Neues von Autschbach/Illenberger

 Peter Autschbach (l.) und Ralf Illenberger haben mit „One Mind“ ihr zweites gemeinsames Album vorgelegt. Foto: Künstler
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aww - Zweiter Streich von Peter Autschbach und Ralf Illenberger: Nach dem Debüt „No Boundaries“ im Jahr 2012, hat das Akustik-Gitarrenduo jetzt ganz aktuell nachgelegt. Der Nachfolger „One Mind“, im vergangenen Sommer in Autschbachs Siegener Wohnzimmer aufgenommen und von Illenberger an seinem Wohnort Sedona im US-Bundesstaat Arizona abgemischt, ist jüngst beim Label Timezone erschienen. Acht Stücke hat sich das Duo „ausgedacht“, sieben davon sind komponiert (zwei basieren auf älteren Stücken Illenbergers). Der Titeltrack dagegen ist frei improvisiert. Bei dieser richtig feinen Spontanleistung, mit der das Album ausklingt, zeigen sich Autschbach und Illenberger in der Tat als „One Mind“ oder – wie es im Booklet heißt – als „zwei Brüder im Geiste“. Die beiden Künstler harmonieren in der Tat hörbar auf besondere Weise, die Klänge ihrer Saiten verschmelzen auf dem gesamten Album zu einer ungewöhnlich dichten, homogenen Einheit.

Dazu trägt – über das hochklassige Spielerische hinaus – auch der Mix von Illenberger bei, der der Platte einen sphärischen, extrem weiten und tiefen Sound mit manchem „Ewigkeitshall“ und nicht eben sparsam eingesetztem Chorus-Effekt verpasst hat. So kombiniert er immer wieder sehr natürlichen Gitarrenklang mit breitem, warmem Sound. Das Ganze klingt dabei nie überladen, sondern schmeichelt sich förmlich in die Gehörgänge hinein.

Überhaupt ist der Entspannungsfaktor der Scheibe ein nicht unbeträchtlicher, eben auch aufgrund des angenehmen Klangbilds, das selbst flotteren Stücken wie dem vom Folkpicking geprägten „Frösche“ (tolle Melodie!) oder dem treibenden „Hoedown“ einen gelassenen, in sich ruhenden Charakter verleiht. Meditative Klänge wie beim wunderschönen „Nini“ oder beim eingängigen „Caveland Revisited“ tun ihr Übriges, um das Album zum passenden Begleiter für einen gemütlichen Abend bei Kaminfeuer und Rotwein zu machen.

Dass sie technisch was drauf haben, brauchen Autschbach (auch Baritongitarre) und Illenberger (auch 12-Saitige) niemandem mehr zu beweisen. Schön also, dass sie auch bei den Soli Emotionalität und Melodie den Vorzug vor der Zurschaustellung virtuoser Kabinettstückchen geben. Wer das alles nicht nur aus der Konserve, sondern auch live erleben will, hat demnächst auch in unserer Region die Gelegenheit dazu. Am Donnerstag, 27. November, 20 Uhr, gastieren Autschbach und Illenberger in der Weißen Villa in Dreslers Park in Kreuztal (Restkarten an der Abendkasse) und am Freitag, 28. November, 20 Uhr, im Kulturwerk Wissen. Und ein Jahr später, am 13. November 2015, ist ein Konzert im Alten Feuerwehrhaus in Netphen geplant. Weitere Infos und alle Tourtermine unter www.autschbach-illenberger.de.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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