Nicht ganz so spürbare Entlastung

Nicht nur der Löschzug Aue-Wingeshausen (im Bild) musste in der Vergangenheit immer wieder ausrücken, um eine Ölspur zu beseitigen. Daran ändert auch ein neuer Erlass wenig. Foto: Archiv
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vö - Die Neuregelung zur Ölspurbeseitigung greift der SPD-Landtagsabgeordnete Falk Heinrichs in einer Pressemitteilung auf und spricht in dem Zusammenhang von einer „Entlastung der freiwilligen Feuerwehren“. In einem längeren Diskussionsprozess zwischen den Behörden sei es endlich zu einer neuen Regelung zur Beseitigung von Ölspuren gekommen. Mit Erlass von dieser Woche bestehe die Möglichkeit, bei Bedarf nur mit einem Feuerwehrfahrzeug mit Truppbesatzung auszurücken. Statt früher mindestens sechs reichten damit nun in den meisten Fällen nur noch zwei Einsatzkräfte aus: „Eine gute Nachricht. Die Feuerwehr wird erheblich entlastet. Das kommt besonders den freiwilligen Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen zugute.“

Der Sozialdemokrat weiter: „Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind auf die Akzeptanz ihrer Familien und die Bereitschaft ihrer Arbeitgeber angewiesen. Beides droht zu schwinden, wenn Straßen gereinigt und gesichert werden müssen. Das ist keine Aufgabe der Feuerwehr. Die freiwilligen Feuerwehrleute können sich künftig auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. So stärken wir das Ehrenamt.“ Der Bad Laaspher Wehrführer Dirk Höbener sagte auf SZ-Anfrage, dass er den Erlass noch nicht im Detail kenne. Fakt sei aber, dass das Thema Ölspuren für die Feuerwehren nicht ganz vom Tisch zu wischen sei. Die Feuerwehr werde auch in Zukunft zu bestimmten Zeiten an bestimmte Einsatzorte fahren. Zum Teil gehe es dabei ja auch um Gefahrenbeseitigung.

In Bad Laasphe sei es derzeit so, dass bei Meldung einer Ölspur der Einsatzleiter zum Ort des Geschehens fahre und dann entscheide, wie weiter zu verfahren sei. Fazit: „Für uns ändert sich damit nicht ganz so viel.“ Ähnlich auch die Einschätzung der Bad Berleburger Wehrführung: „Das Thema Ölspuren hat uns in der Vergangenheit beschäftigt – und das wird es auch in Zukunft tun.“ Auch in der Odebornstadt fahre der Einsatzleiter zunächst zum Geschehen, um von dort das Vorgehen abzustimmen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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