Neueste Technik im Bergwerk

Ein Bild aus einem der Filme, die den Arbeitsalltag im Kaiserschacht in den 1940er und 50er Jahren zeigen. Foto: Heimatverein
  • Ein Bild aus einem der Filme, die den Arbeitsalltag im Kaiserschacht in den 1940er und 50er Jahren zeigen. Foto: Heimatverein
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

juli Eiserfeld. Neueste Technik im alten Bauwerk: Die Besucher des Reinhold-Forster-Erbstollns in Eiserfeld können sich neuerdings multimedial ein Bild von der beschwerlichen Arbeit unter Tage im Eisenzecher Zug machen. Neben dem Anschauungsobjekt zum Anfassen selbst, also dem Besucherbergwerk mit seinen Gängen, Erzen, Loren, Grubenlampen und weiterem alten Interieur, zeigt der Eiserfelder Heimatverein ab Sonntag auch alte Filme.

Die wurden zum Teil in den 1940er und 1950er Jahren bei der Arbeit im Kaiserschacht aufgenommen und vermitteln dem Betrachter sehr anschaulich, interessant und lehrreich, was die Bergleute damals geleistet haben. Beispielsweise werden die Kumpel bei der Arbeit in den riesigen Hohlräumen gezeigt, die sie selber geschaffen haben. Die Arbeit mit Pferden ist zu sehen. Es wird gezeigt, wie man beim Bohren versuchte, mittels Wasser den gesundheitsschädigenden Staub zu binden – leider ohne großen Erfolg, denn auch damit konnte man nicht verhindern, dass viele Arbeiter an Silikose erkrankten. Begriffe wie Fahrung (Zuwegung steil nach oben), Abbau und Erbsturzrollen (runde Öffnungen im Berg, in die das Erz gekippt wurde) werden erklärt. Ein Film neueren Datums zeigt Aufnahmen von heute aus den Tiefen des Eisenzecher Zugs: schöne Backsteingewölbe, Wasser, das in den Schächten steht und fließt, sowie mehr oder weniger erhaltene Förderanlagen. Bis zu zwei Kilometer sind die Mitarbeiter des Heimatvereins in den Berg in Richtung Grube Concordia in Dermbach gegangen und haben einen alten Pumpenraum, eine Förderhaspel, einen Maschinenschacht und Rohrleitungen gefilmt – und auch, was die Natur sich in den vergangenen Jahrzehnten zurückerobert hat, wie sie dem Menschenwerk ihren Stempel aufgedrückt hat: Tropfsteine wie Stalaktiten und andere geologische Formationen zeigen die Schönheiten im Berg. In näherer Zukunft will der Eiserfelder Heimatverein den Bergwerksbesuchern einen tieferen Zugang in den Erbstolln ermöglichen.

Bei den Führungen zeigen Hans-Joachim Maaß, Rudolf Vetter und die anderen Mitarbeiter des Besucherbergwerks auf kleinen und einer größeren Leinwand mit Hilfe eines Mini-Beamers die fünf Kurzfilme, die Klaus Hippenstiel geschnitten hat, und erläutern, was zu sehen ist.

Noch an zwei Sonntagen in diesem Jahr ist der Stollen geöffnet: am kommenden Sonntag werden die Kurzfilme erstmals öffentlich gezeigt. Am 4. Oktober ist der letzte Besuchertag in diesem Jahr geplant, Einlass in den Stollen ist jeweils von 14 bis 15.30 Uhr. Außerdem können Gruppen sich bei Rudolf Vetter, Tel. 38 52 22, auch für andere Besucherzeiten anmelden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.