Nicht ganz raus aus dem Betrieb

 An der 3D-Koordinatenmessmaschine sollen bald Technikerschüler des Vollzeitstudiengangs arbeiten. Ingo Gieseler (2.v.l.) erklärte die Maschine dem stellvertretenden Landrat Karl-Ludwig Bade (l.), Claudia Sauer und Josef van Stephoudt. Foto: Björn Weyand
  • An der 3D-Koordinatenmessmaschine sollen bald Technikerschüler des Vollzeitstudiengangs arbeiten. Ingo Gieseler (2.v.l.) erklärte die Maschine dem stellvertretenden Landrat Karl-Ludwig Bade (l.), Claudia Sauer und Josef van Stephoudt. Foto: Björn Weyand
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bw - In Teilzeit bietet das Berufskolleg Wittgenstein seit mehr als vier Jahren schon die Ausbildung zum Techniker für die Fachrichtung Metalltechnik an. Diese Fachschule für Technik werde bereits hervorragend angenommen, berichtet Schulleiter Josef van Stephoudt, „da haben wir auch bereits richtig schön volle Klassen.“ Eine so gute Resonanz erhoffen sich die Beteiligten nun auch auf die Vollzeitausbildung an der Berleburger Berufsschule. Der Kreistag hatte die Möglichkeit dieses Angebots geschaffen.

Ab August bietet das Berufskolleg Wittgenstein die Techniker-Fachschule also in Vollzeit an. Mehr noch: Interessierte können sich fast ein bisschen auf ein Rundum-sorglos-Paket freuen, denn das Berufskolleg hat einige Ideen, wie sich das Angebot in Bad Berleburg von anderen Technikerschulen abheben kann. Das sehr intensive Lehrpensum soll in dreieinhalb Tage pro Woche gepackt werden. „Dann hätten die Schüler noch Zeit, einen Tag im Betrieb zu arbeiten“, erklärt Josef van Stephoudt den Gedanken dahinter. Für alle Seiten würde dies Vorteile bringen: Ein Schüler könnte noch ein bisschen Geld verdienen und der Betrieb würde seinen jungen Mitarbeiter nicht komplett verlieren.

„Das wäre ein Plus für den Vollzeitstudiengang“, glaubt Josef van Stephoudt. Für seine Stellvertreterin Claudia Sauer ist dieses System „keine Hexerei“, es komme nicht zu einer Kürzung der Unterrichtsverpflichtung. Und andere Faktoren könnten auch Schüler anlocken, denn zu dem Paket kann bei Bedarf gehören, dass das Berufskolleg Wittgenstein auch eine Unterbringung im Schwesternwohnheim am Berleburger Krankenhaus vermittelt. Für kleines Geld bekämen die angehenden Techniker auch ein Mittagessen, das von Kochlehrlingen zubereitet wird.

Am Berufskolleg wird also auch abseits des straffen Lehrplans für die Technikerschüler gesorgt. Ingo Gieseler, der das Angebot am BKW koordiniert, ist sich sicher, dass das Interesse an diesem Studiengang groß ist. „Vier Jahre mit Abendschule wirken abschreckend, aber zwei Jahre in Vollzeit – das ist überschaubar“, meint er. Sicher sei dies mit einem hohen Lernpensum verbunden, „aber die meisten sind ja Anfang 20, da kann man das leisten.“ Das Einzugsgebiet ist bereits bei dem Teilzeitangebot groß, es reicht von Finnentrop bis Frankenberg, so Ingo Gieseler, der auch darauf hinweist, dass ja mit dieser Weiterbildung eine Doppelqualifikation erlangt werde: Die Absolventen erwerben auch die Fachhochschulreife.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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