Nichtraucherschutz ist akzeptiert

 Seit dem 1. Mai 2013 gilt das totale Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen. Die Wittgensteiner haben sich daran gehalten, denn es liegen keine Beschwerden vor. Auch die befürchteten horrenden Einnahmeeinbußen blieben weitgehend aus. Foto: Archiv
  • Seit dem 1. Mai 2013 gilt das totale Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen. Die Wittgensteiner haben sich daran gehalten, denn es liegen keine Beschwerden vor. Auch die befürchteten horrenden Einnahmeeinbußen blieben weitgehend aus. Foto: Archiv
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bw - Weit weniger Konflikte als gedacht entstanden im vergangenen Jahr, nachdem das deutlich verschärfte Nichtraucherschutzgesetz in Kraft trat. Natürlich befürchteten die meisten Kneipenbesitzer und Vereine hohe Umsatzeinbußen und sogar hohe Bußgelder für den Fall, dass ein Gast sich nicht an das totale Rauchverbot halten würde. Doch: In Wittgenstein gab es nicht einen einzigen Fall, in dem das Ordnungsamt hätte eingreifen müssen. Alle drei Rathäuser meldeten Fehlanzeige auf Anfrage der Siegener Zeitung. „Die Wogen haben sich geglättet“, meinte Regina Linde, im Bad Berleburger Rathaus für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Die Mitarbeiter der Stadt hätten keine Kontrollen durchführen müssen und auch die Rückmeldungen seien relativ vernünftig gewesen. Dazu habe sicher beigetragen, dass die Stadtverwaltung im Vorfeld schon sehr umfangreich informiert hatte.

Dass es keinerlei Beschwerden gab, ist sicherlich als Hinweis zu sehen, dass es für den Nichtraucherschutz doch eine relativ hohe Akzeptanz in der Bevölkerung geben mag. Anders ausgedrückt: Viele Raucher haben ein Einsehen. „Es liegen uns keine Hinweise vor“, erklärte Matthias Schmidt vom Laaspher Ordnungsamt im SZ-Gespräch, „dass das Nichtraucherschutzgesetz nicht eingehalten wurde.“ Allerdings gebe es sicher auf Festen zu vorgerückter Stunde Fälle, in denen der eine oder andere Raucher nicht mehr den Weg nach draußen suche – gerade in größeren Festzelten oder Hallen. Beschwert hat sich darüber aber noch kein anderer Gast, zumindest nicht in Wittgenstein.

Alles gut also? Mitnichten, denn derzeit will eine landesweite Initiative das bereits geschlossene Fass wieder aufmachen und in Nordrhein-Westfalen ein Volksbegehren gegen das totale Rauchverbot auf den Weg bringen. Das Aktionsbündnis „NRW genießt!“ möchte bis zum 31. Januar eine Unterschriftensammlung beantragen. Im vergangenen Jahr sammelte das Bündnis mehr als 4500 Unterstützungsunterschriften für den Antrag auf ein Volksbegehren, nur 3000 wären notwendig gewesen. Inhalt der angestrebten Gesetzesänderung ist es, die Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes rückgängig zu machen und das alte Gesetz wieder in Kraft treten zu lassen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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