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Noch nicht attraktiv

SZ-Redakteur Michael Roth findet, dass der ÖPNV noch kräftig an seiner Kampagne feilen muss,
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Besser und weiter sind grundsätzlich zwei Worte mit positiver Ausstrahlung, dazu eine Kampagne zu starten, sicherlich der richtige Ansatz. Auch bei Bussen und Bahnen kann das sehr wohl klappen, davon bin ich überzeugt. Die wohlfeilen Worte der Minister, des Oberbürgermeisters, des Unternehmers und der Verkehrsexpertin sind ein prima Auftakt, jetzt müssen die Experten in der zweiten Reihe an die Arbeit. Aber fix. Noch so ausgetüftelte Werbebotschaften allein werden es nicht richten können.

Es müssen tatsächlich niedrige Tarife her. Solche, die den Flixbus und das private Autofahren wenigstens ein bisschen tangieren.

Der Zug von Siegen nach Düsseldorf kostet mich aktuell 30 bis 32 Euro für eine Strecke und zweieinhalb Stunden Zeit. Zurück noch einmal.

Besser und weiter sind grundsätzlich zwei Worte mit positiver Ausstrahlung, dazu eine Kampagne zu starten, sicherlich der richtige Ansatz. Auch bei Bussen und Bahnen kann das sehr wohl klappen, davon bin ich überzeugt. Die wohlfeilen Worte der Minister, des Oberbürgermeisters, des Unternehmers und der Verkehrsexpertin sind ein prima Auftakt, jetzt müssen die Experten in der zweiten Reihe an die Arbeit. Aber fix. Noch so ausgetüftelte Werbebotschaften allein werden es nicht richten können.

Es müssen tatsächlich niedrige Tarife her. Solche, die den Flixbus und das private Autofahren wenigstens ein bisschen tangieren.

Der Zug von Siegen nach Düsseldorf kostet mich aktuell 30 bis 32 Euro für eine Strecke und zweieinhalb Stunden Zeit. Zurück noch einmal. Für das Geld bekomme ich an der Tanke über 40 Liter Sprit – warum also soll ich mein Auto stehen lassen?

Oder noch besser: Ich muss nicht in Windeck den Zug verlassen und in einen Ersatzbus umsteigen, weil zwei Tage vorher ein Gewitter gewesen ist. So geschehen vor zehn Tagen. Zeitgleich meldete die Abellio-Strecke über Hagen zeitliche Verzögerungen wegen Bauarbeiten. Attraktives Bahnfahren sieht anders aus.

Kampagne hin, Kampagne her: Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es auf der Bahnstrecke Siegen-Köln eingleisige Abschnitte, aber keiner tut was. Doch: Eine Resolution ist geschrieben worden. Ob die in Berlin beachtet wird?

Oder: Seit zehn und mehr Jahren soll die Ruhr-Sieg-Strecke ertüchtigt, die Sauer- und Siegerländer Tunnel sollen ausgebaut werden. Nichts tut sich. Nach Jahren des qualvollen Hinhaltens soll es den IC 34 geben. Genauso schnell oder langsam wie der Nahverkehr. Allenfalls die Aussicht, nicht umsteigen zu müssen, ist ein Vorteil.

Mal ehrlich: Da muss aber noch kräftig an der ÖPNV-Kampagne gefeilt werden!

m.roth@siegener-zeitung.de

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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