu rasen. Damit ist jetzt Schluss.

Die Krönchenstadt hat aufgerüstet: Ein mobiler Doppelblitzer ergänzt ab sofort den „Enforcement Trailer“, also den im Stadtbild bestens bekannten Tarnkappenbomber, der am Straßenrand abgestellt Temposünder knippst.

Die neue Radarfalle kann Motorräder von vorne und hinten blitzen und dank Einsatz von Biometrie-Software hinter so manch abgedunkeltes Visier schauen.

ch/kay Siegen. Vorne kein Kennzeichen, das Gesicht ist durch den Helm unkenntlich gemacht – Motorradfahrer hatten bislang ziemlich gute Chancen, unerkannt an Radarfallen vorbei zu rasen. Damit ist jetzt Schluss.

Die Krönchenstadt hat aufgerüstet: Ein mobiler Doppelblitzer ergänzt ab sofort den „Enforcement Trailer“, also den im Stadtbild bestens bekannten Tarnkappenbomber, der am Straßenrand abgestellt Temposünder knippst.

Die neue Radarfalle kann Motorräder von vorne und hinten blitzen und dank Einsatz von Biometrie-Software hinter so manch abgedunkeltes Visier schauen.

Komplette Fahrbahn im Blick

„Mit der neuen Anlage sind wir in der Lage, die Geschwindigkeit mehrerer Autos in einem Augenblick zu messen und zugleich Fotos in verschiedene Richtungen zu schießen“, so Christoph Schmelzer von der Stadt Siegen. Also: Entweder wird die Strecke in beiden Fahrtrichtungen im Blick behalten, oder aber die Falle fokussiert eben auf den vorbeidüsenden Raser von vorne und hinten. Schmelzer: „Das erhöht die Trefferquote!“

50 Zentimeter statt 50 Meter

Und: Weil es keine 50 Meter lange, gerade Strecke mehr braucht, um korrekte Messergebnisse zu erhalten, sondern bloß 50 Zentimeter Abstand, die die Sensoren der WLAN-gestützten Anlage benötigen, „können wir den Doppelblitzer endlich auch an engen Straßen in Wohngebieten, vor Schulen und vor Kitas aufbauen!“

Rasen ist teuerDurch den neuen Bußgeldkatalog – am 9. November in Kraft getreten – ist es für Temposünder erheblich teurer geworden; hier der Überblick: ►Innerorts 16 bis 20 km/h zu schnell kostet 70 Euro. ►Wer innerorts mehr als 40 km/h schneller unterwegs ist als erlaubt, der bezahlt 400 Euro. ►Spielstraße: Wer mit 10 „Sachen“ zu viel unterwegs ist, zahlt 30 Euro. ►Punkte in Flensburg gibt es ab 21 km/h über der Höchstgeschwindigkeit. ►Ein Fahrverbot wird innerorts bei Geschwindigkeitsübertretungen ab 31 Kilometer verhängt. ►Ein Fahrverbot droht auch dem, der wiederholt mit mehr als 25 km/h zu schnell unterwegs ist.

150.000 Euro im Kampf gegen Raser

Rund 150.000 Euro hat die Stadt in den neuen Blitzer investiert – die Vorgänger-Anlage hatte ausgedient und konnte nicht mehr auf den technischen Stand der Dinge gebracht werden. Die Investition wird sich schnell amortisiert haben. Schmelzer: „Klar, wir können mehr Knöllchen schreiben, das Füllen der Stadtkasse ist aber gar nicht der Ansatz. Wir möchten das Rasen auf den Straßen eindämmen. Und wir möchten dahin gehen, wohin uns die Bürger rufen. Jeden Tag erhalten wir Anrufe mit Standortvorschlägen. Da sind Stellen dabei, an denen wir echt aktiv werden müssen!“

Dabei denkt Schmelzer auch an ein anderes Thema: Die Technik in den schlichten, grauen Kisten wird immer intelligenter, „sie kann auch das unerlaubte Nutzen vom Handy am Steuer abbilden. Da werden wir keine Ausrede mehr gelten lassen!“

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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