Noch drei Wünsche auf Siegens Zettel

Feichtenbeiner möchte im Testspiel beim SSV Medenbach 22 Spieler einsetzen

Ein Stürmer, der Toborg heißen könnte / Bayern als Pokal-Gegner / Kein Bruch bei Norkus

rege Siegen. Weihnachten steht zwar erst in fünfeinhalb Monaten vor der Tür, doch Fußball-Trainer geben ihre Wunschzettel beim »Vereins-Christkind« – auch Vorstand genannt – bekanntlich nicht im Oktober oder November, sondern in der Zeit von April bis Juni ab. Das ist natürlich auch beim Fußball-Regionalligisten Sportfr. Siegen der Fall – und bis zum Trainingsauftakt am Montag hatte das Christkind den Wunschzettel der »Sportfreunde« schon sehr ordentlich abgearbeitet. Einzig und allein ein Stürmer stand bzw. steht beim Regionalliga-Kader noch unter der Rubrik »unerfüllter Wunsch«, aber auch das könnte sich in Kürze ändern, denn seit Dienstag absolviert Lars Toborg ein Probetraining bei den Siegenern – und der 27-Jährige hat bisher keinen schlechten Eindruck hinterlassen. »Er hat gut mittrainiert und könnte für eine Verpflichtung durchaus in Frage kommen. Wir werden in den nächsten Tagen mal mit ihm reden«, wäre Trainer Michael Feichtenbeiner nicht abgeneigt, den gelernten Außenstürmer in seine Mannschaft zu integrieren. Torjäger Toborg hat in der vergangenen Saison für den Oberligisten SV Wilhelmshaven gespielt und dort als 16-facher Torschütze (!) auf sich aufmerksam gemacht. Von 1998 bis 2002 ist Toborg in der 2. Bundesliga für Rot-Weiß Oberhausen auf Torejagd gegangen – allerdings nicht ganz so erfolgreich wie vergangenes Jahr in der Oberliga, denn bei 91 Zweitliga-Einsätzen versenkte er die Lederkugel zehnmal im gegnerischen Gehäuse. Zuvor spielte Toborg für den FC Bremerhaven und Werder Bremen.

* Am liebsten würde der mögliche SFS-Neuzugang beim morgigen Vorbereitungsspiel in Medenbach bereits die Fußball-Schuhe für Siegen schnüren, doch Feichtenbeiner glaubt kaum, dass die »Sportfreunde« bis morgen noch eine Gastspielerlaubnis für Toborg bekommen. Dennoch dürfte sich für Siegener Fans die Fahrt ins hessische Medenbach, das im Viereck zwischen Haiger, Dillenburg, Herborn und Driedorf liegt, lohnen, denn Siegens neuer Coach hat angekündigt, 22 Spieler einzusetzen. »Pro Halbzeit wird jeweils eine komplette Mannschaft auflaufen. Das ist für die Spieler die beste Gelegenheit, sich dem neuen Trainer gut zu präsentieren. Nach der Konditionsbolzerei wird der ein oder andere zwar etwas müde sein, aber wir wollen uns gut verkaufen und Werbung für den Verein Sportfr. Siegen machen. Das Spiel ist eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag«, freut Feichtenbeiner sich auf das Gastspiel beim Bezirksligisten SSV Edelweiß Medenbach (Anpfiff: 15.30 Uhr). Der Club, der morgen seine Rasenplatz-Einweihung feiert, hat vergangene Saison noch in der Bezirksoberliga (vergleichbar mit der Verbandsliga Westfalen) um Punkte gekämpft, den Klassenerhalt aber nicht ganz geschafft.

* Noch interessanter als das Testspiel dürfte für die Verantwortlichen und Fans der Sportfr. Siegen morgen aber die Auslosung der 1. DFB-Pokal-Runde im ZDF-Sportstudio werden. Unschwer zu erraten, wen Michael Feichtenbeiner sich als Gegner wünscht: »Das ist zwar ein langweiliger Wunsch, aber ich habe in meiner Karriere noch nie ein Pflichtspiel gegen die Profis von Bayern München bestritten. Dann hätten wir wahrscheinlich die Hütte voll und dürften außerdem noch auf eine Live-Übertragung im Fernsehen hoffen.« Vielleicht geht ja auch dieser sommerliche Wunsch in Erfüllung ...

* Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei, und deshalb hat Michael Feichtenbeiner (noch) einen Wunsch. Er wünscht sich, dass sich eine Zehenverletzung von Joshua Caleb Norkus sich nicht als Bruch herausstellen wird. »Er war gestern erstmals beim Training anwesend, klagt aber über Probleme an einem Zeh. Ein US-Arzt diagnostizierte einen gebrochenen Zeh, aber wir werden die Sache morgen erst einmal von unseren Ärzten untersuchen lassen«, hat Feichtenbeiner noch etwas Hoffnung, dass der Zeh doch nicht gebrochen ist. Immerhin kehrte Eric Lukin ohne Wehwehchen aus seinem Heimatland zurück. Der US-Boy ist seit gestern dabei den gegenüber seinen Kollegen vorhandenen Trainingsrückstand schnellstmöglich wettzumachen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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