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„Cafè net(t)werk“ verteilt Speisen an Bedürftige
Notbesetzung in den Sozialkaufhäusern

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter Michael Hagos (l.) und Alexander Lurtz hoffen, dass sie bald wieder mehr Leute glücklich machen können.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

gro Siegen. Das Jahr 2020 hat wohl jeden vor große Herausforderungen gestellt. Doch manche trifft die Krise und die anhaltende Pandemie härter als andere. Besonders leiden die Menschen am Rande unserer Gesellschaft.Der Heimatverein Achenbach will ihnen auch in dieser schwierigen Corona-Zeit helfen, in der viele andere Hilfsangebote schließen mussten. Das „Cafè net(t)werk“ und die Sozialkaufhäuser in den Siegener Stadtteilen Achenbach und Geisweid sowie in Freudenberg-Büschergrund und Kreuztal sind zwar aufgrund der Corona-Schutzverordnung derzeit geschlossen. Allerdings wurde eine Notbesetzung in einigen der Kaufhäusern genehmigt.

gro Siegen. Das Jahr 2020 hat wohl jeden vor große Herausforderungen gestellt. Doch manche trifft die Krise und die anhaltende Pandemie härter als andere. Besonders leiden die Menschen am Rande unserer Gesellschaft.Der Heimatverein Achenbach will ihnen auch in dieser schwierigen Corona-Zeit helfen, in der viele andere Hilfsangebote schließen mussten. Das „Cafè net(t)werk“ und die Sozialkaufhäuser in den Siegener Stadtteilen Achenbach und Geisweid sowie in Freudenberg-Büschergrund und Kreuztal sind zwar aufgrund der Corona-Schutzverordnung derzeit geschlossen. Allerdings wurde eine Notbesetzung in einigen der Kaufhäusern genehmigt.

Schreiben erforderlich

Menschen, die sich aus eigenen Mitteln keine warme Kleidung leisten können, werden kostenlos mit dem, was sie am dringendsten benötigen, ausgestattet. Um Jacken und ähnliches holen zu können, ist jedoch ein Schreiben von der Kirche, dem Sozialamt oder dem Jobcenter erforderlich. „Keiner soll in der kalten Jahreszeit frieren müssen. Ich schicke niemanden weg, der meine Hilfe dringend benötigt“, erklärte der ehrenamtliche Mitarbeiter Alexander Lurtz der SZ. Mit den Sozialkaufhäusern im Kreis Siegen-Wittgenstein versuchen die Akteure den sozial Schwächeren Second-Hand-Kleidung, sowie gebrauchte Haushaltswaren und Spielzeug preiswert anzubieten. Der Warenbestand besteht aus Spenden von sozial mitfühlenden Mitbürgern. „Am beliebtesten sind Schuhe, Bettwäsche, Kinderkleidung und Puzzle – Puzzle liebt jeder, von der Oma bis zum Enkel“, so Lurtz.
Die zwei Etagen des Geisweider Sozialhauses sind im Moment bis zur Decke vollgestellt. „Die tollen Spenden können momentan keinen neuen Besitzer finden, weil kaum einer in den Laden darf. Dies tut mir in der Seele weh“, so der ehrenamtliche Mitarbeiter.

Rückgang an Sachspenden

Auch wenn viel Ware in den Sozialkaufhäusern vorhanden ist, könne man einen deutlichen Rückgang an Sachspenden erkennen. Viele Leute werfen in Zeiten der Pandemie ihre alten Sachen lieber weg, anstatt den Kontakt zu den Sozialhäusern zu suchen. Dabei finanzieren diese sich in der Regel ausschließlich durch Spenden und vor allem durch den Warenverkauf.Wenn der Laden weiterhin für Laufkundschaft geschlossen bleibt, wird es in Zukunft schwieriger, die Hilfsangebote zu stemmen. Noch sind alle Beteiligten sehr stolz darauf, sich alles selbst erwirtschaftet zu haben und keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. „Ohne die Bemühungen der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die den ganzen Tag im Laden stehen und helfen, wäre dies alles nicht möglich“, so Geschäftsführer Günther Langer. „Wir müssen den sozial Schwächsten, gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, helfen. Wir lassen niemanden im Stich! Aus diesem Grund bieten wir auch gerne unsere vier Sozialwohnungen an, die momentan von vielen Wohnungslosen dankbar benutzt werden“, erklärte Langer.
Auch das Cafè net(t)werk hat die Arbeit nicht eingestellt. Sie verteilen weiterhin Speisen und bieten verschiedenste Getränke und Gerichte „To-Go“ an. „An Heiligabend haben wir insgesamt 200 Mahlzeiten und viele gespendete Geschenke verteilt. Die Menschen waren alle sehr dankbar, weil sich nicht jeder ein ordentliches Weihnachtsessen leisten kann“, betont Langer.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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