U-16-Wahl
Niedrige Werte für politische Extreme

Klares Zeichen bei der U-16-Wahl.

sz Düsseldorf. Keine Chance für extreme Parteien: Bei der diesjährigen U-16-Wahl haben Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wenige Tage vor der Kommunalwahl in NRW ein klares Signal gesetzt. Dicht gefolgt von CDU und SPD konnten im vorläufigen Ergebnis Bündnis 90/Die Grünen mit 27,43 Prozent der Stimmen die Mehrheit der jungen Wähler für sich gewinnen. Parteien der politischen Extreme erreichten niedrige Werte; so erzielte die AfD lediglich einen Stimmanteil von 2,12 Prozent. Das teilt der Landesjugendring Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung mit.

Hohe Beteiligung bei U-16-Wahl als wichtiges Signal

„Die hohe Wahlbeteiligung an der U-16-Wahl trotz der erschwerenden Umstände durch Corona ist ein wichtiges Signal: Damit zeigen Kinder und Jugendliche deutlich, dass sie ihre Meinung politisch vertreten wollen und politisch interessiert sind“, erklärt Max Pilger, Vorsitzender des Landesjugendrings NRW. „Das bestätigt uns in unserer Forderung, das Wahlalter auf 14 Jahre abzusenken.“
Der Großteil der restlichen Stimmen verteilte sich mit 24,14 Prozent auf die CDU, 23,07 Prozent erhielt die SPD, 6,34 Prozent wählten die FDP, 6,22 gingen an kommunale Wählergemeinschaften, 4,76 bekam die Linke und 3,24 Prozent die Partei.
Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung waren neben den Auswirkungen von Corona die wichtigsten Themen für junge Menschen. „Dieses Ergebnis für NRW widerlegt die Befürchtung vieler Erwachsener und Politiker und Politikerinnen, dass junge Menschen eher extreme Parteien wählen. Vielmehr zeigt das Ergebnis, dass die AfD bei jungen Menschen im Vergleich zu aktuellen Umfragen deutlich weniger beliebt ist als bei Erwachsenen“, erläutert Max Pilger.

Stimmberechtigt ist jedes Kind und jeder Jugendliche

„Es zeigt, dass für eine politische Meinung und eine Auseinandersetzung mit der bestehenden Demokratie kein bestimmtes Alter erreicht sein muss. Vielmehr könnten junge Menschen durch ein Wahlrecht ab 14 Jahren ihre Zukunft mitbestimmen und für eine aktive Teilnahme am demokratischen Prozess gewonnen werden.“ Der Landesjugendring hoffe, dass die U-16-Wahl die Skepsis der Politik in NRW verringert und dazu beitrage, die Absenkung des Wahlalters neu diskutieren können. Das Wahlergebnis sei auch ein Auftrag junger Menschen an Politiker, sich stärker um die Belange von Kindern und Jugendlichen zu kümmern.
Bei der U-16-Wahl können Kinder und Jugendliche bis zu neun Tage vor der eigentlichen Wahl ihre Stimme abgeben. Stimmberechtigt ist jedes Kind und jeder Jugendliche unter 16 Jahren – egal wie alt, ob mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Ziel ist es laut Mitteilung, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Politik und demokratische Prozesse zu wecken. Die U-16-Wahl will Politiker auf die Interessen von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen und deren Bereitschaft wecken, sich für die Interessen junger Menschen einzusetzen.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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