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Intercity-Anbindung lässt auf sich warten
Noch immer kein IC in Siegen

Kein Intercity in Sicht am Siegener Hauptbahnhof – auch nicht in naher Zukunft.

ap Siegen. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten des Hauptbahnhofes ist seit Längerem endlich wieder eine Anbindung an den Fernverkehr geplant. Ab Mitte Dezember sollte die IC-Linie 34 in den Siegener Bahnhof ein- und ausfahren. Eigentlich. Doch auf den neuen Fahrplänen der Deutschen Bahn ist keine Intercity-Verbindung nach Siegen zu finden. Mal wieder.
Anschluss ans Intercity-NetzUrsprünglich sollte das Signal für die Anbindung bereits im vergangenen Jahr auf Grün gesprungen sein. Schon da hatte die Bahn das Projekt intern vertagt. Immer wieder bekräftigt z. B.

ap Siegen. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten des Hauptbahnhofes ist seit Längerem endlich wieder eine Anbindung an den Fernverkehr geplant. Ab Mitte Dezember sollte die IC-Linie 34 in den Siegener Bahnhof ein- und ausfahren. Eigentlich. Doch auf den neuen Fahrplänen der Deutschen Bahn ist keine Intercity-Verbindung nach Siegen zu finden. Mal wieder.

Anschluss ans Intercity-Netz

Ursprünglich sollte das Signal für die Anbindung bereits im vergangenen Jahr auf Grün gesprungen sein. Schon da hatte die Bahn das Projekt intern vertagt. Immer wieder bekräftigt z. B. Siegens Bürgermeister Steffen Mues seine Forderung nach einem baldigen Anschluss an das Intercity-Netz: „Wir sind Oberzentrum und Universitätsstadt mit bedeutenden Arbeitgebern, ein IC-Halt mit Anbindung an den Schienen-Fernverkehr ist für unsere Stadt enorm wichtig. Eine verbesserte Schienen-Infrastruktur und Direktverbindungen mit kurzen Reisezeiten sollte für eine Großstadt wie Siegen mit Einzugsbereich im gesamten Dreiländereck eigentlich selbstverständlich sein.“ Doch Mues wird wie viele andere immer wieder vertröstet.

Warten auf konkrete Angebote

Auf Nachfrage der SZ hat Uli Beele vom zuständigen Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ein Update über den aktuellen Stand der Dinge gegeben: Es seien vor einigen Monaten bereits Ausschreibungen für das Projekt getätigt worden. Das Vergaberecht dafür sei jedoch mehrstufig und langwierig. „Die Teilnahmeanträge wurden abgeschlossen und wir warten nun auf konkrete Angebote“, erklärt der NWL-Sprecher. Wie lange dieses Verfahren noch andauern wird? Ungewiss. Somit wird die Krönchenstadt erst einmal weiterhin ein „weißer Fleck“ – wie Bürgermeister Mues es nennt – auf der Karte der bundesweiten Bahnlandschaft bleiben.

Fernverkehr kehrt zurück

Dabei klingen die Pläne doch so vielversprechend. Die Idee: Der Intercity soll Frankfurt mit Münster verbinden. Damit bekämen die Dill- und die Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Wetzlar und Hohenlimburg ihren Fernverkehr zurück. Richtung Norden soll es einzelne abweichende Zugläufe geben, und zwar sowohl nach Hagen bzw. Essen als auch über Münster hinaus nach Norddeich. Zudem soll dann auch alle zwei Stunden statt eines Regionalexpresses ein IC fahren .

Umsetzung dauert länger als geplant

Wann dieser Plan aber tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch absolut ungewiss. „Das wird mit Sicherheit schon so ein, zwei Jahre länger dauern als geplant“, lautet die Einschätzung des NWL-Sprechers Uli Beele. Ein weiteres Problem: Widerstand des Wettbewerbs. Abellio fühlt sich benachteiligt, weil man im neuen IC auch mit Nahverkehrstickets reisen können soll. Das Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Hagen sieht eine fragwürdige Subvention des DB-Fernverkehrs durch Nahverkehrsmittel.

Streit unter den Akteuren

Und auf der Ebene der Akteure, die die Intercity-Pläne verwirklichen sollen – Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, Rhein-Main-Verkehrsverbund, Abellio, Hessische Landesbahn und Deutsche Bahn – wurde sich gestritten. Es ging um die unterschiedlichen Interessenslagen der Verkehrsverbünde in NRW und Hessen, Haltepunkte und Taktungen.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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