Nun doch Denkmalschutz

 Die Stadt bekommt ein weiteres Denkmal: das Haus Frankfurter Straße 20. Läutet dies einen Paradigmenwechsel in der Olper Kommunalpolitik ein? SZ-Archivfoto: win
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win Doch gestern ging die CDU einen deutlichen Schritt weiter. Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Peter Weber erklärte, derzeit treibe in Olpe viele Menschen um, dass die Stadt drohe, ihr Gesicht zu verlieren. Zwar müsse es auch zeitgemäße neue Geschäfte geben, aber es müsse ein Gleichgewicht geschaffen werden. „Dieses Haus sollte möglichst so bleiben, wie es ist. Und da wählen wir den sicheren Weg: den Denkmalschutz.“

Bei SPD, UCW und Grünen lief die CDU damit offene Türen ein. Volker Reichel (SPD): „Eine Stadt verliert ihr Gesicht, wenn man die ursprünglichen Gebäude dem Abriss freigibt.“ Uwe Schmidt (UCW). „Mein Glückwunsch zum Antrag der CDU, so hätte unserer auch gelautet, wenn er nicht gestellt worden wäre.“ Schon zu viel sei abgebrochen worden; das Beispiel der ehemaligen Gaststätte „Zur Möhne“ im alten Gerberviertel Felmicke sei ein Beispiel, wie der Abbruch eines definitiv nicht denkmalwerten Gebäudes das Gesicht einer ganzen Straße verändern könne. „Wir sollten mehr Schutz für die Zukunft aufbauen.“

Gretel Kemper, für den Heimatverein als sachkundige Bürgerin im Ausschuss, war verblüfft. „Ich bin begeistert von diesem Ausschuss. Ich dachte, ich muss kämpfen, da muss ich das gar nicht.“ Und auch Christian Hohn (Grüne) fand: „Solche Gebäude stiften Identität.“

Lediglich Martin Moseler (FDP) erklärte, er müsse etwas „Wasser in den Wein“ gießen. Man dürfe nicht das Alte vor Neuem privilegieren; vielmehr müsse eine Stadt durch strenge Auflagen für Neubauten dafür sorgen, dass das Stadtbild erhalten bleibe. Denkmalschutz trage die FDP nicht mit.

Die Eintragung in die Denkmalliste wurde bei Gegenstimme von Martin Moseler von allen übrigen Ausschussmitgliedern getragen, den zweiten Teil des CDU-Antrags in Sachen Weiterentwicklung der Denkmalbereichssatzung sprach sich der Ausschuss sogar einstimmig dafür aus.

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