+++ LIVE-UPDATES ZUR FLUTKATASTROPHE +++
"Noch immer in der Phase der Nothilfe"

Die Feuerwehr hilft seit Tagen in betroffenen Gebieten der Flut. Auch heimische Einsatzkräfte sind vor Ort
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  • Die Feuerwehr hilft seit Tagen in betroffenen Gebieten der Flut. Auch heimische Einsatzkräfte sind vor Ort
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21. Juli

+++Update 9.35 Uhr +++

sz Berlin. Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), erteilt politischen Forderungen während des noch laufenden Einsatzes im Westen Deutschlands eine klare Absage: „Es ist für mich pietätlos. Gerade haben wir die Nachricht vom Tode einer jungen Feuerwehrkameradin in Rheinland-Pfalz erhalten. Vier weitere Feuerwehrangehörige sind in Nordrhein-Westfalen im Einsatz gestorben. Jetzt ist nicht die Zeit für Schnellschüsse. Wir sind in einigen Regionen immer noch in der Phase der Nothilfe; es geht akut um die Bewältigung der Lage vor Ort!“
„Wenn der Einsatz beendet ist, muss er umfangreich, fachlich, objektiv und ohne politische Hintergedanken analysiert werden – auch im Bereich der Warnung der Bevölkerung. Wir werden uns dann an der umfangreichen Auswertung beteiligen. Nötige Verbesserungen werden wir dann auch mit Nachdruck einfordern“, verspricht Banse.

Aus ganz Deutschland sind immer noch Kräfte vor Ort, auf der Rückkehr vom Einsatz oder in Bereitschaft. „Es ist wichtig, dass über die gesamte Dauer der Lage eine geregelte Ablösung von Feuerwehrkräften möglich ist – das ist nur mit dem flächendeckenden System möglich, in dem es in fast jedem Ort eine Freiwillige Feuerwehr gibt“, so der DFV-Präsident. “

+++Update 19.05 Uhr+++
Im Bereich der zwischenzeitlich als gefährdet eingestuften Steinbachtalsperre stabilisierte sich die Lage. Mitgeholfen haben daran auch Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe.

Erfolg an der Steinbachtalsperre

+++Update 15.20 Uhr+++

Die SZ hat mit drei Feuerwehrleuten gesprochen, die im Ahrtal im Einsatz sind. Übereinstimmend betonen sie, dass die Zerstörung ein beängstigendes Ausmaß erreicht hat.

„Gefühlt ist das wie im Krieg“

+++Update 13.35 Uhr+++

Die Bürgerinitiative  ,,Veischede-Quellgebiet'' plant eine Bürgerversammlung.

Beinahe-Dammbruch hat ein Nachspiel

+++Update 15.45 Uhr+++

Aus einem Lkw werden fünf. Auch eine Spedition packt mit an.

"Land schafft Verbindung" hilft Hochwasser-Opfern

+++Update 15.30 Uhr+++

sz Siegen. Auch die kath. Kirche im Siegerland ist laut Mitteilung erschüttert von der Flutkatastrophe und ihren Folgen. Die kath.Gemeinden im Dekanat Siegen riefen am Wochenende in den Gottesdiensten zum Gebet für die Toten und Geschädigten der Überschwemmungen auf. Der Hagener Dechant, Dieter Aufenanger, berichtete seinem Amtskollegen in Siegen, Karl-Hans Köhle, von Überschwemmungen in Kirchen und von der Evakuierung eines Altenheimes. Der Dechant im Märkischen Sauerland, Andreas Schulte, berichtete von zwei toten Feuerwehrleuten. Auch an Hilfsaktionen beteiligt sich die kath. Kirche im Siegerland. In den Gemeinden des Pastoralen Raumes Siegen-Freudenberg z. B. rief man zur Unterstützung des Lebenshilfehauses in Sinzig (Landkreis Bad Neunahr-Ahrweiler) auf. Dort starben zwölf Menschen mit Behinderung, im Schlaf überrascht, in ihren Zimmern.

+++Update 15.26 Uhr+++

Die Deutsche Bahn nennt das Siegerland als einen Schwerpunkt.

Flutkatastrophe: Schwere Schäden an Bahn-Infrastruktur

+++Update Sonntag, 14.20 Uhr+++

Richtig rund lief es am Sonntag bei der privaten Hilfsaktion für die Hochwasser-Opfer nicht.

Flutkatastrophe: Lkw mit Spenden aus Siegen unterwegs

+++ Update 17.45 Uhr +++

sz Siegen/Erftstadt. Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen wurde der Kreis Siegen-Wittgenstein um Mithilfe bei der Einsatzführung für die Bewältigung der dramatischen Hochwasserlagen in Teilen Nordrhein-Westfalens angefragt. Diesmal erreichte Kreisbrandmeister Bernd Schneider ein Hilfegesuch aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Am Samstagnachmittag machten sich rund 20 Feuerwehrführungskräfte aus Siegen-Wittgenstein als sogenannte MoFüSt der Stufe 2 unter der Leitung des stellv.  Kreisbrandmeisters Sebastian Reh auf den Weg nach Erftstadt im Regierungsbezirk Köln.

Gerade im Rhein-Erft-Kreis, und hier insbesondere in Ortsteilen von Erftstadt, haben die massiven Überflutungen mittlerweile zu heftigen Erdrutschen geführt, die immer mehr Gebäude mit in die Tiefe reißen. Außerdem läuft in den betroffenen Gebieten die Suche nach vermissten Personen weiterhin auf Hochtouren, wodurch gerade die Einsatzleitungen massiv unter Druck gesetzt werden. Daher ist eine Unterstützung und Ablösung der Einsatzführungen vor Ort sehr wichtig.

+++ Update 12.45 Uhr +++

sz Siegen/ Erftstadt. Der Tauchtrupp der DLRG-Ortsgruppe Siegen ist heute morgen nach Erftstadt bei Köln  aufgebrochen. Die Aufgaben vor Ort stehen noch nicht ganz fest, aber möglich wären unter anderem Menschenrettung, Evakuierungen, Vermisstensuchen und Sicherungsmaßnahmen. Der Einsatz soll voraussichtlich bis Dienstagabend andauern. 

+++ Update 10.45 Uhr +++

sz Siegen/Köln. Der Zugverkehr in NRW und Rheinland-Pfalz bleibt durch die Folgen der extremen Niederschläge weiterhin massiv beeinträchtigt. Zahlreiche Strecken sind komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Die Wassermassen haben Gleise, Weichen Signaltechnik, Bahnhöfe und Stelle in vielen Landesteilen von NRW und Rheinland-Pfalz stark beschädigt. In NRW sind Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen. Nach wie vor gibt es insbesondere für die besonders betroffenen Regionen kein umfassendes Lagebild. Mitarbeitende der DB und von beauftragten Firmen sind weiter ununterbrochen dabei, die Schäden zu begutachten. Mit Hubschraubern werden Strecken erkundet.

Wo immer es die Gegebenheiten vor Ort möglich machen, laufen bereits erste Reparaturen. Ein komplettes Lagebild und eine genaue Prognose über die Dauer aller notwendigen Reparaturarbeiten ist jedoch erst möglich, wenn das Wasser weiter abgeflossen sowie Schlamm und Geröll abgetragen worden sind. Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Wassermassen die Eisenbahninfrastruktur in vielen Landesteilen schwer beschädigt haben.

Der Nahverkehr ist in NRW und in Teilen von Rheinland-Pfalz stark beeinträchtigt. Aufgrund gesperrter Strecken verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien weiterhin nicht oder nur eingeschränkt. Ersatzverkehre mit Bussen sind, soweit es die Straßenverhältnisse zulassen, eingerichtet. Seit kurzem ist Wuppertal von Köln aus wieder mit Regionalzügen erreichbar.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gibt es die folgenden Einschränkungen:

• Die Strecke Köln–Düsseldorf–Essen–Dortmund ist nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar. Teilweise kommt es hier zu Umleitungen mit Verspätungen und/oder Zug- bzw. Haltausfällen. Die ICE von Berlin fahren jetzt über Düsseldorf hinaus bis nach Köln bzw. von dort nach Berlin. Ab morgen halten die Züge auch wieder in Bochum und Düsseldorf Flughafen.

• Der Abschnitt Wuppertal–Hagen–Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Auf dieser Verbindung fallen die Züge aus.

• Die Strecke Köln–Koblenz über Bonn Hbf. kann noch nicht wieder befahren werden.

• Der Abschnitt Köln–Koblenz über Bonn-Beuel auf der rechten Rheinseite ist befahrbar. Züge von/nach Hamburg werden zwischen Köln und Münster über Neuss umgeleitet und halten nicht in Düsseldorf. Es kommt zu Verspätungen.

• Der internationale Fernverkehr von/nach Brüssel ist immer noch unterbrochen, da auch in Belgien zahlreiche Strecken gesperrt sind. Die betroffenen Fernverkehrszüge fallen zwischen Köln Hbf. und Bruxelles-Midi aus.

Reisende müssen sich auch in den nächsten Tagen auf Verspätungen und Zugausfälle in NRW und Rheinland-Pfalz einstellen und werden gebeten zu prüfen, ob Fahrten verschoben werden können. Für die vom Extremwetter betroffenen Regionen behalten daher alle für den 14. bis 19. Juli 2021 gebuchten Tickets für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden. Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden. Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Tickets kostenlos zurückgeben.

Die DB empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die DB-Auskunftsmedien www.bahn.de/aktuell, dem DB Navigator sowie unter bahn.de zu informieren. Für Informationen zur aktuellen Lage im Zugverkehr hat die Deutsche Bahn zudem eine kostenlose Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 99 66 33.

+++ Update 23 Uhr +++

sz Düsseldorf. Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Unwetters hat die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen den Katastrophenerlass in Kraft gesetzt. Von den Auswirkungen des Regentiefs betroffene Bürgerinnen und Bürger können damit rasch und ohne bürokratische Hürden unter erleichterten Voraussetzungen steuerliche Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Das teilt das Finanzministerium am späten Freitagabend mit. Damit will die NRW-Finanzverwaltung helfen, die zum Teil erheblichen finanziellen Belastungen für Menschen in Notlagen zu bewältigen.

„Mit den Maßnahmen aus dem Katastrophenerlass können wir schnell und unbürokratisch dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Die unmittelbare Unterstützung für betroffene Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle“, so Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU).

Durch den jetzt geltenden Katastrophenerlass ermöglicht die Finanzverwaltung über 30 steuerliche Unterstützungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau, davon profitieren Wirtschaft und Privatpersonen. Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung und für die Beseitigung von Schäden an dem eigengenutzten Wohneigentum können als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es großzügige Möglichkeiten für die Abzugsfähigkeit von Spenden. Der Katastrophenerlass und die einzelnen steuerlichen Maßnahmen sind auf der Website der Finanzverwaltung www.finanzverwaltung.nrw.de abrufbar.

Zusätzlich sind die Finanzämter angehalten, den Bürgerinnen und Bürgern insbesondere durch die Stundung von Steuern und die Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegenzukommen.
Für die steuerlichen Hilfsmaßnahmen können sich Betroffene von der Hochwasser-Katastrophe mit den Finanzämtern vor Ort in Verbindung setzen, heißt es in der Mitteilung abschließend.

+++ Update  18 Uhr +++

sz Olpe. Der Ruhrverband hat nach dem flächendeckenden Absinken der Pegelstände im Ruhreinzugsgebiet damit begonnen, die Füllstände seiner Talsperren im Sauerland kontrolliert zu reduzieren. "Da für die nächsten Tage keine größeren Niederschlagsmengen vorhergesagt sind, werden die Abflüsse weiter rückläufig sein. Um für etwaige weitere Regenereignisse gewappnet zu sein, ist es notwendig, in den Talsperren nun behutsam wieder Freiraum zu schaffen", heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Während der heftigen Unwetter des Tiefdruckgebiets „Bernd“ hat der Ruhrverband den vorläufigen
Berechnungen zufolge in der Spitze über 200 Kubikmeter Wasser in der Sekunde in seinen Talsperren
zurückgehalten und dadurch für eine deutliche Minderung des Scheitelpunkts in den flussabwärts
gelegenen Gebieten gesorgt. Zur Einordnung: Am Pegel Hattingen betrug der Durchfluss in der Spitze gut 1200 Kubikmeter in der Sekunde. Ohne die Talsperren des Ruhrverbands wären es über
1400 Kubikmeter gewesen, die zu noch höheren Schäden hätten führen können. 

Durch die enorm hohen Zuflüsse erreichten die Bigge- und die Möhnetalsperre im Laufe des
Donnerstags laut Mitteilung nahezu exakt den Vollstau von 100 Prozent. An der Henne-, Ennepe-, Fürwigge- und Listertalsperre kam es sogar zeitweise zum Überlauf. Dabei wird Wasser über die Hochwasserentlastung abgeführt, um Schäden am Bauwerk oder den Betriebseinrichtungen zu verhindern. Mittlerweile sind die Füllstände in allen Talsperren rückläufig. 

Kein Verständnis haben die Verantwortlichen des Ruhrverbands hingegen für Schaulustige und
Wassersporttreibende, die sich trotz der reißenden Strömung und eines absoluten Befahrungsverbots
mit Booten auf die Ruhr oder die Stauseen begeben. "Mit diesem leichtsinnigen Verhalten bringen sie
nicht nur sich selbst, sondern auch die seit Tagen unter Dauerstress stehenden Einsatzkräfte, denen an
dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank ausgesprochen wird, in absolute Lebensgefahr", heißt es abschließend seitens des Ruhrverbands.

+++ Update 15 Uhr +++

tip Siegen/Olpe/Betzdorf. Aktuell gibt es genügend praktische Ansätze zur Hilfe. Beispielsweise dann, wenn Helfer von hier konkrete Anlaufstellen und deren Bedürfnisse vor Ort kennen. Landwirte im Kreis Olpe hatten über ihr Netzwerk „Land schafft Verbindung“ Hilferufe aus den betroffenen Gebieten erhalten. In Hünsborn hatte man dann schnell eine Sammelstelle errichtet: Decken, Handtücher, Hygieneartikel, Schlafsäcke und mehr sollen nun auf die Reise nach Lohmar gehen.
Richtung Ahrtal, über die zentrale Sammelstelle am Nürburgring, soll Haushaltsgegenstände, Kleidung, Spielzeug und mehr von Drolshagen aus gehen. Die Firmen Heuel Logistics und Sauerlandgruss Reisen sammeln die Spenden in Kartons oder Säcken noch am Samstagmorgen von 8 bis 9.30 Uhr in der Industriestraße 2.
Der Kreisfeuerwehrverband Altenkirchen startet gemeinsam mit der Spedition Wolfgang Herrmann eine Sammelaktion für die Region um die Ahr: Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel, Tiernahrung etc. können abgegeben werden am Samstag, 17. Juli, von 7 bis 15 Uhr und am Sonntag, 18. Juli, von 10 bis 12 Uhr direkt bei der Spedition (Jungenthaler Straße 61, Kirchen).
In Banfe möchte die Haushaltsauflösung Vahland eine Sammelstelle einrichten. Erster Abgabetermin für Hilfsgüter ist am Samstag, 17. Juli, von 10 bis 14 Uhr an der Festhalle.

+++ Update 13.55 Uhr +++

Viele Menschen haben ihre Häuser verloren. Wer helfen möchte, findet ihr Möglichkeiten:

Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe

+++Update 13.10 Uhr+++

Details zur Heimkehr der Feuerwehrleute aus dem AK-Land liefert auf SZ-Anfrage Katastrophenschutzinspekteur Ralf Schwarzbach.

Meisten Feuerwehrleute wieder zu Hause

+++Update 12.53 Uhr+++

Auf in die Heimat: Die Frauen und Männer der Feuerwehren sind auf dem Rückweg in den Kreis Altenkirchen.

Feuerwehren aus dem AK-Land beenden Einsatz im Kreis Ahrweiler

+++ Update 12.45 Uhr +++
Der Deutsche Feuerwehrverband lobt die Einsatzkräfte für ihre große Solidarität untereinander.

+++Update 12.08 Uhr+++

Die Feuerwehr Olpe wurde am gestrigen Donnerstag zur Zentraldeponie des Kreises Olpe nach Neger gerufen. Durch den Starkregen ist das dortige Regenrückhaltebecken vollgelaufen.

Einsatzkräfte verhindern Dammbruch

+++Update 11.44 Uhr+++

tip Freusburg. Noch einmal auch hier der Hinweis: In den sozialen Netzwerken wird nach wie vor um Spenden für Flutopfer, die angeblich in der Freusburg untergebracht sind, gebeten. Dort sind aktuell aber keine Menschen untergebracht! Herbergsleiter Jürgen Hof zeigt sich von der Welle der Hilfsbereitschaft beeindruckt, bittet aber eindringlich darum, von Besuchen, Telefonanrufen und Mails abzusehen. Der Jugendherberge fehle es an Möglichkeiten, Sachspenden weiterzuleiten: "Die Dinge sollten ja auch dort landen, wo sie benötigt werden."

+++Update 11.32 Uhr+++

tip Oberdielfen/Rudersdorf. Eigentlich hätten auch die Feuerwehren Oberdielfen und Rudersdorf in der Nacht Richtung Hagen ausrücken sollen. Entsprechende Voralarmierungen waren bei den Löschgruppen eingegangen (die SZ berichtete). Dann hieß es aber seitens der Leitstelle "Kommando zurück": Die Hilfe wird aktuell nicht benötigt, die Löschgruppen bleiben in ihren Standorten.

+++Update 10.59 Uhr+++

sz Paderborn/Kreis Olpe. Nach den massiven Überschwemmungen in Hagen, Iserlohn und Fröndenberg sowie in weiteren Orten im Erzbistum Paderborn hat die Erzdiözese unbürokratische Soforthilfe für Betroffene der verheerenden Unwetterlage auf den Weg gebracht: Erzbischof Hans-Josef Becker hat laut Pressemitteilung 100.000 Euro aus Verfügungsmitteln bereitgestellt, um die betroffenen Menschen wirksam zu unterstützen. Zudem ermutigt der Paderborner Erzbischof die Kirchengemeinden dazu, übergangsweise auch geeignete kirchliche Immobilien für in Not geratene Menschen zur Verfügung zu stellen.

+++Update 10.41 Uhr+++

tip Siegen. Aktuell sind einige Hilfsaktionen für die Flutopfer geplant. Unter anderem soll am Sonntag an der Siegerlandhalle gesammelt werden. Momentan steht die Organisation aber noch in den Startlöchern, sodass es für einen konkreten Aufruf noch zu früh ist. Sobald es genauere und vor allem belastbare Informationen gibt, werden wir gezielt darüber berichten.

+++Update 10.33 Uhr+++

Seit über dreißig Jahren liegen Forschungsergebnisse vor, die nahelegen, dass Wetterextreme wie die aktuelle Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schneller, heftiger und häufiger auftreten können. Prof. Dr. Lamia Messari-Becker, Expertin für Stadtentwicklung an der Universität Siegen und international gefragte Wissenschaftlerin, erklärt, was jetzt zu tun ist. Neben dem Klimaschutz ist Klimaanpassung jetzt wichtig, also Maßnahmen, um auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein.

Der Klimawandel wurde unterschätzt

+++Update 9.33 Uhr+++

Insgesamt 68 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Laasphe, Bad Berleburg, Erndtebrück, Netphen, Siegen und Burbach sind am Donnerstagabend in die Eifelregion aufgebrochen.

Feuerwehren aus Siegen-Wittgenstein rücken nach Düren aus

+++Update 9.20 Uhr+++

Die Freusburg steht grundsätzlich als Unterkunft für Opfer der Flutkatastrophe bereit.

Flutkatastrophe: Unterkünfte im AK-Land vorbereitet

+++Update Freitag, 7.05 Uhr+++

sz Siegen/Betzdorf. Der Zugverkehr in NRW und Rheinland-Pfalz bleibt weiterhin massiv beeinträchtigt. Das teilt die Deutsche Bahn am Freitagmorgen mit. Zahlreiche Strecken sind komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Die Wassermassen haben Gleise, Weichen Signaltechnik, Bahnhöfe und Stellwerke in vielen Landesteilen von NRW und Rheinland-Pfalz stark beschädigt. In NRW sind Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen. Der Nahverkehr ist in NRW und in Teilen von Rheinland-Pfalz stark beeinträchtigt. Aufgrund gesperrter Strecken verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien weiterhin nicht oder nur eingeschränkt. Ersatzverkehre mit Bussen sind, soweit es die Straßenverhältnisse zulassen, eingerichtet. 

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn gibt es u.a. die folgenden Einschränkungen:

  • Die Strecke Köln–Düsseldorf–Essen–Dortmund ist nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar. Teilweise kommt es hier zu Umleitungen mit Verspätungen und/oder Zug- bzw. Haltausfällen. Die ICE von Berlin können jedoch wieder bis Düsseldorf durchfahren bzw. von dort nach Berlin starten.
  • Der Abschnitt Köln–Wuppertal–Hagen–Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Hier kommt es zu Zug- bzw. Haltausfällen.
  • Die Strecke Köln–Koblenz über Bonn Hbf kann noch nicht wieder befahren werden. Der Abschnitt Köln–Koblenz über Bonn-Beuel auf der rechten Rheinseite ist befahrbar. Hier kommt es zu Verspätungen mit Haltausfällen.

Reisende müssen sich auch in den nächsten Tagen auf Verspätungen und Zugausfälle in NRW und Rheinland-Pfalz einstellen und werden gebeten zu prüfen, ob Fahrten verschoben werden können. Die DB empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die DB-Auskunftsmedien www.bahn.de/aktuell, dem DB Navigator sowie unter bahn.de zu informieren. Für Informationen zur aktuellen Lage im Zugverkehr hat die Deutsche Bahn zudem eine kostenlose Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 99 66 33.

+++Update 21.50 Uhr +++

sz Oberdielfen/Rudersdorf. Noch in der Nacht sollen die Löscheinheiten der Feuerwehren Oberdielfen und Rudersdorf Richtung Ruhrgebiet zur Unterstützung aufbrechen. Das teilte Wilnsdorfs Bürgermeister Hannes Gieseler am Abend via Facebook mit.

+++ Update 17.50 Uhr +++

tip Siegen. Die DLRG Siegen macht sich am Donnerstagabend für einen Einsatz in den überfluteten Gebieten startklar. Wohin es genau gehen würde, wusste der Tauchtrupp allerdings noch nicht. Am Freitag wird es für vier Züge Siegerländer Feuerwehren nach Hagen gehen. Das teilte Sprecher Dietmar Kalteich der SZ mit. Rund 120 Feuerwehrleute sollen bei Aufräumarbeiten in der schwer betroffenen Stadt helfen.

+++Update 16 Uhr +++

sz Brüssel. Angesichts der Bilder und Nachrichten aus den Katastrophengebieten in Deutschland zeigte sich der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese erschüttert. „Die Nachrichten über Todesfälle machen mich tief betroffen. Unser aller Mitgefühl gilt jetzt in diesen schweren Stunden den Angehörigen der Opfer und unser tief empfundener Dank an alle Hilfskräfte, die in den Katastrophengebieten im Einsatz sind“, so Liese. „Hilfe für den Wiederaufbau ist jetzt schnell und unbürokratisch notwendig.“
Der heimische Abgeordnete und Vorsitzende der CDU-NRW Europagruppe setzt sich dafür ein, dass auch die Europäische Union den Betroffenen hilft. „Bei der Bewältigung der Schäden sollten wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, auch von europäischer Seite. Hilfen sind etwa aus dem EU-Solidaritätsfonds möglich, den die Bundesregierung aktivieren könnte. Bei der Bewältigung der Schäden durch den Sturm Kyrill im Jahr 2007 wurde allein Nordrhein-Westfalen aus dem EU-Haushalt mit rund 100 Millionen Euro unterstützt. Ohne das genaue Ausmaß der Schäden zu kennen, lassen die schrecklichen Bilder jedoch darauf schließen, dass die Schäden durch die Sturmfluten noch größer sind. Nach meiner ersten Einschätzung ist daher ein ähnlich hoher Betrag an Hilfsgeldern auch für Südwestfalen denkbar.“
Das persönliche Leid, insbesondere das der Familien, die Todesopfer zu beklagen haben, könne kein Geld der Welt ausräumen. Aber es werde wichtig sein, allen beim Wiederaufbau zu helfen, sagte Liese. „Der Europäische Fonds kann dabei betroffene Kommunen in unserer Region teilweise entschädigen. Ich werde mich schnell mit den Verantwortlichen auf Landes-, Bundes- und Europäischer Ebene austauschen, so dass die Förderung beantragt und bewilligt wird.“

+++ Update 15.55 Uhr +++
sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Insgesamt sind bislang im Regierungsbezirk Arnsberg 5632 Einsätze mit 6106 Kräften registriert worden. Im Kreis Olpe waren 446 Rettungskräfte an 263 Einsätzen beteiligt. In Siegen-Wittgenstein wurden lediglich zwei Einsätze registriert.

+++ Update 15.50 Uhr +++

hobö Olpe/Essen. "Es besteht keine Gefahr." Das ist die wichtigste Aussage des Ruhrverbands zur Hochwasser-Situation an Lister- sowie Biggesee. Pressesprecher Markus Rüdel versicherte im SZ-Interview, dass die beiden besagten Talsperren im Kreis Olpe zwar zu 100 Prozent gefüllt seien und überliefen, doch das geschehe völlig kontrolliert. Rüdel: "Die beiden Talsperren sind sicher!"

Bereits am Montagabend habe der Ruhrverband begonnen, mehr Wasser als üblich aus den Talsperren abzulassen. Aber der Zulauf aus den Hochwasser führenden Bächen und Flüssen sei so groß gewesen, dass die Talsperren nun überliefen. An der Listertalsperre geschieht dies über Ablässe in der Sperrmauer, an der Biggetalsperre über einen riesigen Betontrichter in unmittelbarer Nähe zum Hauptdamm.

Inzwischen nehme der Zufluss in die Talsperren ab und gleicht sich den Abgabemengen an. Daher entspannte sich die Lage, so Markus Rüdel vom Ruhrverband mit Sitz in Essen. "Wir könnten auch mehr Wasser ablassen, doch das würde letztlich die Lenne und die Ruhr zusätzlich belasten." Dort sei die Hochwasser-Situation aber schon dramatisch. "Daher scheint unsere Strategie der kontrollierten Abgabe aus den Talsperren aufzugehen", so der Ruhrverbands-Pressesprecher abschließend.

+++ Update 15.15 Uhr +++

hobö Finnentrop/Lennestadt. "Das macht mich total stolz auf die Feuerwehr, Die Teamarbeit ist beeindruckend." Emotional bewegt von den Eindrücken berichtet Pressesprecher Christopher Hendrichs am Donnerstagmittag der SZ von den Hochwasser-Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lennestadt. Die Lage habe sich inzwischen entspannt, die Pegelstände der Flüsse und Bäche würden nicht mehr steigen. Die Aufräumarbeiten, das Leerpumpen vollgelaufener Keller und die Pflege des eigenen Maschinenparks würden aber noch viele, viele Stunden Arbeit für alle ehrenamtlichen Kräfte mit sich bringen. In Oedingen seien "unendliche viele Tonnen Schlamm und Geröll" von den Wassermassen ins Dorf gespült worden. Hier sei die Hilfe der Bevölkerung unglaublich. Hendrichs: "Wir alleine hätten das nicht geschafft." Über soziale Medien hätten sich gut 150 Bürger organisiert und an den Aufräumarbeiten beteiligt.

+++ Update 14.23 +++

tip Netphen/Hilchenbach. Während das Wasser an anderen Talsperren in Nordrhein-Westfalen über die Dämme steigt, gibt es im Siegerland Entwarnung. “Wir haben kaum was abbekommen. Die heftigen Regengebiete lagen genau südlich oder nördlich im Einzugsbereich von Breitenbach- und Obernautalsperre”, berichtet Dirk Müller, Geschäftsführer des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein.
Zwar sei der Pegel der Breitenbach in den vergangenen 24 Stunden insgesamt um etwa 25 Zentimeter gestiegen, das seien laut Müller aber “sprichwörtliche Peanuts” - auch wenn die Pegelstände in dieser Jahreszeit eigentlich sinken würden. Tatsächlich könne man an der Talsperre in Brauersdorf ein Wasserplus im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. An der Obernau aber hingegen fehlten rund 2 Millionen Kubikmeter Wasser gegenüber 2020. In 24 Stunden war der Pegel hier um gerade einmal 3 Zentimeter gestiegen.
Wie sicher sind die heimischen Talsperren? Müller: “Selbst wenn wir, wie in Hagen, gut 120 Liter pro Quadratmeter Regen gehabt hätten, hätte das die Pegelstände nur minimal mehr angehoben. Wenn solche Massen dann von Dauer im Einzugsbereich der Talsperren runter kommen, müssten wir vielleicht allenfalls etwas Wasser ablassen.”

+++ Update 13.25 +++

tip  Elspe. "Die Bühne ist wieder hergerichtet - die heutige Veranstaltung von "Der Ölprinz - Schwarzes Gold am Gloomy Water" findet statt."  Das teilt das Elspe Festival mit. Die Aufführung am Mittwoch war aufgrund des Unwetters abgesagt worden.

+++ Update 12.09 Uhr +++

tip Bad Berleburg. Das THW aus Bad Berleburg war bis 4 Uhr morgens im Einsatz im Kreis Olpe. 

THW aus Bad Berleburg hilft im Kreis Olpe

+++Update 11.10 Uhr+++

sz Siegen/Bad Berleburg/Berlin. Der Tod zweier Feuerwehrmänner erschüttert die ganze Republik. Auch heimische Einsatzkräfte bringen über die sozialen Medien ihre Anteilnahme zum Ausdruck. 

Heimische Feuerwehrleute drücken ihre Anteilnahme aus

+++Update 10.30 Uhr+++

tip Siegen/Bad Berleburg. Die Feuerwehr warnt davor, spontan in die Unglücksgebiete zu fahren, um Hilfe anzubieten. "Das können wir hier genau so wenig gebrauchen wie Katastrophentourismus", sagte Siegen-Wittgensteins Kreisbrandmeister Bernd Schneider der SZ am Telefon. Er ist aktuell in der Einsatzleitung im Märkischen Kreis vor Ort, um Amtshilfe zu leisten. "Wir müssen zunächst die Lage sondieren. Die Hilfe vor Ort muss man den ausgebildeten Rettungskräften überlassen!"

+++ Update 9.06 Uhr+++

sz Kreis Olpe. Die Straßenmeisterei Lennestadt der Straßen-NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen ist gegenwärtig mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, um die Befahrbarkeit der überfluteten Straßen schnellstmöglich wiederherzustellen.

Der aktuelle Stand im Kreis Olpe laut Pressemitteilung:

  • Die B55 Oedingen ist momentan halbseitig mit einer Ampelschaltung befahrbar.
  • Die B236 Langenei wird aktuell noch freigeräumt und ist bedingt befahrbar.
  • Die L928 Gleierbrück ist aktuell noch voll gesperrt, soll aber im Laufe des Tages wieder freigegeben werden.
  • Die L687 ist weiterhin halbseitig gesperrt.
Die  B236 in Langenei ist überflutet.


+++ Update 8.46 Uhr +++

sz Siegen/Hilchenbach/Finnentrop. Nach Mitteilung durch Kreisbrandmeister Bernd Schneider waren in der vergangenen Nacht auch Einheiten aus Siegen-Wittgenstein zur Unterstützung der Feuerwehren im benachbarten Kreis Olpe im Einsatz. So wurden zwei komplette Feuerwehrzüge der Freiwilligen Feuerwehren Siegen und Hilchenbach alarmiert. Die rund 60 Einsatzkräfte der Einheiten Birlenbach, Langenholdinghausen und Meiswinkel sowie Helberhausen, Dahlbruch und Hilchenbach waren im Großraum Finnentrop zur Unterstützung der dortigen Einheiten bei Unwetterlagen eingesetzt.

Außerdem ist aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein ein kompletter Führungsstab, die sogenannte MoFüSt, in den frühen Morgenstunden in den Märkischen Kreis aufgebrochen. Dort werden die rund 20 Feuerwehrführungskräfte um Kreisbrandmeister Schneider als mobile Führungsunterstützung mit dem Einsatzleitwagen 2 des Kreises in der Stadt Altena die Einsatzleitung vor Ort übernehmen. Nach einem äußerst tragischen Unglücksfall am Mittwochabend, bei dem ein 46-jähriger Feuerwehrkamerad aus Altena nach einer Menschenrettung ums Leben gekommen ist, wurde in der Nacht bekannt, dass im Märkischen Kreis noch ein zweiter Feuerwehrmann während eines Einsatzes verstorben ist. Der 52-Jährige soll im benachbarten Werdohl einen internistischen Notfall erlitten haben.

Diese dramatischen Ereignisse zusätzlich zu den sehr extremen Unwetterlagen mit massiven Überflutungen stellen die Einsatzkräfte vor Ort physisch und auch psychisch vor äußerst belastende Situationen. "Unser tiefes Mitgefühl ist bei den Angehörigen und den Kameradinnen und Kameraden der beiden getöteten Feuerwehrmänner. Wir hoffen, dass unsere Einsatzkräfte aus Siegen-Wittgenstein mit ihrer Arbeit die Feuerwehrführung vor Ort unterstützen können um zumindest die Schadenslagen abarbeiten zu können", heißt es in der Mitteilung abschließend.

+++ Update Donnerstag, 8.28 Uhr+++

sz Siegen/Köln/Düsseldorf. Sturmtief Bernd wirkt sich weiterhin massiv auf den Bahnverkehr in NRW aus. Das teilt die Deutsche Bahn am Donnerstagmorgen mit. Durch die extremen Niederschläge ist es u.a. zu Gleisüberspülungen, Fahrbahnstörungen und Beschädigungen von Betriebsanlagen gekommen. Eine Erfassung der Unwetterschäden ist vielerorts erst mit abfließenden Wassermassen möglich. Reisende müssen sich auch am Donnerstag auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen und werden gebeten, Fahrten von und nach Nordrhein-Westfalen nach Möglichkeit zu verschieben. Für die vom Extremwetter betroffenen Regionen behalten alle für den 14. und 15. Juli gebuchten Tickets für den Fernverkehr ihre Gültigkeit.

Der Nahverkehr ist in NRW vielerorts stark beeinträchtigt. Aufgrund der Streckensperrungen verkehren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien nicht oder nur eingeschränkt. Ersatzverkehre mit Bussen sind eingerichtet. Aufgrund von Wassereinbruch ist Hagen Hbf derzeit gesperrt.
Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es aktuell zu folgenden Einschränkungen:

• Der Abschnitt Köln - Wuppertal - Hagen - Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Hier kommt es zu Zug- bzw. Haltausfällen.
• Die Strecke Köln - Koblenz über Bonn Hbf ist nicht befahrbar. Der Abschnitt Köln - Koblenz über Bonn-Beuel auf der rechten Rheinseite ist befahrbar. Hier kommt es zu Verspätungen mit Haltausfällen.
• Derzeit enden und wenden Züge aus Richtung Hannover/Bremen/Paderborn in Hamm(Westf) Hbf, Münster(Westf) Hbf sowie Dortmund Hbf.
• Züge aus Richtung Norddeich/Emden enden und wenden in Münster(Westf) Hbf.
• Die Züge aus Richtung Süddeutschland enden und wenden in Koblenz Hbf bzw. in Köln Hbf.

Eine Prognose darüber, wie lange der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen beeinträchtigt sein wird, ist erst im Laufe des Tages möglich. Alle Verkehrsinformationen finden Reisende in den digitalen Auskunftsmedien unter www.bahn.de/aktuell, im DB Navigator sowie bei der telefonischen Reiseauskunft 030 297 0.

+++Update 22.35 Uhr+++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Die Unwettereinsätze im Märkischen Kreis erfordern inzwischen auch eine Ablösung der dortigen Führungseinheiten. Aus diesem Grunde hat Kreisbrandmeister Bernd Schneider am frühen Abend die Mitglieder der Einsatzleitung des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammenkommen lassen und entsprechende Bereitschaften zusammengestellt. Noch am Abend sind gleich vier Mitglieder der Kreiseinsatzleitung in die Stadt Altena aufgebrochen. Für die dortige Einsatzführung hat sich die Lage ganz besonders dramatisch zugespitzt, da bei einer tragischen Rettungsaktion bereits ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen ist.

Am frühen Donnerstagmorgen werden zusätzlich rund zehn Feuerwehrführungskräfte des Kreises Siegen-Wittgenstein als Mobile Führungsunterstützung (MoFüSt) ebenfalls nach Altena aufbrechen, um die dortige Einsatzleitung in diesen dramatischen Ereignissen zu unterstützen und abzulösen.

+++ Update 19 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Heftig erwischt hat der Dauerregen den nordöstlichen Teil des Kreises Olpe. Während in den anderen fünf Kommunen die Lage "völlig entspannt" sei, wie es Kreisbrandmeister Christoph Lütticke am Mittwochabend ausdrückt, "ist es in Finnentrop und Lennestadt schon heftig". Dort traten mehrere Flüsse, vor allem die Lenne, über die Ufer. Zahlreiche Keller liefen voll Wasser. Neben vielen Hausbesitzern, riefen auch Geschäfte und Firmen die Feuerwehr um Hilfe. Mehrere Straßen im Lennestädter und Finnentroper Bereich mussten gesperrt werden, weil sie unter Wasser standen oder aber unterspült wurden. "Wir müssen allerdings keine Orte evakuieren. wir kommen noch überall hin", erklärt Lütticke.

Bereits am Mittag sind im "Voralarm" in allen Städten und Gemeinden im Kreis Olpe Feuerwehr-Einsatzzentralen einberufen worden, die die dann eigenständig die für ihren Bereich eingehenden Einsätze selbst regeln und abarbeiten. "Das hat sich bewährt, das läuft klasse", so Lütticke. In Finnentrop und Lennestadt sind sämtliche Einsatzkräfte der Wehren im Einsatz und erhalten Unterstützung der Blauröcke aus den anderen fünf Kommunen. Auch das Technische Hilfswerk setzt sein Know-how und technisches Gerät an vielen Orten ein. Insgesamt sind mehr als 300 Helferinnen und Helfer in den beiden Kommunen im Einsatz gewesen.
Mit Blick auf den Regenradar des Deutschen Wetterdienstes hofft der Kreisbrandmeister am Abend, dass der Peak wohl überschritten ist. Gleichwohl seien für die Nacht noch Regenfälle gemeldet. Das gesamte Ausmaß der Schäden werde vermutlich erst in den nächsten Tagen sichtbar.

+++  Update18.45 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Die VWS Linie R62 (Attendorn - Grevenbrück) kann bis voraussichtlich Betriebsende die Ortschaften Helden und Niederhelden nicht anfahren, heißt es von den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd.

+++ Update 18 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Während das Siegerland bisher weitestgehend verschont geblieben ist, trifft es Finnentrop und Lennestadt heftig. Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Feuerwehr Lennestadt: "Wir saufen hier gerade ab." Und weiter: "Es gibt Orte, die sind kaum mehr  zu erreichen, unter anderem Oedingen und Burbecke." Alle Kräfte seien im Einsatz, "wir werden pausenlos um Hilfe gerufen".

In Trockenbrück, Stadtteil von Lennestadt, herrscht Land unter.


+++ Update 17.50 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Aufgrund der anhaltenden ergiebigen Niederschläge kommt es im Kreis Olpe vermehrt zu Einsätzen der Feuerwehren in allen Städten und Gemeinden. Das teilt der Kreis Olpe in einer Mitteilung mit. Auch das THW sei zur Unterstützung eingesetzt.
Die ersten Notrufe gingen offenbar schon in den frühen Morgenstunden bei der Leitstelle ein. Zurzeit konzentrieren sich die Einsatzstellen auf die Gemeindegebiete Finnentrop und Lennestadt. Die
Feuerwehren sind aktuell damit beschäftigt, vollgelaufene Keller leer zu pumpen und überschwemmte
Straßen wieder passierbar zu machen. Das THW stellt größere Mengen an Sandsäcken bereit.

Der Kreis appelliert:
• Möglichst zu Hause bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten.
• Den Keller meiden, nach Möglichkeit einen innen liegenden Raum im
Erdgeschoss aufsuchen.
• Bedenken, dass elektrische Geräte in überschwemmten Räumen weiterhin Spannung
führen können.
• Senken und Unterführungen meiden.
• Nicht über überflutete Straßen fahren.
• Den Notruf freihalten, nur im Notfall die 112 wählen.

+++ Update 15 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Durch den Starkregen hat sich auf der B480 in Bad Berleburg Wasser angesammelt. Hier müssen Autofahrer mit Aquaplaning rechnen. 

+++ Update 14.45 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat soeben eine neue amtliche Unwetterwarnung vor "extrem ergiebigem Dauerregen" für den Kreis Olpe veröffentlicht. Nach bereits beobachteten Niederschlagsmengen von 50 bis 120 Litern pro Quadratmeter trete weiterhin "extrem ergiebiger Dauerregen in wechselnder Intensität" auf. Dabei werden im Kreis Olpe von 14.41 Uhr am Mittwoch bis 2 Uhr am Donnerstag laut DWD nochmals Niederschlagsmengen zwischen 70 und 100 Litern pro Quadratmeter erwartet. In sogenannten Staulagen würden sogar bis 120 Liter erreicht.

+++ Update 13.30 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Das Elspe-Festival hat die Veranstaltung „Der Ölprinz – Schwarzes Gold am Gloomy Water“ verschoben. Der Starkregen habe die Bühne unbespielbar gemacht, sodass es für Menschen und Tiere zu gefährlich wäre, die Veranstaltung stattfinden zu lassen. Das gab der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite bekannt. 

Die Coverband EVE hätte an diesem Mittwoch die Open-Air-Veranstaltungsreihe "Mittwochs in Siegen" eröffnen sollen. Doch die Veranstalter von Klar Events haben sich aufgrund der Wetterprognose dazu entschlossen, die Veranstaltung auf dem Platz am Unteren Schloss abzusagen.

Start von "Mittwochs in Siegen" abgesagt

+++ Update 12.40 Uhr +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. "Hier war und ist aktuell alles ruhig. Bislang sind keine Einsätze wegen Starkregen bzw. Hochwasser bei uns eingegangen", erklärt Kay-Jörg Kawi, Leiter der Kreisleitstelle Siegen Wittgenstein. "So wie es derzeit aussieht, bleiben wir im Siegerland wohl verschont. Die Schlechtwetterfront hat sich um das Siegerland herum gebildet und das wird beim Blick auf das Wetterradar wohl auch so bleiben", so Kawi.

"Im Moment ist alles im grünen Bereich", fasst Kreisbrandmeister Christoph Lütticke die Hochwasserlage im Kreis Olpe zur Mittagsstunde zusammen. Zumindest sind die schlimmen Prognosen nicht, oder noch nicht eingetreten. Denn kleinere Einsätze gibt es sehr wohl.

Hochwasser im Kreis Olpe

So kämpfen in der Gemeinde Finnentrop Kräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks sehr wohl gegen Hochwasser an. In einigen Bereichen ist die Lenne über die Ufer getreten. Wasser dringt in einige Keller, weswegen insbesondere in Finnentrop, Rönkhausen und Serkenrode versucht wird, die Gebäude vor Wassereinbruch zu schützen bzw. vollgelaufene Keller leer zu pumpen.

Ansonsten, berichtet Kreisbrandmeister Lütticke, ist die Hochwasserlage im Kreis Olpe zurzeit noch nicht dramatisch. "Wir halten aber fortwährend Lagebesprechungen ab, um im Bedarfsfall sofort reagieren zu können."

Auf der B480 in Bad Berleburg hat sich durch die starken Regenfälle Wasser angesammelt.
  • Auf der B480 in Bad Berleburg hat sich durch die starken Regenfälle Wasser angesammelt.
  • Foto: vö
  • hochgeladen von Marc Thomas

Bereits am Dienstag hatte der Ruhrverband den Unwetter-Warnungen vorgebeugt und Wasser aus den Sauerland-Seen abgelassen. Als reine Vorsichtsmaßnahme, damit die Seen nicht überlaufen.

Feuerwehren aus Siegen-Wittgenstein und Olpe in Hohenlimburg im Einsatz 

Feuerwehrkräfte aus den Kommunen Lennestadt, Kirchhundem und Finnentrop sind momentan in Hohenlimburg im Einsatz. Sie sind Bestandteil des Feuerwehr-Bereitschaftsdienst der Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland, der bei solchen Großeinsätzen auch außerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereichs Hilfe leistet (wir berichteten). Hier könnten womöglich weitere Kräfte aus dem Olper Kreisgebiet nachalarmiert werden. Auch in Eslohe sind Feuerwehrleute aus Finnentrop im Einsatz.

Heimische Feuerwehren eilen nach Hagen

+++ Erstmeldung +++

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe/Betzdorf. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller: In Teilen Deutschlands sorgt Starkregen für chaotische Verhältnisse. Auch der Westen Deutschlands ist von Tief Bernd heimgesucht worden. Während es im Siegerland, in Wittgenstein sowie im Kreis Altenkirchen und im Kreis Olpe noch ruhig und die Lage entspannt ist, laufen in Hagen die Keller voll. Dort sind zahlreiche Einsatzkräftze im Einsatz. So auch die Feuerwehren aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Olpe (die SZ berichtete).

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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