Philippinische Pflegekräfte im "Stilling"
Neues Land, neue Sprache, gleicher Beruf

Rhodora Balangen (vorne links), Kathleen Gaspar (rechts) und Mark Aragones (Mitte) dürfen ihren Traumjob jetzt auch in Siegen ausüben.
  • Rhodora Balangen (vorne links), Kathleen Gaspar (rechts) und Mark Aragones (Mitte) dürfen ihren Traumjob jetzt auch in Siegen ausüben.
  • Foto: Diakonie
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz/gro Siegen. Einen festen Arbeitsplatz, eine sichere Zukunft und ein neues Zuhause: Das haben jetzt drei philippinische Pflegefachkräfte in Siegen gefunden. Um ihre in der Heimat erworbene Ausbildung in Deutschland anerkennen zu lassen, mussten sie im Zuge des Projekts „Triple Win“ ein Jahr lang einen Anpassungslehrgang durchlaufen – mit Erfolg: Denn jetzt sind sie als anerkannte Gesundheits- und Krankenpfleger am Diakonie Klinikum Jung-Stilling tätig.

Die gelernten Pflegekräfte mussten neben den mehrmonatigen Praxiseinsätzen am hiesigen Krankenhaus auch theoretische Unterrichtseinheiten am Pflegezentrum der Diakonie in Südwestfalen durchlaufen.

Um die Sprache schneller und besser zu erlernen, wurde das Projekt zudem von einem Sprachkurs begleitet. Alle drei haben den Anpassungslehrgang erfolgreich absolviert und dürfen sich nun über eine neue berufliche Erfahrung in einem fremden Land freuen. Eine von ihnen ist Rhodora Balangen, die jetzt bei Eingriffen im Zentral-OP assistieren darf. „Berlin war mir ein Begriff, aber von Siegen hatte ich noch nichts gehört“, gibt Balangen zu. Trotzdem habe sie eine neue berufliche Herausforderung gesucht. Ein Land weit entfernt von ihrer Heimat, eine neue unbekannte Stadt und eine schwierige Sprache: Das alles war für die Philippinerin kein Hindernis.

"Es ist im Grunde die gleiche Arbeit, nur, dass die Maschinen und das Equipment viel moderner sind."
Rhodora Balangen
Operationstechnische Assistentin Diakonie Klinikum Jung-Stilling

Die Mittdreißigerin bewarb sich vor knapp zwei Jahren für das Programm „Triple Win“ der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Große Unterschiede zum Arbeitsalltag auf den Philippinen gibt es laut der Pflegekraft nicht. „Es ist im Grunde die gleiche Arbeit, nur, dass die Maschinen und das Equipment natürlich viel moderner sind“, stellt Balangen fest. Dennoch sei es für sie alles andere als leicht gewesen. „Das Schwierigste ist definitiv die Sprache. Aber auch das Wetter ist ganz anders als in meiner Heimat“, erzählt die hiesige Pflegekraft und betont weiter: „Die Dunkelheit und die Kälte bin ich nicht gewöhnt. Auch Schnee habe ich vorher noch nie gesehen.“

Bevor die philippinischen Pflegekräfte nach Siegen kommen konnten, mussten sie das Sprachniveau B1 und eine abgeschlossene Ausbildung in der Krankenpflege nachweisen. „Wir freuen uns, dass sie da sind und hoffen auf eine lange Zusammenarbeit“, sagt Pflegedirektor Sascha Frank und heißt die drei Philippiner auf ihren Wunsch-Stationen am „Stilling“ willkommen.

Autor:

Sarah Groos

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