Hoffnung für Rahmede-Bauwerk auf der A 45?
NRW will Autobahnbrücken schneller bauen

Mit einem Zehn-Punkte-Plan, der einen Appell an den Bund darstellt, will NRW-Bauministerin Ina Brandes (CDU) den Ersatzbau von Brücken im Land, wie er etwa für die marode Rahmede-Brücke nötig ist (Archivbild), deutlich beschleunigen.
  • Mit einem Zehn-Punkte-Plan, der einen Appell an den Bund darstellt, will NRW-Bauministerin Ina Brandes (CDU) den Ersatzbau von Brücken im Land, wie er etwa für die marode Rahmede-Brücke nötig ist (Archivbild), deutlich beschleunigen.
  • Foto: Kay-Helge Hercher
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

dpa/lnw Düsseldorf/Lüdenscheid/Siegen/Olpe. In Nordrhein-Westfalen sollen Sanierung und Neubau von Autobahnbrücken wie dem maroden Bauwerk Rahmede auf der A45 bei Lüdenscheid, von dem Südwestfalen massiv betroffen ist, beschleunigt werden. Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) legte am Freitag dazu einen Zehn-Punkte-Plan mit Forderungen an den Bund vor. Ziel sei es, bei Planung, Genehmigung und Bau von Verkehrsinfrastruktur schneller zu werden. Hier müsse der Investitionsstau im dicht besiedelten Industrie- und Transitland NRW aufgelöst werden.

Ersatzbau ohne erneute Planfeststellung

Umso wichtiger sei es, vor allem bei den angegriffenen Brücken in der Zuständigkeit der Autobahn GmbH des Bundes schnell weiterzukommen. Der neue Plan könne auch die Voraussetzung dafür schaffen, dass der erforderliche Ersatzbau der Talbrücke Rahmede ohne eine erneute Planfeststellung realisierbar werde, sagte die Ministerin. Bei Ersatzneubauten solle zudem ausnahmslos auf eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden. Aktuell beschäftigt die beschädigte Talbrücke auf der wichtigen Nord-Süd-Autobahnachse Bund und Land. Ihre Sperrung und ein wohl Jahre dauernder Neubau bedeuten eine erhebliche Belastung für die Region.

Belohnung für Einhaltung der Bauzeit

Ein Ministeriumssprecher erläuterte auf dpa-Anfrage, die Zehn-Punkte-Initiative richte sich als Appell an den Bund, der für die Autobahnen zuständig sei. NRW mache sich dabei auch stark für einen 300 Millionen Euro schweren Sonderfonds "Sanierung Autobahnbrücken NRW" beim Bundesverkehrsministerium als "Planungsvorrat". Zudem soll laut vorgestelltem Plan ein spezielles standardisiertes digitales Verfahren Planung, Genehmigung und Bau beschleunigen. Die Einhaltung oder Unterschreitung der vereinbarten Bauzeit sei künftig zu belohnen, die Überschreitung solle bestraft werden.

Bauindustrie reagiert positiv

Die Bauindustrie reagierte positiv. Es handele sich um "ein starkes Signal für die Region, auch um die Rahmede-Talbrücke schnell wiederherzustellen und die Mobilität in Nordrhein-Westfalen zu sichern", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands NRW. Damit werde ein wichtiger Impuls gesetzt für den Brückenbau und um den Verkehrskollaps in Deutschland zu verhindern, lobte der Bundesverband.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen